Samstag, 29. März 2014

Politisch korrekte Sumpfblüten

Rassismus durch die Hintertür zeigen „politisch korrekte“ Kräfte im Berliner Abgeordnetenhaus. Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.

Freitag, 14. Februar 2014

Samstag, 1. Februar 2014

Sie wissen es also doch

Die „Jakobivesper“ in unserer altehrwürdigen Stadtkirche bietet ein schönes Stück Oekumene. Der Chronist von Orietur Occidens war dabei.

Samstag, 18. Januar 2014

Was haben die neue Liturgie und die Händies gemein?

Es klingt ja lustig, aber Traditio Liturgica hat dabei doch Spannendes zu sagen.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Der Bahnkunde als Feind

ist der Titel eines Artikels – nicht ohne Grund.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Wie der Geist des Konzils das Licht der Welt erblickte


Die Bilanz, die Kardinal Siri über die Arbeiten der ersten Periode zog, war beunruhigend:
"Das Konzil hat enthüllt:
dass sich eine vage Form von Leitung der Kirche abzeichnet, die von der deutschsprachigen Gruppe und deren Verwandten oder Nachbarn repräsentiert wird. Diese ist auch aliquatenus organisiert. Es ist ein sehr partieller Versuch, von dem man nicht mit Sicherheit behaupten kann, dass ihn jemand als klaren und gewollten Plan im Kopf hat, aber er ist in den Fakten enthalten;
dass es eine Wut auf die Vernunft, die Theologie und das Recht gibt. Man siehe das Ziel des Kerygmalismus, das oft darin besteht, Tradition, Ecclesia etc. zu eliminieren. Dies geschieht eher unbewusst als bewusst, wird aber gestützt durch fehlende Intuition derjenigen, die möglichst alles an die Protestanten, die Orthodoxen etc. anpassen wollen;
dass in vielen Fällen die Literatur, nicht die Theologie vorherrschend ist. Viele schöne und auch gute Ausführungen sind literarische Betrachtungen des Dogmas und behandeln dieses nicht an sich; dass man von einer Theologia nova spricht und dass ihr Konzept und auch ihr Ziel ziemlich obskur und eventuell gefährlich erscheinen. Der Terminus Theologia nova ist von einem belgischen Theologen auf dem Konzil geprägt worden.
Das Klima, das diese erste Phase der Debatte kennzeichnete, wurde von Melissa Wilde als „kollektive Erregung“ bezeichnet. Mit diesem Terminus definiert der Soziologe Durkheim „den Zustand, in dem sich die Menschen befinden, wenn ... sie glauben, in eine Welt versetzt zu sein, die von derjenigen, die sie vor Augen hatten, völlig verschieden ist“. Dieser seelische Zustand ist aus Sichtweise der Soziologen die Frucht interpersonaler Beziehungen einer großen Gruppe von Personen, die zum ersten Mal zusammengekommen sind und ihrem ,Zusammensein‘ in einem Klima der Euphorie einen Sinn zusprechen. „Ein euphorischer Zustand“, erklärt nochmals Wilde, „ist das Ergebnis Zusammenkommens von Individuen, in diesem Fall, um Ehre zu erweisen, um zu diskutieren und um sieh für die Veränderung einer altehrwürdigen Institution, an die alle glühend glauben, einzusetzen.“
Dieses Phänomen ist unter den Historikern wohlbekannt. Ronald A. Knox hat eine gründliche Studie über den „religiösen Enthusiasmus“ erstellt und darin aufgezeigt, dass das Modell des „charismatischen Enthusiasmus“ ein seit den Zeiten der montanistischen Häresie stets wiederkehrendes Modell darstellt. Die Briefe von Msgr. Helder Cämara scheinen ein typisches Beispiel für dieses Klima der Selbsterhöhung zu liefern, die mit wenig geistlicher Unterscheidungsgabe dem Wirken des ,Heiligen Geistes‘ zugeschrieben wurde. Es überrascht daher nicht, wenn viele Bischöfe, die während des Konzils von P. Rocco Caporale interviewt wurden, ihre persönliche Erfahrung der ersten Sitzungsperiode auf den ,Heiligen Geist‘ zurückführten. In dieser Sitzungsperiode begann der ,Geist des Konzils‘ zu einem ,locus theologieus‘ zu werden.

Aus: Roberto de Mattei
Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte
Stuttgart (2) 2012

Donnerstag, 9. Januar 2014

Nagelprobe für den Freien Markt

I. Herr Riester hat als zuständiger Minister die Altersvorsorge teilweise dem Markt überantwortet.

II. In Großbritannien herrscht heutzutage für Mietwohnungen der Freie Markt.

Die Folgen sind notiert in der Chronik von Orietur Occidens.

Der Kardinal und ich

– beide haben wir am Fest der Erscheinung (wir hatten uns im Dom zu Köln zum Hochamt getroffen) die Veröffentlichung der Festtermine vergessen. Ich habe es nun nachgeholt.

Samstag, 28. Dezember 2013

Wiederholt sich Unheil aus der Kirchengeschichte?

Das Unheil der Franziskaner der Immaculata schmerzt; und es lädt zu einem unschönen Vergleich ein. Lest Näheres bei Orietur Occidens!

Freitag, 13. Dezember 2013

Zu Kölles Kircheninitiative...

... auf Gesichtsbuch gehts hier.

Samstag, 7. Dezember 2013

Wer ist hier Humanist?

Der „Europäische Humanistische Verband“ unterstützt den fatalen Estrela-Bericht und diffamiert dessen Gegner (der Estrela-Bericht will Abtreibung als Menschenrecht bezeichnen und sogar Ärzten und Pflegekräften die Gewissensfreiheit aberkennen, wenn sie sich dem Handwerk des Tötens entziehen wollen).
Ich bin auf einem humanistischen Gymnasium erzogen worden, darf mich als Humanisten bezeichnen. Als Humanist erkläre ich, daß Denken und Haltung des „Europäischen Humanistischen Verband“ (ebenso wie der inländischen „Humanistischen Union“) nichts mit Humanismus gemein hat. Auf Abtreibungen bezogen: auch ein rein humanistisches Dokument, der Hippokratische Eid, verpflichtet Ärzte ausdrücklich, sich nicht an Abtreibungen zu beteiligen.

Was eigentlich heißt „Freihandel“?

was ist das für eine neuheidnische Gottheit, der die moralischen Grundlagen des Rechts geopfert werden sollen?
Aus gegebenem Anlaß empfielt der Chronist von Orietur Occidens, aktuellen Forderungen von WTO, Industrieländern und deutscher Regierung die Heilige Schrift gegenüberzustellen.

Freitag, 22. November 2013

Hans Küng und die Heilige Schrift – eine Gegenüberstellung

zum Thema von Demenz und Euthanasie bietet der Chronist von Orietur Occidens.

Dienstag, 19. November 2013

Seit vielen Jahren habe ich das in keiner Pfarrkirche mehr gehört

– aber von unserem Kaplan (der einmal neu war), der über das Dies irae predigt, erfährt man es wieder: das man, mit entsprechendem nicht gutem Willen, auch in die Hölle kommen kann.

Samstag, 16. November 2013

Noch einmal „Wer eigentlich ...“

Die neue EKD-Schwaetzer im Gespräch mit dem Domradio:
«Schwaetzer: Sich nicht mit den Initiatoren des Marschs für das Leben auf eine Stufe zu stellen, bedeutet nicht, dass man nicht hoch engagiert für den Erhalt des Lebens und für den Lebensschutz kämpft, aber auf eine andere Art. Ich halte es da wirklich mit Papst Franziskus, der ja an dem Tag vorher in Rom noch darum gebeten hat, Barmherzigkeit zu zeigen, auch für die Frauen, die in einer schweren Notlage sich für eine Abtreibung entscheiden. Mit dieser Haltung kann ich mich sehr gut identifizieren.»
In einer Anmerkung weist die Redaktion dankenswerterweise darauf hin, was der Papst zu diesem Thema gesagt hat:
Papst Franziskus laut Radio Vatikan:

«Franziskus unterstützt „Marsch fürs Leben“
Papst Franziskus unterstützt den am Samstag stattfindenden „Marsch für das Leben“ durch das Zentrum Berlins. In einem Brief aus dem Vatikan dankt er für den „tatkräftigen Einsatz“. ... Wörtlich heißt es demnach in dem Schreiben: „Gerne verbindet sich Seine Heiligkeit mit den Teilnehmern am Marsch für das Leben im Gebet und bittet Gott, alle Bemühungen zur Förderung des uneingeschränkten Schutzes des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen mit seinem Segen zu begleiten.“ ...»

Donnerstag, 14. November 2013

Ist es Angst?


Das neue „Gotteslob“ – erste Durchsicht


von Ulrich Terlinden

Das neue Gotteslob ist gedruckt und wird gerade an die Gemeinden ausgeliefert. Nach einigen Tagen des Studiums ist mein Eindruck durchaus gemischt.

LIEDER
Der Liedteil hat gegenüber dem Vorgängerbuch sehr gewonnen: Viele schöne neue Lieder sind hinzugekommen, nicht wenige qualitätvolle aus der protestantischen und anglikanischen Tradition. Ich freue mich über die deutsche Fassung von Veni, veni, Emmanuel (nGL 222, leider mit dem politisch korrekten „Immanuel“, der ja doch über das lateinische „Emmanuel“ zu uns gefunden hat). Manche Hymnen aus dem Stundenbuch haben mit schönen Melodien Einzug gehalten.

Wenige liebgewonnene Lieder sind entfallen. Warum dazu auch das beliebte Zieh an die Macht, du Arm des Herrn (aGL 304) gehört, entzieht sich meiner Kenntnis. Waren die „Macht“ Gottes und der „Kampf“ der Gläubigen Stein des Anstoßes?

Manche Lieder haben ihren alten Text wiederbekommen (so kommt in Sagt an, wer ist doch diese „die Braut“ wieder „aus Nazaret“ – immer noch ohne „h“). Schön ist auch, daß Herz Jesu, Gottes Opferbrand und Herr, ich bin dein Eigentum Aufnahme gefunden haben. Schade ist, daß die unpopuläre Melodie von Alle Tage sing und sage nicht durch die sogenannte alte ersetzt oder wenigstens ergänzt wurde. Gleiches gilt für Maria, breit den Mantel aus. Bedauerlich auch, daß die dritte Strophe von Beim letzten Abendmahle bei der dünneren jüngeren Fassung „aus liebevollem Sinn“ bleibt, statt zu „am blutgen Kreuzaltar“ zurückzukehren. Bei Christ ist erstanden hat man die „Zwitter“-Melodie des alten Gotteslob beibehalten, die ein Kompromiß zwischen katholischer und protestantischer Fassung sein wollte. Das Evangelische Gesangbuch von 1996 (EG 99) hat die Fassung des alten Gotteslobs übernommen, aber die veränderte, jubelnde Melodie der Halleluja-Strophe beibehalten. Das neue Gotteslob ignoriert dieses Entgegenkommen der Protestanten und bleibt bei der 1970er-Jahre-Fassung. Aber sei’s drum. Insgesamt ist der Liedteil des neuen Gotteslobs ein Gewinn!

LITURGISCHER TEIL
Auch der liturgische Teil kann sich sehen lassen: Messe, Laudes und Vespern sind mit Lesungen und Orationen versehen, so daß man im Notfall keine liturgischen Bücher braucht. Schön, daß es nun eine Totenvesper gibt. Auf die Stundenbuch-Hymnen hatte ich schon hingewiesen. Die Responsorien enden auf „Ehre sei dem Vater...“ und nicht mehr auf „Singt das Lob des Vaters...“, wie man auch bei den Psalmen, deren Ton und Sprachfluß es verlangen, den Mut zum Dativ-E hatte („Ehre sein dem Vater und dem Sohne...“).

68 Psalmen haben Aufnahme gefunden; im alten Gotteslob waren es (je nach Zählweise) 76. Zum Teil sind sie jetzt ungekürzt (etwa Ps 121/122, aGL 692, nGL 68), aber eben nur zum Teil: In Ps 136/137 (nGL 74) oder Ps 138/139 (nGL 657) fehlen nach wie vor die von Papst Paul VI. als unchristlich verdammten Verse – und zwar ohne daß das angemerkt wäre. Diese Unterlassung hat dann doch einen merkwürdigen Beigeschmack.

Die lateinischen Ordinariumsgesänge (Choral ist unschön immer noch im 5-Linien-System wiedergegeben) sind um das wunderbare Kyrie der 11. Messe (für Sonntage) erweitert. Leider ist im Meßteil nur der II. Kanon abgedruckt – allerdings in der revidierten Textfassung, die ja nun, wie man hört, doch nicht erscheinen soll.

LITANEIEN
Die Litanei vom Heiligsten Sakrament im alten Gotteslob (767) war geistlich tief und auch gut für eucharistische Betstunden mit leseschwachen Kindern und Jugendlichen geeignet; sie ist nun ersetzt durch die Litanei von der Anbetung Christi (nGL 562), die auch schön ist, aber mit einem einzigen, recht langen Kehrvers und ohne Bitten auskommt. 

HAUSANDACHTEN
Eine häusliche Adventsfeier ist sicher eine gute Idee. Eine eigene für den Heiligen Abend, die ja nur einmal im Jahr zu gebrauchen ist, ist vielleicht – von der Vergabe des zur Verfügung stehenden Platzes her – ein wenig „opulent“.

GEBETE UND ANDACHTEN
Der Gebetsteil des neuen Gotteslobs ruft Beklemmung hervor. Gegenüber dem Vorgängerbuch ist bei Andachten wie „privaten“ Gebeten ein fast vollständiger Kahlschlag erfolgt. Sicher stand nicht alles, was im alten Gotteslob zu finden war, auf der Höhe der abendländischen Spiritualitätsgeschichte. Aber es gab eben doch Gebet zum Heiligsten Herzen Jesu von Margarita Maria Alacoque, auf die die Herz-Jesu-Verehrung zurückgeht (aGL 780, 6, fehlt in der neuen Herz-Jesu-Andacht nGL 676, 3), es gab eine Fülle von kurzen Gebeten, die für die persönliche Andacht, als Bußgebet nach der Beichte oder auch als Kommuniongebet gut geeignet waren (hier ist das Ausmaß der Streichung besonders auffällig). Ich vermisse das Gebet Papst Clemens XI., (aGL 8, 1), das schöne Gebet um Humor (aGL 8, 3) und andere. Merkwürdig gekürzt ist das Gebet Ich komme wie ein Kranker zum Arzt des Lebens vom heiligen Thomas von Aquin, aGL 374, 5 vgl. nGL 8, 4).

Im neuen Gotteslob sind zwar durchaus gute und auch klassische Gebete zu finden. Doch an die Stelle vieler alter Gebete sind solche von noch lebenden, bekannten und unbekannten Personen getreten. Sie sind meist „zeitgemäß“, also in leicht verständlicher Sprache und ohne sperrige Begriffe verfaßt. Man merkt ihnen beim ersten Lesen an, daß sie sich schnell abnutzen werden. Manches ist modisch („Du Gott des Aufbruchs...“ nGL 13, 5, „Maria, ich nenne dich Schwester“ nGL 10, 2) und atmet eher den Geist der 1970er als den der Ewigkeit.

WARUM?
Die Herausgeber meiden offenkundig Gebete der Tradition, z. B. das des heiligen Thomas (aGL 7, 6), in dem es heißt: „Laß mich gehorsam sein ohne Widerspruch, arm im Geiste ohne Niedrigkeit der Gesinnung, rein ohne Flecken, geduldig ohne Klage ... wahrhaft ohne Trug.“ Nun begegnen wir eher Formulierungen wie „ich sehe in deinem Gesicht die Würde und Hoffnung der Frauen, wir trauen gemeinsam dem Licht, wir singen gemeinsam das Lied der Befreiung, wir tragen es in die Welt“ (nGL 10, 2). Warum?

Ja, manche alte Gebete sind sperrig. Man muß sich eben daran abarbeiten, sie sich mühevoll zu eigen machen, sie begreifen, so wie man den Genuß guten Weines in all seinen Nuancen lernen kann. Dann aber sind sie zu einem persönlichen Schatz geworden. Die oft seichten neuen Gebete erheben diesen Anspruch nicht. Sie sind leichte Kost, schnell langweilig, fad, wenig nahrhaft.

Ein Freund, vor einigen Jahren konvertiert, betet mit Inbrunst das Gebet „Heiliger Michael, verteidige uns im Kampfe“. Sicher, das „schockt“, ist „politisch unkorrekt“, aber es ist kernig und drückt für ihn etwas von der Situation der Gläubigen in einer gottvergessenen Zeit aus, das übrigens unser Herr Jesus Christus selbst in aller Klarheit gekannt und gesagt hat (Mt 10, 34). Der Freund wird im Gebetsteil des neuen Gotteslobs wenig Anregung für sein Beten finden. So erstaunt es auch nicht mehr, daß das St. Michaelslied Unüberwindlich starker Held (aGL 606) fehlt – um so bedauerlicher, als der Engelsfürst doch Patron Deutschlands ist.

Steht hinter einem solchen Konzept die Angst anzuecken? Traut man den Gläubigen die Tiefe und Fülle des klassischen christlichen Gebetsschatzes nicht mehr zu, fürchtend, daß sie daran Anstoß nehmen? Sorgen die Herausgeber sich, daß Niveau die (ungläubigen, suchenden) Menschen verschrecken könnte?

„Das neue Gotteslob kommt zehn Jahre zu früh“, prophezeite vor Jahren ein Freund – und hat recht behalten. Die überall, auch im Liedteil des neuen Gotteslobs beobachtbare Wiederentdeckung der Tradition, der Reiz des Alten, das uns heute kostbar erscheint, Neues sagen, uns bereichern und stärken kann, hat im Gebetsteil wenig Beachtung gefunden. Er ist leider noch geprägt von einer anbiedernden Haltung („Wir sind gar nicht so schlimm, komm, ich erklär’s dir“). Es hat über weite Strecken weniger Gott und dessen heilsame Verehrung als den Menschen im Blick, dem man wenig Verständnisfähigkeit und Auseinandersetzungsbereitschaft zutraut, und offenbart darin eine unterschwellige Arroganz. Und selbst wenn viele Zeitgenossen nicht bereit sein sollten, sich mit Sperrigem auseinanderzusetzen, werden sie sich auch durch das neue Gotteslob nicht überzeugen lassen. Das haben die niedrigschwelligen und erklärungsdurchsetzten Liturgieversuche der letzten Jahrzehnte gezeigt.

KUNST
Vergleichbares gilt für die „Kunst“, die das neue Werk ziert. Es sind – oft unmotiviert plazierte – Strichzeichnungen. Bereits auf dem grauen Buchumschlag erscheint eine dem Adobe-Logo ähnelnde Grafik. Um mit Luther zu fragen: Treibt das Christum? Oder erinnert solche Kunst nicht eher an des Kaisers neue Kleider oder an die fingierte Kunstlieddarbietung von H. P. Kerkeling („Der Wolf, das Lamm – Hurz“), wie ich in einem Gespräch mit Studenten über das neue Gotteslob hörte?

wohin soll das führen?
Angenommen, ein Religionssoziologe aus Fernost erforscht die katholische Kirche in Deutschland. Er weiß aus Studien, daß vor 50 Jahren die katholischen Priester zum Beginn des Kultes mit den am Altar mitwirkenden Laien folgendes, aus der jüdischen Mutterreligion übernommenes Gebet gesprochen haben: „... Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten; sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung. So will ich zum Altar Gottes treten, zu Gott, der meine Jugend erfreut. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott. ...“ – und das in lateinischer Sprache. Nun studiert der Forscher das neue Gotteslob, in dem als Gebet „zur Vorbereitung auf den Gottesdienst“ folgendes vorgesehen ist: „Gott, du lädst mich ein zum Gottesdienst. Ich bin gekommen und stehe jetzt vor dir. Ich darf dir dienen. Du bist ganz nahe in deinem Wort und im Heiligen Brot (sic!!). Dafür danke ich dir. Amen.“ (nGL Bistum Münster 705, 4) Welche Schlüsse in Bezug auf den Zustand der Religionsgemeinschaft (Niveau, Selbstbewußtsein und -anspruch, Vitalität) wird der Forscher aus seiner Beobachtung ziehen?


Mittwoch, 13. November 2013

Domenico Cardinale Bartolucci R.I.P.

Kardinal Bartolucci zu Benedikt XVI. am 24. Juni 2006 anläßlich eines von ihm dirigierten polyphonen Konzerts in der Sixtinischen Kapelle zur Huldigung des neuen Papstes: “Beatissimo Padre, tutti conoscono l’amore grandissimo di Vostra Santità per la liturgia e quindi per la musica sacra. L’arte musicale è quella che più di tutte ha beneficiato della Liturgia della Chiesa: le cantorie hanno rappresentato la sua culla, grazie alla quale essa ha potuto formare il linguaggio che oggi ammiriamo. Gli esempi più belli che la fede dei secoli passati ci ha consegnato e che dobbiamo mantenere vivi sono proprio il canto gregoriano e la polifonia: di essi occorre una pratica costante che possa vivificare e animare degnamente il culto divino.” (Scuola Ecclesia Mater, Dienstag, 12. November 2013)

Sonntag, 10. November 2013

Mittwoch, 6. November 2013

Lebensnahe Homiletik


Wieder einmal zu Besuch im ostwestfälischen Kurstädtchen. Das Evangelium ist heute das von Zacchäus, der auf einen Baum klettert, um den Herrn sehen zu können. In der Predigt: Stehen nicht auch wir manchmal anderen im Wege, so daß sie Ihn nicht sehen können?
(Thomas, merke auf: hier gibt es eine Fundgrube für übelste Kalauer!)

Dienstag, 29. Oktober 2013

Wozu dient die Kirchenmusik?

Eine Fürbitte läßt den Chronisten von Orietur Occidens nachsinnen.