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Mittwoch, 6. Mai 2020

Schulen in Zeiten von Corona

Die ersten Schulen haben wieder geöffnet. Bundesbildungsministerin und Lehrerverband fordern Niqabpflicht; Kopftuchverbote bleiben davon unberührt.

Montag, 17. Juni 2019

Es ist Haß, zielt auf Menschen

Eine Veranstaltung der Lokal-Rechten zeigt, daß das, was diese Leute umtreibt, nicht als Xenophobie oder Islamophobie abgetan werden kann. Der Chronist von Orietur Occidens mußte es wahrnehmen.

Samstag, 8. Juni 2019

Kopftuchverbot

Ein Kopftuchverbot für Mädchen, fürs Grundschulalter in Österreich schon verwirklicht, in Bundesdeutschland von vielen, auch von offizieller Seite, gewünscht, gefordert, und nicht unbedingt nur fürs Grundschulalter. Die angeführten Begründungen sind absonderlich; was dahintersteht, ist zunächst der Kampf gegen den Islam. Aber es geht eigentlich nicht nur gegen den Islam, es geht um mehr – und darum muß es auch Christen beunruhigen.
Der Chronist von Orietur Occidens analysiert.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Zu Gast bei muslimischen Freunden

suchte der Chronist von Orietur Occidens den rechten Weg, der Bekenntnis angemessen mit Rücksichtnahme verbindet.
Er nennt seinen Lösungsversuch.

Montag, 16. April 2018

WAS IST EIGENTLICH ABENDLÄNDISCH?
Was uns unterscheidet von ...

Zur Bewahrung und Förderung der abendländischen Kultur hat sich bald nach der letzten Jahrtausendwende die Sodalitas Orietur Occidens zusammengeschlossen. Gut ein Jahrzehnt danach tauchte plötzlich der Begriff Abendland von ganz anderer Seite auf: „Patrioten“ wenden sich gegen eine „Islamisierung des Abendlandes“.
Nun wünscht sich in der Tat kein abendländischer Mensch eine Islamisierung des Abendlandes. Und es gibt viele Aussagen von jenen Leuten, die durchaus gut abendländisch klingen. Doch im Kern stehen sie dem wirklichen Abendland fern.
Was nun unterscheidet den wirklichen Abendländer vom vorgeblichen? Ein Auszug aus dem neuen Heft zu Ehren der heiligen Ewald & Ewald gibt Antwort.

Samstag, 27. Januar 2018

Die „Islamisierung Europas“ ist abgesagt

– das ist zu erfahren aus einem Gespräch mit dem Religionswissenschaftler Michael Blume im Deutschlandfunk (im Gespräch mit Andreas Main).
Mancherlei ist in diesem Gespräch darüber hinaus noch interessant:
So die Bedeutung der Religion für die Demographie: «Wir haben immer wieder den Befund, wenn sich die Religion auflöst, lösen sich auch Gemeinschaften auf und schrumpfen die Familien.»
So die Bemerkungen zu Thilo Sarrazin, der sich in seinem Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ auf die religionsdemographischen Überlegungen Michael Blumes bezogen hat. Dieser nun – also Sarrazins Quelle – merkt an, wie Sarrazin «mit Daten spielt und sie auch manipuliert, damit sie passen.»
So der Zwang, der von der sich verändernden Gesellschaft ausgeübt wird: «Also beispielsweise können sie mit einer Alleinverdiener-Ehe, wo nur der Mann verdient und die Frau zuhause bleibt, in einer Großstadt nicht einmal mehr die Miete bezahlen. Das bedeutet, Familienstrukturen müssen sich auch immer wieder ändern.Wenn sie das nicht tun, entsteht die sogenannte Traditionalismusfalle.» Was er nicht sagt – das ist ja nicht das eigentliche Thema des Gesprächs –, das ist, das diese Falle aufgestellt worden ist vom freien Markt, der heute das unterbindet, was vor einigen Jahrzehnten noch normal war.

Dienstag, 1. August 2017

Kircheneintritte und muslimische Flüchtlinge

Im Jahre 2016 sind in die katholische Kirche 9.100 Menschen eingetreten, in die protestantischen kirchlichen Gemeinschaften 25.000. Eine blamabel geringe Zahl im Vergleich zu den Austritten: aus der katholische Kirche 182.000, bei den Protestanten 210.000.
Die Bilanz ist demnach für die katholische Kirche günstiger; doch das ist ein sehr schwacher Trost.
Es treten eben doch viel mehr Menschen bei den Protestanten ein als in die katholische Kirche. Natürlich können bei ihnen mehr wiedereintreten, weil mehr ausgetreten sind; aber das ist nur eine sehr unzureichende Erklärung der Zahlen. Vielmehr höre ich angesichts der Scharen von Muslimîn, die zur Zeit sich nach Deutschland flüchten, ständig von den vielen, die sich in protestantischen Landes- und Freikirchen zum christlichen Glauben bekehren; daß solches in der katholischen Kirche geschieht, davon höre ich nicht.
Wo bleiben wir, wo bleibt die Kirche mit ihrem missionarischen Einsatz?

Samstag, 29. Juli 2017

Totalitärer Laïzismus

Ein Verbot der „Ganzkörperverschleierung“, wie es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jetzt gebilligt hat, braucht Christen nicht zu stören – wohl aber die Urteilsbegründung.
Der Chronist von Orietur Occidens referiert.

Montag, 20. März 2017

Der Europäische Gerichtshof urteilt gegen Musliminnen

Sonderbar: wir sind ja durchaus gegen eine Islamisierung des Abendlandes; nichtsdestoweniger sehen wir immer wieder Anlaß, für die Muslimîn hierzulande einzutreten.
Denn das geeignete Mittel, solch eine Islamisierung zu verhindern, ist nicht, Muslimîn schlecht zu behandeln – das fördert nur deren Radikalisierung (siehe: Lob der Grauzone) –, sondern sie zum christlichen Glauben zu bekehren; und das heißt zunächst, ihnen gegenüber selber sich christlich zu verhalten.
Daher moniert der Chronist von Orietur Occidens wieder ein gegen Musliminnen gerichtetes Urteil.

Dienstag, 7. Februar 2017

Leitkultur

Es scheint eine Sache zu sein, wenn konservative Bayern solches fordern, eine ganz andere, wenn es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert, freilich das Odium des Begriffs vermeidet, in der Sache allerdings eher noch weiter geht.
Der Chronist von Orietur Occidens (Mor. VI v. 3. 11. 2016, Nachtr. v. 10. 1. 2017) hat dazu Anmerkungen zu machen.

Samstag, 19. November 2016

Leitkultur

Ein Begriff und eine inhaltsleere Debatte, analysiert vom Chronisten von Orietur Occidens (3.11.2016).

Samstag, 5. November 2016

Schlimmes ist in Rom geschehen – aber was bedeutet das?

Una furia, un folle, forse drogato“, ein „offenbar geistig verwirrter Mann“ hat in Sta. Prassede und drei weiteren römischen Kirchen schwere Schäden an Statuen angerichtet.
Als Motiv äußerte er nur: „L'uso di queste immagini non va bene – der Gebrauch dieser Bilder ist nicht in Ordnung“. Demnach anscheinend religiöse Gründe. Ist er Muslim? Möglich: er ist Ghanese, dort gibt es im Norden des Landes eine muslimische Minderheit. Aber irgendeiner terroistischen Organisation gehört er offenbar nicht an. Und Bilderstürmer gab es auch unter den Calvinisten – kommt er vielleicht aus einer „christlich“-fundamentalistischen Sekte? Der Mann erschien geistig verwirrt – da ist vieles denkbar.

Was auch immer das bedeutet: jedenfalls nicht eine drohende Islamisierung des Abendlandes. Mich freut es, daß so viele muslimische Flüchtlinge in Deutschland sich zum christlichen Glauben bekehren, und mich schmerzt, daß die katholische Kirche daran so wenig beteiligt ist.

Was aber unser christliches Abendland betrifft, so gelten die umformulierten Worte des Fürsten v. Metternich: «Verschwindet das Abendland, so geschieht es, weil es sich selbst aufgibt.»

Samstag, 7. Mai 2016

Lob der Grauzone

Das Grundsatzprogramm, das jetzt eine in etlichen bundesdeutschen Landtagen vertretene Partei verabschiedet hat, das gegen den Islam gerichtete Einschränkungen der vom Grundgesetz gewährleisteten Religionsfreiheit (Art. 4) fordert, gibt dem Chronisten von Orietur Occidens Anlaß, die christliche Haltung dem Islam gegenüber zu darzulegen.

Montag, 14. März 2016

Sind AfD und Christentum vereinbar?

Familie, Gender, Abtreibung – ein Mitglied der Partei meinte, so wurde mir kürzlich hinterbracht, vertrete den katholischen Standpunkt wie keine andere Partei.
Im Détail mag es da Übereinstimmungen geben; aber im Ganzen sehe ich anderes:
Schon im Blick auf die Familie – Frau Petrys Meinung zur Kleinstkinderkasernierung habe ich ja längst schon moniert: Das gar nicht so andere Gesicht der AfD.
Und daß ein Christ (Ex. 22,20; 23,9; Deut. 10,19), ein Katholik („kath’ hólon“) Ausländer und damit auch Flüchtlinge nicht ablehnen kann, ist klar. Die AfD aber will das Grundgesetz ändern, um Flüchtlinge außen vor zu halten.
Nun wurde auch (von einer Quelle, die man nicht gerne nutzt, die aber in diesem Fall auch von seriöseren Medien zitiert wird) aus dem Entwurf für das neue Parteiprogramm der AfD veröffentlicht, daß die AfD die Beschneidung muslimischer und jüdischer Jungen verbieten will, ebenso das Schächten für Muslimîn und für Juden.
Daß solche Verbote Juden gegenüber antisemitisch sind, ist früher schon bei Orietur Occidens ausführlich dargelegt worden: Beschneidung – immer noch bekämpft.
Und die AfD findet laut Parteiprogrammentwurf, eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sei „mindestens übergangsweise“ sinnvoll.

Dankenswerterweise hat vor wenigen Tagen auch die hochgeschätzte Claudia Sperlich ein Positum veröffentlicht, das dieses Thema behandelt: Die Meinung der anderen.

Nachtrag vom 23.III. (Annuntiatori gratias): Im jetzt veröffentlichten Parteiprogrammentwurf sind die antisemitischen Passagen (cum grano salis) gestrichen, damit auch die damit zusammenhängenden antiislamischen Forderungen. Antiislamische Einschränkungen der Religionsfreiheit bleiben allerdings bestehen.

Montag, 22. September 2014

Eigentlich geht es nur um den Schleier ...

Auf einen schon etliche Monate alten Gerichtsbeschluß ist der Chronist von Orietur Occidens gestoßen, einen Beschluß, gegen den zwar für den konkreten Fall wenig zu sagen ist, der aber in der Begründung Sätze enthält, die keineswegs nur Muslimîn Grund zur Sorge bieten.

Freitag, 16. August 2013

Der sich weltanschaulich neutral nennende Staat

ist gegenüber der politisch korrekten Quasi-Religion nicht gerade neutral. Der Chronist von Orietur Occidens stellt gegenüber.

Dienstag, 5. Juni 2012

Das Europa des Bundespräsidenten und das meine

«Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt, hat er die Aufklärung erlebt, gar eine Reformation?» lese ich Joachim Gauck zitiert. Verstehe ich den Bundespräsidenten recht, daß ein Islam, der eine Reformation erlebt hätte, mehr zu Europa gehörte als ein einfach nur islamischer Islam? Verstehe ich ihn recht, daß «erlebt» nicht nur heißt, trauriger Zeuge geworden zu sein, sondern auch davon betroffen gewesen zu sein?
Ich selber meine nicht, daß der Islam zu Europa gehöre, doch habe ich zuviel Respekt vor dem Gewissen muslimischer Menschen, als daß ich ihnen vorschreiben wollte, welcher Art ihr Islam sein solle, dem sie anhängen (wohl habe ich eine Meinung, welcher Religion sie besser angehörten).
Doch zurück zum Herrn Bundespräsidenten: meint er dann etwa auch, daß Christen mehr zu Europa gehören, wenn sie eine Reformation «erlebt» hätten?
Mir scheint, das Europa des Herrn Bundespräsidenten ist nicht das meine – mein Europa ist aus der Veredlung der griechisch-römischen Kultur durch ein gänzlich unreformiertes Christentum gebildet worden.

Freitag, 7. Oktober 2011

Und das Wichtigste?

Eine in Deutschland aufgewachsene Journalistin türkischer Herkunft interviewt ihren eigenen Vater zum Thema ihrer Erziehung zwischen den Kulturen. Ihr Résumé: «Im Nachhinein finde ich, du hast es gut gemacht.»
Konkret: «Du musstest dich gleich zwei Gesellschaften stellen, der deutschen und der türkischen, und nicht nur dich und deine Entscheidungen, sondern auch mich verteidigen.» Er entgegnet: «Das Wichtigste war, mich vor Allah verteidigen zu können. Was die Leute reden, ist vergänglich. ... Aber weil du alles anders machen wolltest, befürchtete ich, du wendest dich von Allah ab. Deshalb hab ich dir immer gesagt: Egal wie du lebst, verlier nie deinen inneren Glauben. Glaub an Allah, er wird dich immer weisen. Das ist der Islam, wie ich ihn verstehe. Ich hatte Angst, dass du den Rat nicht ernst genug nimmst.»
Ich mußte an die Worte denken, die man unter Deutschen oft als Glückwunsch hört: «Und das Wichtigste: Gesundheit!» Wie peinlich ist das doch angesichts dieser Worte eines Muslims.

Freitag, 8. April 2011

Wird der Islam domestiziert?

Ein Interview mit Annette Schavan zum Thema: Umgang mit dem Islam in Deutschland.
«Der Islam ist selbstverständlich Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland», lese ich da einerseits, «Wir wollen über eine Weiterentwicklung des Islam reden – so, wie wir sie oft verbinden mit den Prozessen der Aufklärung» andererseits. Ich sympathisiere nicht mit dem Islam, darum braucht mich das nicht zu stören. Aber: wenn ich Muslim wäre, wollte ich sicher nicht meinem Glauben von westlichen Politikern weiterentwickeln lassen. Unbehagen allerdings verspüre auch ich: wenn das heißt (was mir die naheliegende Folge zu sein scheint), daß der Islam der «political correctness» unterworfen würde, einem Religionssurrogat, das geistig leerer und uns Christen gegenüber feindseliger als der Islam ist, so wäre das wenig erfreulich für uns.
Doch bedeutsamer erscheint mir etwas anderes:
Frau Schavan wird darauf angesprochen, daß nunmehr «muslimische Verbände bei der Berufung von Professoren bei den islamischen Studien ein Mitspracherecht haben»; sie antwortet: «Klar ist: Der Beirat der muslimischen Verbände entscheidet nicht über die Berufungen. Das entscheidet die Universität». Und «wenn die Hochschule einen zu refomfreudigen muslimischen Theologe berufen will und der Beirat sagt: Nein?» – «Dann kann ich nur raten, der Wissenschaft zu folgen. Die wissenschaftliche Reputation muss der relevante Faktor sein. Und ein Beirat müsste schon sehr gewichtige Gründe haben, ein eindeutig wissenschaftliches Votum zu übergehen.»
Was mich beschwert, ist die Wissenschaftsgläubigkeit, die sich darin zeigt. Ich erinnere mich, wie Professor Hans-Joachim Schulz (er hatte zuvor «Die apostolische Herkunft der Evangelien» [Freiburg 1993] veröffentlicht) erzählte, daß, als er als Liturgiewissenschaftler die Liturgie als Sitz im Leben (wie das auf theologesisch heißt) besonders des Johannesevangeliums aufgewiesen hatte und dadurch und natürlich durch Quellenstudium diese apostolische Herkunft der Evangelien hatte untermauern können, Neutestamentler, denen er seine Erkenntnisse vortrug, ihn «mit haßerfüllten Augen» angeblickt hätten. Und er fragte, etwas suffisant, warum denn eigentlich die sich nicht gefreut hätten, daß er so für ihren Forschungsgegenstand solch ehrwürdigen Ursprung hatte nachweisen können. – Jeder Theologe könnte sicher etliches an vergleichbaren Erfahrungen schildern.
So nun steht es nicht selten mit der Wissenschaftlichkeit der Wissenschaft.
Wissenschaftsgläubigkeit? oder doch Feindschaft gegen die Religion?
Was mich beunruhigt, ist, daß so, wie Frau Schavan und andere Politiker den Islam handzahm zu machen planen, sie es mit dem Christentum schon lange leider nicht ganz erfolglos in Arbeit haben.