Sonntag, 27. Juli 2008

Donnerstag, 24. Juli 2008

Weltjugendtag und deutsche Presse

Ein netter Zwischenruf mit Diskussion bei Elsa.

Montag, 21. Juli 2008

Immer wieder gute Nachrichten

aus Rom und nun aus Sidney.
Gregorianik mit Ison! selbst in Dinslaken waren wir noch nicht immer ganz so weit.Da bin ich gespannt auf den nächsten Tag der Abendländischen Musik.
Und Mundkommunion im Knien, wenn der Papst die Kommunion spendet. Daß der Empfang im Knien dringend wünschenswert ist, bedarf keiner Diskussion.
Und Mundkommunion? Ich praktiziere dort, wo es allgemein üblich ist, die Handkommunion. Ich finde sie an sich durchaus angemessen, aber es ist doch eine gewisse Last, dann zuerst die Hand nach Bröckchen absuchen zu müssen. Aber daß ich des öfteren auch welche finde, zeigt, wie notwendig das ist.
Jedoch - eigentlich sollte man ja während der Kommunion nicht beobachten, aber gelegentlich tue ich es dennoch - macht sich der Großteil der Kommunikanten nicht diese notwendige Mühe; und außerdem sehe ich, daß die meisten nicht die Hand, in der sie den Leib des Herrn empfangen haben, zum Munde führen, wie es in der Urkirche geschah und ähnlich auch konzelebrierende Priester der Ostkirche bis heute tun, sondern daß sie aus dem Empfang eine Selbstspendung machen, indem sie mit der einen Hand den Leib des Herrn aus der anderen nehmen. Ein in der Beschreibung geringfügig klingender Unterschied; wenn man es aber sieht oder praktiziert, zeigt sich, daß dieser Unterschied die Bedeutung der Sakramentsspendung berührt.
Und ich fürchte, daß der Weg zurück zur angemessenen Form der Handkommunion schwieriger wäre als die Rückkehr zur Mundkommunion. Also hat der Papst wohl auch da recht.

Samstag, 28. Juni 2008

Zeitgeist

Als „religiös unmusikalisch“ bezeichnet sich Prof. Norbert Bolz im Untertitel seines Buches «Das Wissen der Religion» und macht sich doch Sorgen, angepaßtes Christentum sei Wegbereiter des Antichristen. Das klingt ansprechend, auch wenn nach zwei Jahrtausenden Kirchengeschichte der weniger unmusikalische Mensch zurückhaltender ist mit eschatologischen Einordnungen. Und so lese ich mit Interesse die Vorbesprechung.
Ein Leben ohne Gott führe in eine gnadenlose Knechtschaft des Zeitgeistes und damit unter das Diktat dessen, was als politisch korrekt gelte – ja, richtig! Der Antichrist werde den guten, politisch korrekten Menschen zum Vorbild erklären – einleuchtend!
Aber dann: das Reden von „sozialer Gerechtigkeit“ sei nichts anderes als die Maske des Neids. Nun ist doch bekannt, daß in unserer Gesellschaft das Einkommen der Wohlhabenden immer mehr steigt, das der Arbeiter und gar das der Arbeitslosen und Rentner sinkt – ein Siegeszug der Habgier der wirtschaftlich Mächtigen auf Kosten der Schwachen. Es ist keineswegs der Neid, sondern der christliche Glaube selbst, der dagegen die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit setzt.
Und wenn nun der Autor diese Forderung nach sozialer Gerechtigkeit zur Ersatzreligion erklärt, die den traditionell „gnädigen Gott“ ersetze, so impliziert das, daß, weil Gott gnädig ist, der Mensch das nicht sein dürfe. Mit diesem Gedanken zeigt der Autor, daß er in der Tat „religiös unmusikalisch“ ist.
Und wenn es dann heißt, in der Sozialreligion übernehme der Staat eine göttliche Rolle, und weiter: die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeige, daß Deutschland immer tiefer in einen „Staatsgötzendienst“ hineingeraten sei, so wundert man sich, daß der Autor nicht bemerkt, daß er in einem Land des Sozialabbaus und der Privatisierungen lebt, daß wir immer mehr einem Marktgötzendienst anheimfallen.
Der Hauptstrom der vorgefertigten öffentlichen Meinung ist heute die Marktgläubigkeit; mit seinen Warnungen vor staatlichem Handeln zeigt der Autor, daß er viel mehr einer modischen Ersatzreligion verfallen ist als die, gegen die er aneifert.

Montag, 16. Juni 2008

EU und Mugabe – der Unterschied

Am Samstag, dem 14. Juni, zwei auffallend ähnliche Meldungen:
1. Die EU-Gewaltigen wollen das Nein des irischen Volkes zum Grundlagenvertrag nicht akzeptieren; als erstes wollen sie den irischen Premierminister zur Rechenschaft ziehen, weil er seine Aufsichtspflicht über sein Volk nicht ausreichend wahrgenommen hat.
2. Zimbabwes Präsident Mugabe will einen Sieg des Oppositionskandidaten bei der Stichwahl zur Präsidentschaft nicht dulden.

EU-Gewaltige und Mugabe – ist das das gleiche?
In ihrer Haltung zur Demokratie durchaus – man erinnere sich, das den im wesentlichen gleichen Vertrag unter dem Namen «Verfassung» schon zuvor das französische und das niederländische Volk verworfen hatten –,
nicht aber in ihrer Haltung zu den Menschenrechten. Während Mugabe harte Menschenrechtsverletzungen offenbar bewußt gezielt für sein Ziel einsetzt, gibt es in der EU demgegenüber nur weiche Menschenrechtsverletzungen.
Weiche Menschenrechtsverletzungen: damit ist gemeint, daß Verletzungen der Menschenrechte zwar in Kauf genommen werden, aber man hofft, daß sie möglichst nicht geschehen. Was etwa den Vertrag betrifft: freilich nimmt man durch ein Mehr an Markt weiteren Abbau des Sozialstaates in Kauf, freilich nimmt man durch den vorgesehenen Ausbau der Atomenergie Unfälle in Kauf, aber das ist es nicht, was man beabsichtigt. Lieber wäre es der Kommission und den Regierungen, wenn keine der neuen Atomkraftwerke in die Luft flögen und möglichst wenig Menschen in Europa, vor allem möglichst wenig Kinder (denn gerade das macht einen schlechten Eindruck) hungerten – so wie es ihnen lieber wäre, wenn bei den von ihnen nun doch noch mitzutragenden Streubombeneinsätzen möglichst keine Zivilisten verstümmelt würden, wenn möglichst wenig Menschen, die durch die Bahnreform von der Schiene auf die Straße gedrängt werden, dort Unfällen zum Opfer fallen.
Insofern gilt: EU-Gewaltige und Mugabe – das ist nicht das gleiche!

Informieren Sie sich: EU-Verfassungsentwurf - Diktatur der Konzerne?
Hintergrundpapier zur Verfassungsbeschwerde zum Vertrag von Lissabon
Eine Gefahr für die Bürgerrechte!
Engagieren Sie sich: Eine EU-Verfassung?!
Lesen Sie auch: Meneteqel!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Von der Notwendigkeit der Soutane...

....weiß der Dilettant.

Eßbarer Unernst

Unter diesem wunderlichen Titel finden sich in der tageszeitung (!) sehr abendländische Gedanken von Till Ehrlich über das moderne Essen.
Einige Kostproben:
«Der ganze Kram ist selbstverständlich "to go" verfügbar. Ob Suppe, Saft oder Latte macchiato, ob in der S-Bahn, der Tram oder im Auto, überall nuckeln und saugen erwachsene Menschen wie Kleinkinder an Pappbechern herum. ...
Es erinnert daran, dass Essen mal etwas mit fester Textur zu tun hatte. Doch es ist nur nostalgisches Zitat, mehr nicht. Schmeckt alles gleich und verwandelt sich beim Kauen sofort in süße Pampe. ...
Man könnte auch von einer Verachtung leiblicher Genüsse sprechen, die natürlich im Protestantischen - vorherrschend im XXXX-Futter-Heimatland - schon immer zu Hause war. Zudem waltet der genussfeindliche Ungeist der kantischen Moralethik, wonach der Geschmack bei den niederen Sinnen bleibt ...»

Dienstag, 10. Juni 2008

Vielleicht ein Bild von der ältesten Kirche (besser vielleicht: einer der vielen ältesten Kirchen) der Welt in Rihab/Jordanien.
In der Jordantimes von heute.

Montag, 2. Juni 2008

Von Gott ins Land geschickt ...

Wie ein mitteldeutscher Bischof über den Islam in Deutschland denkt: hier!

Freitag, 30. Mai 2008

Steuerehrlichkeit

Ein recht bekanntes Antiquariat; drei Taschenbücher zu je 3,50 suche ich mir aus: zwei Fachbücher und ein anderes interessantes. Bitte eine Quittung über diese zwei Bücher! «Aber ich kann dann doch den Gesamtbetrag, 10,50, daraufschreiben?» Nein, nur 7,--!
Wenn ich vom Staat mehr Steuerehrlichkeit fordere, damals darum die Abschaffung der Absetzbarkeit der doppelten Haushaltsführung abgelehnt habe, heute die der Pendlerpauschale, so muß ich das gleiche von meinen Mitmenschen und besonders von den Geschäftsleuten fordern.

Samstag, 24. Mai 2008

Gewissen ist «vergabefremd»

Der Chronist hat wieder einmal in der tageszeitung gelesen und sah sich daraufhin zu diesem sonderbaren Titel veranlaßt. Lesen Sie selbst!

Donnerstag, 22. Mai 2008

Privatisieren

Anhand eines Artikels in der tageszeitung entdeckt der Chronist hinter dem Banner der Freien Marktwirtschaft den diskreten Charme des Funktionärssozialismus wieder. Lesen sie selbst!

Mittwoch, 21. Mai 2008

Der Koptische Bischof für Deutschland erklärt den Altar

und die Taufe

gehaltvoll - schlicht - sehenswert!

Freitag, 16. Mai 2008

Geburtenrate und Kinderbetreuung

«Cloppenburg hat mit 1,9 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate Deutschlands» - «In Cloppenburg wurden 2007 ganze 2,2 Prozent der Kleinkinder in einer Einrichtung betreut, das sind 115 Kinder von gut 5.200» - « Ganze 59 Kinder besuchten 2006 eine Krippe» - so lese ich in der tageszeitung (9. Mai).

Donnerstag, 15. Mai 2008

Religionsfreiheit

Soll man die Religionsfreiheit für Muslime auf kaltem Wege abschaffen? Der Chronist plaidiert dagegen.

Samstag, 10. Mai 2008

Mit diesem Bild des Yorker Münsters der Hinweis auf ein Bild-Blog, das in keiner Randleiste fehlen sollte:
The Roving Medievalist

Mittwoch, 7. Mai 2008

Er hat sich nicht geändert

Öfters war in den letzten Jahren zu hören, der Internationale Währungsfonds habe sich geändert, sei nicht mehr so unsozial wie früher. Und nun lese ich in der tageszeitung:
«Unter dem Druck des Internationalen Währungsfonds und sich verschlechternder Wirtschaftsdaten hatte die Regierung von Ministerpräsident ... ... erst vor wenigen Wochen gegen den massiven Widerstand der Gewerkschaften eine so genannte Sozialreform durchgesetzt, die Arbeitnehmer in wesentlichen Punkten schlechter stellt. Das Rentenalter wurde deutlich heraufgesetzt und der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung stark verringert.»
Er hat sich also nicht geändert; würde er in der Bundesrepublik tätig, müßte man den Internationalen Währungsfonds auch heute noch als verfassungsfeindlich (weil gegen das Sozialstaatsgebot gerichtet) bezeichnen.

Bildungsmisere

Über Bildungsmisere, Politiker und die (nicht vorhandene) steuerliche Abzugsfähigkeit von Schulgeld meditiert das Diesellog.

Dienstag, 6. Mai 2008

Muttertag

«Nun stellte der Floristenverband klar: Muttertag ist am 11. Mai, der dieses Jahr gleichzeitig Pfingstsonntag ist. Fast alle Länder gestatteten Sonderöffnungszeiten am Feiertag. Damit stehe dem Geschenkekauf nichts mehr im Wege. (epd)» lese ich in der tageszeitung.
Somit ist es klar: Mutter wird am Muttertag im Laden stehen und Blumen oder was sonst auch immer verkaufen.

Mittwoch, 23. April 2008

In welch einem Staat leben wir ...

Nachdem wir so oft den Chronisten zitiert haben, haben wir nun einmal die Ehre, daß er uns zitiert. Allerdings muß man ihm lassen, daß er uns besser verstanden hat als wir selbst. Lesen Sie es nach!