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Samstag, 20. Februar 2016

Ein NATO-Mitglied bombardiert zugunsten des IS

Vor Jahren schon, als noch niemand von ISIS oder IS sprach, hörte ich von unserem syrischen Freund, daß Aufständische in Syrien Christen kein Lebensrecht mehr im Land zugestehen wollten und daß diese Aufständischen im wesentlichen keine Syrer seien, sondern Kämpfer aus verschiedenen Ländern, die von der Türkei, Qatar und Saudi-Arabien unterstützt werden.
Ersteres hat seit langem schon seine Bestätigung gefunden; und nun ...
Nun ist es soweit, daß die Türkei, ein NATO-Mitglied, mit Bomben gegen die Kurden vorgeht, welche auf weite Strecken und besonders auch an der iraqischen Grenze die Hauptlast der Verteidigung gegen den IS tragen.

Dienstag, 3. September 2013

Hoffen auf Putin

Der US-Präsident hatte erklärt, der Einsatz von Giftgas gegen die Zivilbevölkerung werde das militärische Eingreifen der USA zur Folge haben. Nun schreitet zur Zeit die syrische Armee recht erfolgreich voran gegen die islamistischen Rebellen; wer hat nun ein Interesse, Giftgas einzusetzen, die US-Armee auf den Plan zu rufen?
Haben die Rebellen überhaupt Giftgas zur Verfügung? – jene Rebellen, hinter denen Sa‘udi-Arabien, Qatar und die Türkei stehen?
Was darf man von einem Eingreifen der USA erwarten, was lehren da die Erfahrungen aus Somalien, dem Iraq?
Darf man vielleicht die dringenden Warnungen vom syrisch-orthodoxen Erzbischof in Deutschland, Philoxenus Mattias Nayis, vom chaldäisch-katholischen Bischof Antoine Audo von Aleppo ernstnehmen?
Muß Präsident Asad bestraft werden für das womöglich wirklich menschenrechtswidrige Vorgehen seiner Armee? Muß er bestraft dafür werden von jener Weltmacht, deren Menschenrechtsverständnis sich von Guantanamo bis Abu Ghraib gezeigt hat und sich in der Bombardierung der Zivilbevölkerung in Afghanistan und Pakistan immer wieder zeigt?

Ist es angemessen, daß eine Rebellentruppe – jener politischen Couleur, die in Afghanistan von denselben USA so heftig bekämpft wird –, indem sie durch ihre brutale Kampfführung die Regierung ihrerseits zu Verletzungen der Menschenrechte treibt, vom Ausland den Weg zur Macht geebnet bekommt?

Im Vergleich zu den meisten arabischen Ländern und der Türkei ist Syrien ein Christen gegenüber eher tolerantes Land; ich erinnere mich, wie christliche Reisende berichteten, sie hätten, als sie aus der Türkei kommend syrischen Boden betreten hatten, „die Luft der Freiheit“ gespürt. Ein Rebellenführer aber – unser syrischer Freund hat es gehört – hat erklärt, daß im neuen syrischen Staat Christen politisch keinen Platz mehr haben werden.

Meine irdische Hoffnung für Syrien richtet sich nun auf Herrn Putin.

Freitag, 4. Januar 2013

Der syrische Bürgerkrieg

aus der Sicht der einheimischen Christenheit ist in einem Interview in der tageszeitung dargelegt.

Samstag, 24. März 2012

Andere Nachrichten aus Syrien (tertium)

Nein, ich kann die Sache nicht beurteilen. Aber da unser aus Syrien stammender Freund, der im Kontakt ist mit seinen Angehörigen, die noch dort leben, ganz ähnliches sagt, kann ich Herrn Todenhöfers Aussagen nicht einfach abtun. Auch daß er den Eindruck nicht scheut, er sei weniger für die Menschenrechte engagiert als Saudi-Arabien und all die Golfstaaten, spricht nicht von vornherein gegen ihn und seine Aussagen.

Samstag, 18. Juni 2011

Andere Nachrichten aus Syrien (iterum)

Wenn Nachrichten von einer jungen lesbischen Frau stammen, werden sie anscheinend bevorzugt gelesen, geglaubt, weitergegeben. Und wenn diese junge Frau aus einer finsteren Diktatur berichtet, dann wird sie zur Stimme der syrischen Opposition, und man macht sich nicht die Mühe, sich zu wundern, daß sie keine Bedenken hat, ihr Bild zu veröffentlichen; und daß sie nicht auf Arabisch schreibt, sondern auf Englisch, ist doch so praktisch für die internationale Presse.
Nun hat sich herausgestellt, daß es keine junge Frau in Damaskus ist, sondern ein Amerikaner in Edinburg; ob er lesbisch ist, wird nicht mehr erwähnt.

Daß wir andere Nachrichten aus Syrien bekommen haben, verdanken wir unserem aramäischen Freund, der die arabischsprachigen Nachrichten im Netz liest.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Andere Nachrichten aus Syrien

Vor etlichen Jahren hörte ich, wie christliche Besucher des Nahen Ostens erzählten: als sie die Grenze von der Türkei nach Syrien überschritten hatten, hätten sie dort spürbar die Luft der Freiheit geatmet. Nun ist durch die Nachrichten der letzten Monate die syrische Diktatur in Verruf geraten (nun ja: eine Diktatur ist es wirklich), aber unsere aramäischen Freunde haben uns gewarnt: diese Nachrichten verzerren die Wirklichkeit. Nun lese ich die gleiche Warnung vom syrisch-katholischen Patriarchen.