Samstag, 12. Februar 2011

Die Ursache der Aufstände

Die aktuellen Aufstände in arabischen Ländern erscheinen einerseits begrüßenswert, insofern sie sich ja gegen recht üble Machthaber richten; andererseits erfüllen sie viele arabische Christen mit Sorge, denn der Sturz des noch übleren Diktators Saddam Husein hat ja eine furchtbare Christenverfolgung ausgelöst. Darum wohl hat der koptische Papst Schenuda III. die Christen gewarnt vor einer Teilnahme an diesen Demonstrationen.

Von Daniel Bax habe ich nun einen beachtlichen Kommentar gelesen über diese Aufstände:
«Bemerkenswert ist, dass die Proteste ausgerechnet in Ägypten und Tunesien am stärksten eskaliert sind: Beides sind prowestliche Regimes, die in den vergangenen Jahren ihre Wirtschaft liberalisiert haben und damit auch in ökonomischer Hinsicht bislang als Musterschüler in der Region galten. Doch von Privatisierungen, von der Öffnung der Märkte profitierte in Ägypten wie in Tunesien nur eine kleine Elite. Das Gros der Bevölkerung litt unter steigenden Preisen, ökonomischer Verdrängung und wachsender Arbeitslosigkeit. Während die Landbevölkerung verarmte und das traditionelle Handwerk fast vollständig vernichtet wurde, wuchs die Wut auf eine Oberschicht, die ihren neuen Reichtum immer ungenierter zur Schau stellte.
Im Westen wird gerne übersehen, wie sehr die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich den Unmut in der Region angefacht und oft den Islamisten in die Hände gespielt hat.»
Sicher wäre es überzogen, wenn man das zusammenfaßte in den Satz: «Nicht der Islam ist die Ursache des Islamismus, sondern der Wirtschaftsliberalismus.»
Doch festzustellen bleibt, daß diese Aufstände eine Folge des Elends sind, in die der vom Westen (Bundesdeutschland natürlich mittenmang dabei) aufgedrängte Wirtschaftsliberalismus diese Länder gestürzt hat; und es bleibt zu hoffen, daß die Folge der Aufstände weder islamistische Regime sind noch islamistischer Terror.

Dienstag, 1. Februar 2011

Wenn es denn nun sein muß: Thema Zölibat

Wenn man heutzutage vom Zölibat spricht, so meint man in aller Regel das Gesetz, daß nur unverheiratete – ledige oder verwitwete – Männer zu Priestern geweiht werden. Allgemein anerkannt ist, daß dies positives Recht in der lateinischen Kirche ist, welches der Papst aufzuheben berechtigt wäre. Das zu tun wird gegenwärtig wieder als Heilmittel gegen den Priestermangel propagiert.
Die geistliche Bedeutung des Zölibats kann ich hier nicht diskutieren; auch will ich nicht diskutieren, ob der Zölibat dazu beigetragen hat, daß der katholische Klerus dem Zeitgeist, so etwa der nationalsozialistischen Ideologie, weitaus besser widerstanden hat als ein Großteil der protestantischen Geistlichkeit. Ich will hier nur ganz pragmatisch fragen, ob eine solche Aufhebung wirklich zum Nutzen der Kirche wäre.

Im frühen III. Jahrhundert wirft Hippolyt, der als erster Gegenpapst gilt, Papst Kallistus vor, dieser habe Kleriker, die heiraten, im Klerus verbleiben lassen. Ein solcher Vorwurf konnte nur bestehen, wenn die Norm, die Hippolyt einfordert, damals als allgemeingültig akzeptiert war. Also bestand damals schon die Norm – seit wann, bleibt ungewiß –, daß Kleriker zwar verheiratet sein dürfen, doch wenn sie es nicht sind, nun, nach ihrer Weihe, nicht mehr heiraten dürfen. Ob Hippolyts Vorwürfe gegen den Papst stimmen, ist nicht zu klären; sicher festzustellen ist die Norm, auf die er sich beruft.
Später gab es Bestätigungen dieser Norm – die Synode von Neocaesarea (314/15) ordnet an: Priester, die heiraten, verlieren ihr Amt (c. I) – und geringe Einschränkungen – die Synode von Ancyra (314) erlaubt: Diakone dürfen heiraten, wenn sie sich das bei ihrer Weihe ausdrücklich vorbehalten haben (c. X). Insgesamt aber ist das die Norm, die bis heute im Osten wie im Westen gilt: wer eine höhere Weihe empfangen hat, darf nicht mehr heiraten.
Eine etwas spätere Entwicklung ist, daß nur unverheiratete Männer zu Bischöfen – so bis heute im Osten – und dann schließlich im Westen auch zu Priestern nur unverheiratete Männer geweiht werden. Zuvor schon werden sie darauf hingewiesen, daß, wenn sie sich weihen lassen, «castitatem illo adjuvante servare oportebit» (so im extraordinären Usus vor der Weihe zum Subdiakon) – eine Zölibatsverpflichtung also zumindest gleicher Verbindlichkeit wie die für die «ausgewählten» Witwen.

Verheiratete Männer zu Priestern zu weihen, könnte der Papst grundsätzlich erlauben, wie das ja auch für verheiratete konvertierte protestantische Pastoren sein Papst Pius XII. geschieht und für die katholischen Ostkirchen selbstverständlich ist. Verheiratete Männer zu Bischöfen zu weihen, wäre dagegen ein Bruch mit den heutigen Ostkirchen und darüber hinaus mit einer anderthalbtausendjährigen gesamtkirchlichen Tradition, kann also nicht in Betracht gezogen werden.
Erst recht ist es nicht möglich, schon geweihten Priestern zu erlauben, zu heiraten, denn daß verstieße nicht nur gegen eine alte gesamtkirchliche Tradition, sondern gegen eine schon in der Märtyrerzeit bezeugte allgemeinverbindliche Norm. Dazu kommt die ausdrückliche persönliche Verpflichtung der Weihekandidaten, deren hohe Verbindlichkeit schon im Neuen Testament für die «ausgewählten» Witwen klar eingefordert ist.

Die Zölibatsverpflichtung aufzuheben hieße also, verheiratete Männer zur Priesterweihe zuzulassen, nicht aber, schon geweihten Priestern die Ehe zu gestatten.
Die Zölibatsverpflichtung aufzuheben hieße somit, die Priester, die sich bisher schon zum Priesteramt berufen sahen und dafür den Zölibat auf sich genommen haben, wissen zu lassen: wenn sie gewartet hätten, der eine sehr lange, der andere aber nur Monate, Wochen oder gar Tage, dann könnten sie jetzt bald verheiratet sein und Priester sein – jetzt aber, nach ihrer Zölibatsverpflichtung und ihrer Weihe, geht das nicht mehr.
Die geistliche Bedeutung des Zölibats wollte ich hier nicht diskutieren; ich will hier nur ganz pragmatisch fragen, ob es wirklich zum Nutzen der Kirche wäre, unseren Priestern diese Botschaft zu vermitteln.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Private Krankenversicherungen – wer muß bezahlen?

Wozu gibt es sie eigentlich? Die Argumente, die man zu hören bekommt, reichen vom Recht der Betreiber auf Gewerbefreiheit bis dahin, daß sie mehr Leistungen bieten und letztlich kostengünstiger seien.
Nun hat ein Gerichtsurteil dafür gesorgt, daß die Wirklichkeit ans Licht kommt – lest es nach beim Chronisten!

Samstag, 22. Januar 2011

Effizienzdenken produziert Unsinn

Wohl jeder hat es schon bemerken können: Meßbarkeit wird immer wichtiger; und da nun einmal Irrelevantes leichter meßbar ist als Relevantes, wird das Relevante immer unwichtiger und das Irrelevante immer wichtiger. Grund, mich über eine Buchbesprechung – Michael Lösch über Mathias Binswanger: Sinnlose Wettbewerbe. Warum wir immer mehr Unsinn produzieren. Freiburg 2010 – zu freuen, in der Sätze zu lesen sind wie: «Tatsächliche Qualität, so der Autor, ist in ihrer Ganzheitlichkeit nicht objektiv messbar. Man kommt ihr nicht durch eine immer neue, in klangvolle Anglizismen gekleidete Controlling- und Kennzahlenwut auf die Spur.» Und: «So haben etwa die Exzellenzwettbewerbe um Fördergelder im Hochschulwesen zu einer Art akademischer Prostitution geführt, worunter Binswanger unter anderem die belegbar angestiegene Publikationsflut in Fachzeitschriften versteht. Wirklich neue Erkenntnisse vermag er darin wenige auszumachen, wohl aber in komplexe Modellformen gegossene Banalitäten.»
Auch wenn Sätze wie: «Unter Marktbedingungen hat der Wettbewerb seine positiven Seiten» etwas aufstoßen – vieles lohnte, so präzis gesagt zu werden.

Samstag, 15. Januar 2011

Meinungsfreiheit

Sachverhalte beim Namen zu nennen wird nicht vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, kann also bestraft werden, das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Der Chronist schreibt mehr darüber.

Dienstag, 11. Januar 2011

Wie entlarvt man Lügner?

Beobachtung physiologischer Merkmale – durch den berühmten Lügendetektor etwa – oder sprachlicher Eigenheiten bringt nicht viel, so lese ich (Rafaela von Bredow: Forensik/Jetzt mal ehrlich. In: Der Spiegel 1/2011, S. 118-22). Erfolg bringt etwas anderes: «Anschließend, in getrennten Vernehmungen, konfrontierten die Forscher die Paare mit unerwarteten Fragen. ... Tatsächlich verrieten sich bis zu 80 Prozent der Lügenpärchen durch ihre Skizzen, aber auch durch ihre Antworten auf Fragen nach räumlichen Details und Abläufen.» Man kann natürlich ebensogut auch Fragen stellen wie: «Hast du nun diese Frau gesehen, so sag doch: Unter welchem Baum hast du die zwei beieinander gefunden?» (Daniel 13 [Susanna 1], 54).

Donnerstag, 6. Januar 2011

Veröffentlichung der Ostertermine

Wie die Kirche, so publiziert – freilich im laïkalen Maß –, der Chronist am Fest der Erscheinung des HERRN die Ostertermine, dreifach allerdings: gregorianisch, griechisch-julianisch und jüdisch.
Eine Besonderheit in diesem Jahr: in diesem Jahr gibt es den spätesten Ostertermin seit dem Jahre 1943 vor dem Jahre 2038.

Montag, 27. Dezember 2010

Was ist Gotthold Hasenhüttl?

– ein Idealist auf Abwegen oder ein Mann des blinden Hasses?
Lieber möchte ich eigentlich das erste annehmen; doch in einem Artikel von Reportern, die ihn besucht haben, finde ich nun die Aussage: «Jetzt, 2010, macht Hasenhüttl Ratzinger direkt verantwortlich für das systematische Vertuschen des Missbrauchsskandals der Kirche. Als Präfekt der Glaubenskongregation habe jener im Mai 2001 in einem Schreiben an alle Bischöfe untersagt, Missbrauchsfälle öffentlich zu machen – unter Androhung kirchenrechtlicher Strafen.»
Wieder jenes Dokument, das von Küng, Kong und Hasenhüttl benutzt wird, dem Papst üble Nachrede anzuhängen, und das eine ganz andere Tendenz hat als die, die diese Herren ihm nachsagen – was zumindest die Leser dieses Blogs schon seit längerem wissen.

Die Protestanten hatten es besser

Am Sonntag wurde in unseren Kirchen das Fest der Heiligen Familie begangen. Von der benachbarten evangelischen Kirche habe ich gehört, daß dort der Gottesdienst ganz dem heiligen Stephanus gewidmet war.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ist unser Seelenleben hirnorganisch verursacht?

Ähnlich wie vor einem Jahrhundert ist es wieder Mode geworden, das ganze Seelenleben hirnorganisch erklären zu wollen. Daß das ein Vorurteil ist, dessen bestes Argument die stete Wiederholung ist, ist bei näherem Hinschauen leicht zu erkennen. Mit welch besonderen Mitteln aber unser sich so gern als objektiv gerierender Wissenschaftsbetrieb diese stete Wiederholung gewährleistet, habe ich jetzt erst erfahren.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Werde ich auch enttarnt?
sowie:
Die Kunst der tendenziösen Nachrede

Nun, ich brauche keine Angst vor Enttarnung zu haben; und in der Tat kann jeder, der die AlloCath mit ihren Verlinkungen liest, leicht meinen Klarnamen erraten. Aber ich möchte nicht, daß bei der Arbeit meine Klienten an meine Blog-Aktivität zu denken haben; darum ist es mir lieb, daß mein Klarname hier nicht direkt sichtbar ist.
Für jemanden, der an einem Medium der kirchlichen Publizistik mitarbeitet, ist die Sache viel gravierender: er hat ein Recht darauf, seine persönliche Meinung zu sagen, und Stanislaus tut das in einer Weise, mit klarem Profil und doch ohne unnötige Polemik, gut beobachtend, wohlinformiert und mit sicherem Urteil, daß sicher kein Leser darauf verzichten möchte (das sage ich mit einigem Stolz, denn er hat das Bloggen entdeckt, als ich ihn für die AlloCath anzuwerben versuchte). Andererseits hat sein Arbeitgeber Anspruch darauf, daß das Blog nicht gleichsam als zusätzlicher Netz-Auftritt der Redaktion erscheint. Die saubere Lösung: das blogübliche Pseudonym. Hier öffentlich die Anonymität zu brechen erscheint mir als schmerzlicher Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Etwas Besonderes aber ist die Art der Enttarnung: «Während Kissler unter anderem ...», «beschränkt sich S[.] in seiner Zitierung überwiegend auf Kisslers kritische Anmerkung».
Das das sachlich falsch ist, darauf hat Stanislaus schon selber hingewiesen. Und das «Während ...» ist eine ungute Unterstellung – es gibt bei Stanislaus durchaus keinen Tendenzunterschied zuungunsten des bischöflichen Aktes.
Aber mich interessiert noch die Logik des Beitrags: was bedeutet «sich überwiegend beschränken»? Wenn Stanislaus eine ganze Serie geschrieben hätte mit Zitaten von Herrn Kissler und im größeren Teil dieser Beiträge nur das Kritische erschiene, wäre der Satz logisch sinnvoll. Aber bezogen auf einen kurzen Beitrag mit zwei Zitaten: was bedeutet denn da rein logisch «sich überwiegend beschränken»?
Mir scheint, hier hat die unfreundliche Tendenz über die Logik gesiegt.

Mittwoch, 17. November 2010

Sonntagmorgens in der Propstei

An diesem Sonntag bietet anscheinend Obersachsen das beste Wetter. Also mache ich mich auf den weiteren Weg bis in die Propsteikirche; und es lohnt sich.
Das Kyrie wird nicht zum Bestandteil des Schuldbekenntnisses degradiert – das erscheint vorher, an seinem rechtmäßigen Platz –, und es ist ein echtes Kyrie (GL 463), in dem nicht wie in den beliebten Kyrie-Litaneien die trinitarische Struktur vernebelt wird. Es gibt ein Glaubensbekenntnis, nicht nur ein Lied, zur Opferung dürfen wir «Wir weihn der Erde Gaben» singen; und obwohl viele zur Kommunion gehen, teilt der Propst sie allein aus.
Besonders fällt mir eine Fürbitte auf: es wird dafür gebetet, daß wir davor bewahrt werden, zu denken, unsere Zeit sei einzigartig, wir seien ganz anders als die Menschen anderer Zeiten.

Der Mann von heute

Eine Betrachtung in drei Bildern.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Menschen zum Wegwerfen

«Zum ersten Mal weltweit ist in den USA ein Patient mit einer Injektion embryonaler Stammzellen behandelt worden. ... Die Forscher des Unternehmens Geron verbinden damit die Hoffnung, dass ... und womöglich ... kann.» Es geht um eine Rückenmarksverletzung. «Voraussetzung ist, dass die Rückenmarksverletzung erst wenige Tage zurückliegt und ...»
«Auch über dieses Krebsrisiko erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse» – nicht über das, dem Menschen normalerweise ausgesetzt sind, sondern über das durch Injektion embryonaler Stammzellen erzeugte Krebsrisiko.
So sieht die aktuelle Bilanz des jahrelangen Bemühens aus, mit embryonalen Stammzellen medizinische Wunder zu wirken; Argument für den «Verbrauch» embryonaler Stammzellen war regelmäßig, daß damit die schwersten allgemeinbekannten Krankheiten geheilt werden könnten.
So sehr die ungedeckten Versprechungen, mit denen Stimmung gemacht wird für den Mißbrauch embryonaler Stammzellen, auch empört – der allgegenwärtige Protest gegen diesen Mißbrauch («Verbrauch»), ebenso wie der gegen die Präimplantationsdiagnostik, greift dennoch zu kurz: «Die Embryonen, aus denen die Stammzellen gewonnen wurden, stammen nach Angaben des Unternehmens von Eltern, die nach In-vitro-Fertilisationen übrig gebliebene, nicht in die Gebärmutter eingesetzte Embryonen gespendet hatten», lese ich.
Hierin liegt der eigentliche Skandal: daß bei In-vitro-Fertilisation überzählige Embryonen – Menschen – zum Wegwerfen hergestellt werden.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

«Stuttgart 21» und Rechtssicherheit

Der Arbeitgeberpräsident hat Verlässlichkeit und Rechtssicherheit angemahnt, die baden-württembergische Regierung stimmt bei: um der Rechtssicherheit willen stehe sie fest zu «Stuttgart 21».
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Sinne von § 12 des Denkmalschutzgesetzes. Wenn Regierung und Konzern von ihm wesentliche Teile abreißen, Bürger aber ihn schützen wollen: wer steht da für Rechtssicherheit ein?

Donnerstag, 30. September 2010

Höhere Mieten für die Mullbinden ums Haus

Die Bundeskanzlerin hält um der Wärmedämmung willen höhere Mieten für gerechtfertigt, so ist heute dank dpa allüberall zu lesen. Wie der «Hartz IV»-Empfänger nun aber diese höheren Mieten bezahlen soll, erfahre ich nicht. Mit den 5 € etwa, die ihm vor einigen Tagen zusätzlich zugestanden wurden? Oder sollen wieder die Gemeinden einspringen, deren meiste freilich selber schon lange kein Geld mehr haben? Oder hat die Bundeskanzlerin doch gesagt und dpa es nur nicht weitergegeben, daß der Bund die höheren Kosten trägt, die seine Kanzlerin propagiert?

Mittwoch, 29. September 2010

"Abhängen zwischen Himmel und Erde"!

«Hängebrücke, Flying Bridge, Hangelseile und andere Elemente ermöglichen in zehn Metern Höhe eine ganz neue Erfahrung im Kirchenraum. Der Hochseilgarten bietet in kombination mit dem Kirchenraum die Möglichkeit für Gruppendynamik, Selbsterfahrung und Spiritualität» [Junge Kirche Essen].

Wir sind doch alle so kinderfreundlich – da müssen wir doch wohl alle daran arbeiten, daß die Welt ein großer Kindergarten wird! – ?
Zugegeben, ich weiß, daß es Kindern Spaß macht, die Füße auf den Tisch zu legen, schließlich war ich auch mal ein Kind. Aber richtigen Spaß macht es vor allem, weil sie das eigentlich nicht dürfen; wenn sie es dann doch dürfen, wird es bald langweilig. Und wenn die Kirche zu einem großen Kindergarten gemacht wird, wird sie auch bald langweilig werden (wie experimentell schon längst nachgewiesen).
Letztlich sehnen sich Kinder nach einer Welt jenseits des Kindergartens. Und ich plaidiere für eine Kirche, die sich solcher Sehnsucht wert zeigt.

Et recreetur Laurentius Rhenanius

Samstag, 25. September 2010

«Menschenrechte» gegen die Religionsfreiheit

Der «Europäische Gerichtshof für Menschenrechte» liebt es offensichtlich, im Namen der «Menschenrechte» gegen die Menschenrechte, hier konkret die Religionsfreiheit, vorzugehen. Der Chronist ereifert sich über einen aktuellen Fall.

Samstag, 18. September 2010

Wo immer im nördlichen Europa der Papst erscheint,

da wird protestiert – das scheint unvermeidlich. Interessant ist, wer in der Koalition von «Koalition aus Menschenrechtlern, Atheisten» und all den üblichen Verdächtigen an prominenter Stelle auftaucht: aus dem Wilden Norden Irrlands kommt zum Protestieren der durch eine ganz besondere Art von Menschenrechtsengagement bekannte Pastor Ian Paisley mit 60 weiteren Presbyterianerhäuptlingen.

Mittwoch, 8. September 2010

Orietur Occidens im Radio

Radiogespräche finde ich schwierig. Ich kann weniger gut vorbereitet sein als bei einem Vortrag, habe weniger Zeit zum Überlegen als bei einer Diskussion; und die Zeit ist immer zu kurz (obschon das Domradio damit ja eher großzügig ist).
Nein, recht zufrieden bin ich nicht. Dennoch seien unsere Sendezeiten der bloggözesanen Öffentlichkeit mitgeteilt (ich hoffe, daß andere weniger kritisch sind als ich).