Donnerstag, 7. Januar 2016

Pontifikalamt zu Epiphanie im Kölner Dom

Die Chortribüne bleibt leer: kein Chor, nicht einmal eine Schola, nur ein Kantor, der mit der versammelten Gemeinde deutsche GL-Stücke singt.
So kann ich (Dilettanto non audiente) laut mitsingen: ein Mehr an äußerlicher Teilnahme; aber an Raum zu inneren Teilnahme erlebe ich dadurch einen Mangel.
Über die Messe mit Schola oder Chor: «Dabei gibt es eine Art Mehrstimmigkeit: man sieht den Priester die Gaben bereiten; man hört den Chor das Offertorium singen; dann sieht man Weihrauch aufsteigen – er lenkt den Blick nach oben. Diese Mehrstimmigkeit läßt es nicht zu, daß der einzelne sich nur mitziehen läßt vom Ablauf des Ritus; zwischen diesen Eindrücken muß ein jeder seine persönliche Teilnahme entwickeln, zu seinem persönlichen Gebet finden.» (W.H.W: Anthropologische Grundlagen der Liturgie. E&Ewald 10/2005, S.7)

Kardinal Meisners Kanzel einzunehmen, scheut sich der neue Erzbischof; er predigt vom Ambo aus.

Kommentare:

  1. Kardinal Meisners Kanzel einzunehmen, scheut sich der neue Erzbischof; er predigt vom Ambo aus.

    Das hat er immerhin letztes Jahr in einem Interview auf Nachfrage erklärt: er habe Höhenangst und fühle sich deshalb am Ambo wohler.

    http://www.express.de/koeln/darum-predigt-er-von-nicht-von-oben-wegen-hoehenangst--kardinal-woelki-meidet-kanzel-im-dom,2856,29851088.html

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  2. Ich war ja abends dort - und ich fand es sehr schön (und das, obwohl mir große Menschenmengen zuweilen Angst machen und es gesteckt voll war).

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  3. Es war abends übrigens wirklich voller als sonst. Vielleicht hatte sich schon was rumhesprochen!

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