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Mittwoch, 6. Mai 2020

«Aber vermissen die Kinder die Kita überhaupt?»

– so fragt eine Journalistin, Eiken Bruhn, in einer Zeitung, die sonst gerne auch politisch korrekte Meinungen verbreitet. Der Artikel ist lesenswert.
Ein Auszug: «In Deutschland hält sich hartnäckig das Gerücht, es sei der Entwicklung dienlich, am besten ab dem Alter von einem Jahr den halben bis Dreivierteltag in lärmigen Masseneinrichtungen ohne Rückzugsmöglichkeiten eingesperrt zu sein.
Zwar werden immer wieder Studien publiziert, nach denen eine qualitativ schlechte Betreuung vor allem Kleinkindern schaden kann. Aber darüber wollen nur die sprechen, die finden, dass Frauen an den Herd gehören. Bekannt ist auch, dass Kinder erst mit durchschnittlich drei Jahren vom Zusammensein mit Gleichaltrigen profitieren. Aber das volle Elterngeld wird eben nur im ersten Lebensjahr gezahlt. Oder dass Lärm gesundheitsschädlich ist und auch das kindliche Gehirn Pausen braucht.»
(Die Ligamina stehen so im Originalartikel)

Montag, 3. September 2018

Kein Säugling im Landtag

Eine Abgeordnete mit einem Säugling wurde im Thüringer Landtag des Saales verwiesen. Das dieses Vorgehen Mütter mit Säuglingen benachteiligt, ist bereits ausgiebig moniert worden. Doch der Chronist von Orietur Occidens sieht den eigentlichen Skandal anderswo.

Samstag, 27. Januar 2018

Die „Islamisierung Europas“ ist abgesagt

– das ist zu erfahren aus einem Gespräch mit dem Religionswissenschaftler Michael Blume im Deutschlandfunk (im Gespräch mit Andreas Main).
Mancherlei ist in diesem Gespräch darüber hinaus noch interessant:
So die Bedeutung der Religion für die Demographie: «Wir haben immer wieder den Befund, wenn sich die Religion auflöst, lösen sich auch Gemeinschaften auf und schrumpfen die Familien.»
So die Bemerkungen zu Thilo Sarrazin, der sich in seinem Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ auf die religionsdemographischen Überlegungen Michael Blumes bezogen hat. Dieser nun – also Sarrazins Quelle – merkt an, wie Sarrazin «mit Daten spielt und sie auch manipuliert, damit sie passen.»
So der Zwang, der von der sich verändernden Gesellschaft ausgeübt wird: «Also beispielsweise können sie mit einer Alleinverdiener-Ehe, wo nur der Mann verdient und die Frau zuhause bleibt, in einer Großstadt nicht einmal mehr die Miete bezahlen. Das bedeutet, Familienstrukturen müssen sich auch immer wieder ändern.Wenn sie das nicht tun, entsteht die sogenannte Traditionalismusfalle.» Was er nicht sagt – das ist ja nicht das eigentliche Thema des Gesprächs –, das ist, das diese Falle aufgestellt worden ist vom freien Markt, der heute das unterbindet, was vor einigen Jahrzehnten noch normal war.

Montag, 9. Oktober 2017

Die Wahlerfolge der Rechten in Deutschlands Fernem Osten

Es ist die Stellvertretende Chefredakteurin einer wenig kirchenfreundlichen Zeitung, die (wenn auch selber nicht recht überzeugt) eine bemerkenswerte Sicht dieser Wahlergebnisse bietet:
«In den Neunzigern, als die Skinheads Sächsische Schweiz die netten Jungs von nebenan gaben und ehrenamtliche Jugendarbeit leisteten. So besetzten Rechtsradikale eine Lücke, die die Politik zurück gelassen hatte. Den Mangel an Staat gleichen andernorts zivilgesellschaftliche Vereine oder die Kirche aus – wie etwa in der Flüchtlingshilfe. In Ostdeutschland fehlen diese Strukturen häufig.
Aufgrund der DDR-Geschichte fehlt im Osten ein starkes Netz kirchlicher Träger. Insgesamt engagieren sich in Ostdeutschland weniger Menschen ehrenamtlich. Frauen übernehmen eher ein Ehrenamt als Männer. In Ostdeutschland arbeiten mehr Frauen als in Westdeutschland, doppelt so viele Mütter in Vollzeit. Da ist wenig Zeit für Ehrenamt.»
(aus: Ist der Ruf erst ruiniert. Kommentar von Katrin Gottschalk. taz vom 2. 10. 2017)

Freitag, 16. September 2016

Solidarität mit dem Marsch für das Leben

Da ich selber nicht dabei sein werde, ein Zeichen der Solidarität von Orietur Occidens: eine Erörterung des Themas der Abtreibung.

Samstag, 30. April 2016

Kinderbetreuung auf den Spuren der DDR

In der DDR gab es Wochenkrippen, die Bundesrepublik ist fortgeschritten auf dem Weg dorthin. In Schwerin gibt es bereits für Mitarbeiter eines Krankenhauses zwar noch keine Krippen, wohl aber zwei «Kitas» (Kindertagesstätten), die täglich 24 Stunden arbeiten.
Nun wollen Polizei und Universität auch in Rostock eine solche aufmachen. Das Vorhaben wird vom Innenminister (CDU) unterstützt. Allerdings blockiert es noch der städtische Sozialsenator (Die Linke), weil durch solche ein Betreuungsangebot das Familienleben beeinträchtigt wird.

Donnerstag, 18. April 2013

Kinderkrippen schädigen das Gehirn


Grundsätzlich bin ich ja gegen die «Neuromythologie» (Felix Hasler), doch wenn die Gehirnphysiologie die Schädigung von Nervenzellen des Gehirns durch Kinderkrippen aufzeigt, so weiß ich sie an solcher Stelle doch zu schätzen.

Samstag, 10. November 2012

Nachruf auf «Mutti»

Solch guten Kommentar zu diesem Thema hätte ich der tageszeitung gar nicht zugetraut.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Externer Zugriff auf Kinder

Armut vererbt sich, lese ich in einem Zeitungsartikel, der freilich keine sonderlichen Überraschungen bietet; Arme erreichen weniger Bildung – was nicht überrascht; das hatte ich auch selber schon erklärt.
So lese ich den Artikel nur oberflächlich; erst eine Leserbriefschreiberin, Frau Claudia Wolff, weist einige Tage später auf die Menschenverachtung des AWO-Vorsitzenden hin, die der Artikel gegen Ende referiert: «Das von der CSU angestrebte Betreuungsgeld hält er angesichts der Ergebnisse für wenig förderlich, weil es den externen Zugriff auf benachteiligte Kinder erschwert.» – «externen Zugriff» auf die Kinder der Armen wünscht er.

Samstag, 7. Januar 2012

Was Müttern in Europa wichtig ist

- das habt Ihr ja auf kath.net schon lesen können; aber um gegen das Verschweigen anzugehen, sei hier die Adresse der Studie wiederholt:
Umfrage unter Müttern in Europa

Donnerstag, 10. November 2011

Die Kinder wirtschaftsfreundlich entsorgen

und damit letztlich das Familienleben gleich mit: das ist der Trend unserer Zeit.
Um so erfrischender ist es, ausgerechnet in der tageszeitung, die im schlechten wie im guten Sinne als nach links tendierend gilt, von Barbara Dribbusch, einer angesehenen Journalistin, die sicher nicht zum konservativen Spektrum zählt, ein Plaidoyer für Zeit für die Familie zu lesen.

Mittwoch, 11. März 2009

Wirtschaftsgerechte Entsorgung von Kleinstkindern – etwa doch nicht mehr?

Schon wiederholt wurde uns berichtet über die ständigen Forderungen von Politikern, Kleinkinder zu kasernieren, um die Eltern ganz für die Wirtschaft verfügbar zu machen.
Wenn aber wirkliche Probleme auftreten, sieht alles ganz anders aus. «Die [Zahl] der Gewalttaten [in Schleswig-Holstein] nimmt zu. Unter den Tätern sind immer mehr Jugendliche», lese ich in der tageszeitung; Innenminister Lothar Hay: «„Der Anstieg der Rohheitsdelikte ist ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung, in den wir nicht sorgenfrei sehen dürfen.“ Hay erklärte, dass die Politik sich diesem Problem widmen müsse. Schuld seien oft die Elternhäuser, die ihrer Verantwortung nicht nachkämen.»

Freitag, 16. Mai 2008

Geburtenrate und Kinderbetreuung

«Cloppenburg hat mit 1,9 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate Deutschlands» - «In Cloppenburg wurden 2007 ganze 2,2 Prozent der Kleinkinder in einer Einrichtung betreut, das sind 115 Kinder von gut 5.200» - « Ganze 59 Kinder besuchten 2006 eine Krippe» - so lese ich in der tageszeitung (9. Mai).

Mittwoch, 19. März 2008

Verbindung von Familie und Beruf

Zu diesem Thema unserer Tage hat der Chronist das vielleicht hellsichtigste Urteil in einem 75 Jahre alten Buch gefunden.
Lesen sie nach bei Dietrich von Hildebrand:

Montag, 25. Februar 2008

Konsens von Kirche und Psychologen

Wo es um die Kinderbetreuung geht, gibt es einen Konsens von Kirche und Psychologen - nun wissen wir das, was selbstverständlich ist, ganz offiziell: http://www.psychoanalyse-aktuell.de/kinder/krippenausbau.html
Wann werden es uns auch die Politiker glauben?

Freitag, 14. Dezember 2007

Wie lenkt man Familien auf den rechten Weg?

Ein Interview mit einer Dame vom Deutschen Frauenrat veranlaßt den Chronisten, die Denkweise zu ergründen, die hinter dem Kampf gegen das Ehegattensplitting steht.
Bei diesem Thema lohnt es sich auch, sich an Kommentar «mittendrin» zum «Gluckengehalt» zu erinnern.

Dienstag, 27. November 2007

Spannendes aus der Pädagogik

I. Im Lokalteil der tageszeitung lese ich von der einzigen «Schule in Niedersachsen, in der von der ersten Klasse an bilingual unterrichtet wird: Hochdeutsch und Plattdütsk. Neuerdings in Zusammenarbeit mit der Ostfriesischen Landschaft in Aurich, die den Unterricht auswertet.
Die Idee dazu ging aus einem EU-Projekt zur frühen Mehrsprachigkeit hervor, und das lief so gut, dass die Schule weitermachte und jetzt bereits die zweite Schülergeneration zweisprachig lernt. Neben Mathe wird in Klasse 2a der Simonswolder Grundschule auch im Sachunterricht und in Religion nur platt gesprochen.»
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II. Ebenda, wenige Tage später: «Wir kennen nur Studien, die nachweisen, dass Kinder, die zu Hause sozialisiert worden sind, später die „besseren“ Bürger sind, sich mehr ehrenamtlich engagieren, häufiger wählen gehen. Und in ganz überwältigender Anzahl wollen sie ihre Kinder auch zu Hause bilden.»
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Dienstag, 24. April 2007

Woraus ist die aktuelle Diskussion um Kleinstkinderbetreuung entstanden?

Mal wird der Ausbau der «Kinderkrippen» mit der Gleichberechtigung der Geschlechter begründet, mal mit den Notwendigkeiten des Wirtschaftslebens – dabei fällt auf, daß immer sich die Familie der Wirtschaft anpassen soll, nie die Wirtschaft in die Pflicht genommen wird.

Das aber ist nicht alles; es geht letztlich ums Menschenbild, um die Bewertung der menschlichen Beziehungen. Die Unlust auf den Umgang mit Kindern, die hier eine gewichtige Rolle spielt, die Neigung, alles lieber der Arbeitswelt zu delegieren, sich selbst und die Betreuung der Kinder, das wurde kürzlich in einem Zeitungsartikel recht klar ausgesprochen. Ein Anlaß für eine kurze Analyse.