Freitag, 29. März 2024

Gründonnerstag:
Eine mißverständliche Bibelübersetzung

Vor der Lesung aus dem I. Korintherbrief wird angesagt, daß das die älteste Überlieferung vom Letzten Abendmahl sei. Das ist zwar nicht der aktuelle Stand der Wissenschaft (es ist mittlerweile sehr wahrscheinlich, daß das Markus-Evangelium älter ist), aber diese Ansage gibt diesem Text doch ein besonderes Gewicht – er könnte der authentischste sein.
Gelesen wurde da: (I. Kor. 11, 24; EÜ 2016) «.. sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch.» Diese Übersetzung ist richtig, nur mißverständlich. Das Wort „für“ steht im Deutschen oft für subjektive Sicht («Für mich ist das ein ..., du magst das anders sehen»). Ärgerlich gerade an dieser Stelle: es könnte so verstanden werden, daß das gewandelte Brot nur «für euch» Leib des Herrn ist, nicht für andere, nicht etwa ganz real.
Auf den ersten Blick: Die Evangelientexte widersprechen solch einer Deutung – bei Matthäus (26, 26) und Markus (14, 22) heißt es einfach: «Das ist mein Leib».
Bei näherem Hinsehen zeigt sich dann, daß auch der Korintherbrief solch einer Deutung widerspricht: das griechische „hypér“ kennt diese Bedeutung des deutschen „für“ nicht (und ebensowenig das lateinische „pro“); für diese subjektive Bedeutung hätte es im Griechischen eher „kath’ hymâs“ heißen können.
Und es geht noch weiter: Im Griechischen steht: «tò sôma tò hypèr hymôn», wörtlich «der Leib, der für euch» – «für euch» ist demzufolge ein Attribut zu «Leib», kann also nicht bedeuten «ist für euch mein Leib». Das ist im Deutschen durch die Stellung angedeutet («mein Leib für euch»), aber noch nicht eindeutig. Die gleiche Konstruktion wird im Lukas-Evangelium (22, 19), wo sie durch «didómenon» erweitert ist, durch einen Relativsatz wiedergegeben: «Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird». Eindeutiger wäre auch im Korintherbrief ein Relativsatz: «Das ist mein Leib, der für euch ist» (oder «.. für euch da ist»).

Samstag, 23. März 2024

„Haßrede“

„Hatespeech“ ist ein häufiger Vorwurf geworden; und meistens richtet er sich gegen Rechtsradikale, und sehr oft zu recht. Wir selber haben schon Menschenverachtendes aus dieser Ecke angeprangert (als Christen können wir dem Islam keinen Beifall spenden, aber die persönliche Frömmigkeit ehrlicher und friedlicher Muslimîn müssen wir achten), Verleumdungen gegen Immigranten aufgedeckt.
Aber Haßrede gibt es nicht nur von Rechts; wenn es gegen Abtreibungsgegner geht, gibt es sie auch aus der scheinbaren Mitte der Gesellschaft, gar vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, konkret jetzt: dem ZDF. Es verunglimpft, spricht von einem «gefährliche[n] Netz der Abtreibungsgegner», das es sogleich mit «Rechte[n] und rechtsextreme[n] Gruppierungen» in Verbindung bringt, verleumdet die Verbände, die sich gegen Abtreibung einsetzen.
Die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA e.V.) hat die Verleumdungen in einer Erklärung und zwei Videos aufgeklärt – ergebnislos: noch lange danach, noch in dieser Woche ist diese „Reportage“ nicht nur in der ZDF-Mediathek zugänglich, sondern wird auch in der allgemeinen Presse kritiklos weitergegeben.
Haßrede gegen Abtreibungsgegner wird in der breiten Öffentlichkeit weder so genannt, noch empört man sich darüber.

Mittwoch, 21. Februar 2024

Alexander Nevskij

1.: → Sollen wir den 7. Oktober feiern?
2.: → Ukrainische Kirche entfernt Fürsten aus Heiligenkalender
Fürst Alexander Nevskij von Novgorod lebte im XIII. Jahrhundert, war auch Fürst von Kiev, wirkte aber vor allem in Nordrußland. Über seine Heiligkeit ließe sich disputieren, aber an Putins Krieg gegen die Ukraine ist er denkbar unschuldig. Ihn aus dem Heiligenkalender zu streichen, weil Putin ihn auf den Schild hebt, ist kein für die Kirche gültiger Grund. Die Orthodoxe Kirche der Ukraine, die das jetzt getan hat, ist die, die erst 2018 gegründet, 2019 vom Ökumenischen Patriarchen als autokephal anerkannt worden ist, die aber orthodoxerseits nur von den gräkophonen Kirchen anerkannt wird.
Eine Anmerkung: Die vom Domradio genannte konkurrierende „Ukrainisch-Orthodoxe Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats“ hat sich 2022 vom Moskauer Patriarchat losgesagt. Sie ist es, deren Metropolit Onufrij Putins Krieg als «Wiederholung von Kains Sünde, welcher aus Neid seinen eigenen Bruder tötete», bezeichnete, dessen Kirche nichtsdestoweniger Verdächtigungen (die freilich einigen Angehörigen seiner Kirche gegenüber berechtigt sein mögen) und Anfeindungen ausgesetzt ist, die ihr Zentrum, das Kiewer Höhlenkloster, 2023 räumen mußte.

Montag, 12. Februar 2024

Zurückgekehrt

Nach etlichen Monaten, in denen ich mich zunächst ganz auf fachliche Aufgaben geworfen hatte, bin ich wieder ein wenig in die Welt der kirchlichen Nachrichten und Blögge zurückgekehrt.
Eine Enttäuschung bei der Rückkehr: Sandro Magisters Settimo cielo ist nur noch über Benutzernamen und Paßwort zu erreichen:
http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/
– und wie man daran kommen könnte, wird nicht mitgeteilt.
Ein großer Verlust, nur dadurch kompensiert, daß die französische Version bisher noch offen bleibt.

Karneval und Fastenzeit – was hat sich geändert

in den letzten Jahrzehnten?
— Jetzt gibt es in der Kirche – in Gemeinderäumen, im Gottesdienst selbst – viel mehr Karneval, stattdessen viel weniger Fasten.

Samstag, 10. Februar 2024

Blasiussegen

Die liturgische Tendenz unserer Zeit, gelegentlich schon moniert: Es gibt Laien de luxe, und es gibt die Laien der Touristenklasse hinten im Kirchenschiff.
Und nun:
 eine besonders ausgeprägte Manifestation.
Ich frage mich, was dahinterstecken mag: «Für den Priester allein ist es zuviel Arbeit»? Oder: «Wir sind doch alle gleich, Priester und Laien»? Oder: «auf dem langen Marsch zur Frauenordination»?

Montag, 5. Februar 2024

„Wort-Gottes-Feiern“

Eine gute Absicht: auch in entlegeneren Vororten des Großstädtchens sollen Sonntagsmessen stattfinden können. Ein Weg dazu, der mehr Probleme schafft als löst: „Wort-Gottes-Feiern“.

Samstag, 27. Januar 2024

Fiducia supplicans – worum geht es eigentlich?

„Fiducia supplicans“ bezeichnet sich eigentlich als „Erklärung über die pastorale Sinngebung von Segnungen“. Veröffentlicht vom Dikasterium für die Glaubenslehre, erscheint es also als Lehrschreiben; doch schon in der Präsentation wird klar, daß es wesentlich Anweisungen im Umgang mit „Paaren in irregulären Situationen und gleichgeschlechtliche Paare“ geht.
Ist daran etwas neu?
Zunächst: Segen. «Ohne jedwede Widerrede wird das Geringere vom Höherstehenden gesegnet» (Hebr. 7, 7) – Segen ist mehr als eine Fürbitte, wird gespendet von dem, dessen besondere Stellung ihm dazu die Vollmacht gibt, vom Bischof, vom Abt, vom Priester, schließlich vom Vater, von der Mutter den Kindern und Enkeln. Segen vermittelt Gnade. Doch es gibt besondere Arten des Segens, die darüber hinausgehen. Es gibt Segnungen, die eine konstitutive Kraft haben: durch eine Segnung wird der Mönch zum Abt, ein Gebäude zum Gottesdienstraum. Und auch Konsekrationen, die dem Bischof vorbehalten sind, gehören hierher: die Konsekration einer Kirche, die des Chrisams. Und es gibt Segnungen, die einen Akt kirchlich bestätigen: der Brautsegen bestätigt das Ehesakrament, das sich die Brautleute gespendet haben.
Die Erklärung (besonders 38.- 40.) macht deutlich, daß es hier nicht um solche Segnungen mit besonderer Kraft geht, sondern um einfache Vermittlung von Gnade. Auf keinen Fall wird in den Vermeldungen einer Pfarrgemeinde stehen können: «Segnung des Paares ...».
Nun wurden Menschen, die als gleichgeschlechtliches Paar zusammenlebten, schon immer gesegnet, wenn etwa sie eine Messe besuchten – der Schlußsegen wird ja allen gespendet. Was neu ist, ist, daß dem Text der Erklärung zufolge nicht einfach Menschen gesegnet werden, sondern ein Paar – das hat es in der Kirche noch nicht gegeben, außer beim Segen über die Brautleute in Verbindung mit dem Ehesakrament. Doch was bedeutet es, daß der Segen über das Paar gespendet wird? Der Erklärung nach nichts, was über den Segen über die beiden einzelnen hinausginge. Es handelt sich schlicht «um einen Segen, der ... Gebet der Fürbitte mit der Anrufung der Hilfe Gottes durch diejenigen verbindet, die sich demütig an ihn wenden (33.).
Paradigmatisch geht es in der Erklärung zwar um „gleichgeschlechtliche Paare“. Doch der Text reicht weit darüber hinaus anwenden; die Rede ist von „Paaren in irregulären Situationen“, ohne das irgendwie einzugrenzen. Da er keine rechtliche Bedeutung hat, keine doktrinäre Aussage macht, mit keiner Bewertung verbunden ist, ist die Deutung und ist die Anwendung ganz frei, frei etwa für: Paare unterschiedlicher Konfession oder Religion, wenn der katholische Teil das Versprechen verweigert, alles zu tun, um die Kinder katholisch taufen zu lassen und zu erziehen; geschiedene Menschen, die mit jemand anderem eine neue Verbindung eingehen wollen; Menschen, die zusätzlich zur bestehenden Ehe eine weitere eheähnliche Verbindung eingehen wollen; Menschen, die entgegen dem priesterlichen Zölibat oder einem Ordensgelübde eine eheähnliche Verbindung eingehen wollen; Geschwister, die eine eheähnliche Verbindung eingehen wollen ...
Es geht eben nur um «Gebet der Fürbitte», verbunden «mit der Anrufung der Hilfe Gottes».

Samstag, 6. Januar 2024

Publicatio festorum mobilium

Nachdem heute morgen im Festhochamt die Publicatio der beweglichen Feste feierlich gesungen wurde, veröffentlichen wir nun auch wieder nach nun schon altem Brauch die Ostertermine der drei Kalender (die leider wieder sehr voneinander abweichen).

Dienstag, 25. April 2023

Die Kreuze im staatlichen Raum verschwinden mehr und mehr – eines ist geblieben

Aus Gerichtssälen, aus Klassenzimmern verschwinden die Kreuze mehr und mehr; eines jedoch – ist das ein Trost? – scheint unbestritten im staatlichen Raum bleiben zu dürfen: das des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Dadurch, daß das Großkreuz in besonderer Ausführung (das ist die Sonderform des Ordens, die ehemaligen Bundeskanzlern verliehen wird, wenn sie mehr als zehn Jahre im Amt durchgehalten haben) der ehemaligen Bundeskanzlerin verliehen wurde, hat es öffentliche Aufmerksamkeit gefunden.
Zur Erinnerung: Neben Mönchs- und Chorherrenorden entstanden seit dem frühen XII. Jahrhundert geistliche Ritterorden, deren Mitgliedschaft dem Adel vorbehalten war. Seit dem späten XIII. Jahrhundert stifteten dann auch Fürsten Orden für ihre Gefolgsleute, Orden, die anfangs noch den Charakter einer mehr oder weniger – zunehmend weniger – geistlichen Gemeinschaft hatten, dann zu reinen Ehrenzeichen und seit dem XVII. Jahrhundert schließlich zu Verdienstorden für weitere Kreise wurden; dazu nun wurden sie in Rangstufen eingeteilt, die wiederum von den geistlichen Ritterorden – Commendator / Komtur – übernommen wurden. Das Kreuz aber blieb bei den meisten als Ordenszeichen erhalten. Völlig säkularisiert war dann Napoleons Légion d’honneur, die dem Kreuz einen fünften Arm hinzufügte und so zu einer Art von Stern ummodelte.
Solch ein säkularisierter „Orden“ ist eben auch der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, der aber anders als die Légion d’honneur die Form eines Kreuzes behielt (das Große Verdienstkreuz entspricht einem Komturkreuz).
Ein kläglicher Trost.
«Nichts darf unser Volk, unsere Heimat vom Kreuz losreißen», schrieb der selige Bischof Clemens August Graf von Galen in einem Hirtenbrief (vom 27. XI. 1936), als am Widerstand des Volkes ein Minister der NS-Regierung von Oldenburg gescheitert war, die Kreuze in den katholischen, die Lutherbilder in den evangelischen Schulen abhängen zu lassen („Oldenburger Kreuzstreit“).

Donnerstag, 20. April 2023

Ein Diktator bekommt in Deutschland eine Bühne, sich seines Eroberungskriegs zu rühmen

Wenige Tage, nachdem es wieder zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen aserbaidschanischen und armenischen Soldaten kam, empfängt der Bundeskanzler den aserbaidschanischen Diktator. Dabei gibt er dem Diktator, der das seit vorchristlicher Zeit armenische und seit dem IV. Jahrhundert christliche Bergkarabach („Arçach“ heißt die armenische Region, zu der Bergkarabach gehört) als «altes türkisches aserbaidschanisches Gebiet» bezeichnet, Gelegenheit, sich seines erfolgreichen Angriffskriegs gegen Bergkarabach zu rühmen: Aserbaidschan habe seine «Würde und territoriale Integrität auf dem Schlachtfeld wieder hergestellt».
Der Sinn dieses Empfangs, der dem Diktator solch eine Bühne bietet: Öl- und Gaslieferungen aus Aserbaidschan nach Deutschland zu vermehren, um Öl und Gas nicht mehr aus Rußland importieren zu müssen. Doch zum Teil sind die Sanktionen absurdes Theater:
Sanktionen gegen Rußland sind berechtigt, wenn sie Putins Regime treffen. Nun importiert Deutschland zwar nur noch ganz wenig Öl und Gas aus Rußland, was aber dem dortigen Regime nicht schadet, weil es andere Abnehmer findet, zu höherem Preis. Doch vor allem: da nun Aserbaidschan mehr Gas nach Deutschland exportiert, importiert es dafür seinerseits Gas aus Rußland.
Und während deutsche Politiker so den Diktator hofieren (siehe auch: „Aserbaidschan-Affäre“), tragen sie dazu bei, Rußland Gelegenheit zu geben, sich als die einzige Macht zu präsentieren, die wenigstens ansatzweise Armenien und Bergkarabach schützt.
Natürlich beschuldigen bei jedem Schußwechsel an der Grenze Armenien und Aserbaidschan gegenseitig, begonnen zu haben. Klar aber ist: Aserbaidschan will (zumindest) Bergkarabach erobern und kann sich auf seine wirtschaftliche Ressourcen (Öl!) und die damit finanzierte überlegene Bewaffnung stützen, Armenien weiß um diese Überlegenheit Aserbaidschans und will nichts als die Sicherheit für die Armenier in Armenien selbst und in Karabach gewährleisten.

Donnerstag, 9. März 2023

Bischof und Traditionalismus

Im Fastenhirtenbrief des Bischofs von Dresden / Meißen – „Mutig nach dem gemeinsam Möglichen suchen“ – finden sich die Sätze: «Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Weder Traditionalismus, der einen einzelnen Moment aus der Geschichte Gottes mit uns Menschen absolut setzt, noch Nostalgie, die Vergangenes verklärt, werden uns helfen. Wir brauchen Tradition, die den Glauben in der jeweiligen Zeit verlebendigt. Es gilt, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ohne sich gedankenlos dem Faktischen zu unterwerfen.»
Abgesehen davon, daß «die Zeichen der Zeit zu erkennen», wie das Evangelium diesen Ausdruck meint, sowieso alles andere bedeutet als «sich gedankenlos dem Faktischen zu unterwerfen»: «einen einzelnen Moment aus der Geschichte ... absolut» zu setzen, ist kein Traditionalismus, sondern eine undurchdacht konservative Haltung. Pietro Chiaranz hat zu Recht Traditionalismus sowohl dem Konservativismus als auch dem Progressismus gegenübergestellt.
Damit gemeint ist natürlich nicht jener „Traditionalismus“, den das I. Vaticanum verdammt hat und der in der reformatorischen „Diastasen“-Theologie Urständ feierte.
Traditionalismus sucht nicht «einen einzelnen Moment aus der Geschichte» zur Norm zu erheben, sondern das, was die Kirche von Anfang an „semper et ubique“ durch die Jahrhunderte überliefert hat. Diesen Traditionalismus könnte man auch einfach „Katholizismus“ nennen.
Wer sich heutzutage so wie hier der Bischof gegen „Traditionalismus“ wendet, setzt diese Tradition der Kirche, in der sich ihr Wesen niederschlägt, unterschiedslos mit zeitbedingten Strömungen und Moden der Vergangenheit gleich. Damit erweckt er den Eindruck, dieser Tradition stünden Strömungen und Moden der Gegenwart gleichwertig gegenüber, hätten sogar einen Vorzug, weil durch sie der Glaube „verlebendigt“ würde. Solche Gleichwertigkeit aber besitzt keine Strömung, am allerwenigsten eine, die sich von der Tradition der Kirche entfernt, nicht; und somit sicher nicht jene progressive Strömung, die den im Novus Ordo konservierten Klerikalismus der späten sechziger Jahre mit dem politisch korrekten Zeitgeist des XXI. Jahrhunderts verbindet.
Und diese Strömung vermag zwar noch sehr viel Aufhebens zu machen, geht geistlich aber längst aufs Nirvana zu. Die Zukunft der Kirche kann nur in echtem Traditionalismus liegen.

Freitag, 6. Januar 2023

Wie kann es sein, daß ...?
Einige Antworten auf Fragen an die Bibel

Zwei Artikel aus unseren Jahrbüchern zu Ehren der heiligen Ewald & Ewald sind nun direkt zugänglich:

Namen und Wörter der Bibel

Wie kann es sein, daß derselbe Apostel mal Matthäus, mal Levi, daß derselbe Apostel mal Judas, mal Thaddäus heißt?

Anmerkungen zur Familie Jesu

Wie kann es sein, daß der Herr Sohn der Jungfrau und zugleich durch Joseph Sohn Davids ist?
Und wie kann es sein, daß seine Brüder nicht an ihn glaubten (Joh. 7, 5) und später dann Jacobus, der Bruder des Herrn, zu den Säulen der Kirche gezählt wird (Gal. 2, 9)?
Und was sind eigentlich „Brüder des Herrn“, da doch Maria lebenslang Jungfrau war?

Zum Fest der Erscheinung des Herrn:
die Ostertermine.

Wie so oft, bringt die unterschiedliche Epakte es mit sich, daß die Kirchen des Ostens eine Woche später Ostern feiern als Lateiner und Juden. Hier nun die Termine.
Eine Anmerkung: Nach dem julianischen Kalender, wie er im Westen bis 1582 galt, mit der Epakte xx, hätten die gregorianischePublicatio festorum bietet Scuola Ecclesia Mater.n Termine übereingestimmt.
Die volle liturgische Publicatio festorum dieses Jahres bietet Scuola Ecclesia Mater.

Samstag, 31. Dezember 2022

Requiem æternam

dona ei, Domine; et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace. Amen.

Dienstag, 6. Dezember 2022

Abtreibung und Kernkraftwerke – zwei sehr unterschiedliche Sachen, doch ganz ähnliche Argumente

Es war der katholische Philosoph Robert Spaemann, der sich gleichermaßen entschieden gegen Abtreibung und gegen Kernkraftwerke wandte. Doch diesen beiden so unterschiedlichen Sachen gemeinsam ist nicht nur die moralische Bewertung, sondern auch die Logik der Argumentation ihrer Befürworter.
Und hier wie dort geht es um das Leben von Kindern.

Samstag, 3. Dezember 2022

„Überbevölkerung“

ist eine Drohung, mit der man gerne der Kirche Schuld zuschob, weil sie der mit dem Verbot von Empfängnisverhütungsmitteln Vorschub leiste.
Nun sind es acht Milliarden Menschen; doch das Blatt beginnt sich zu wenden: nun erhält der «hartnäckige Mythos einer Überbevölkerung» Widerspruch von durchaus nichtkirchlicher Seite.
Und zu ungefähr gleicher Zeit ist an anderer Stelle zu erfahren, was wirklich die Ernährung der Weltbevölkerung beeinträchtigt.
Dies beides verdient, nebeneinandergesehen zu werden.

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Sehr geehrte Herren Bischöfe des „Synodalen Wegs“,
liebe Genossinnen und Genossen auf diesem Weg,

ein Vorschlag zur Güte: Tretet zu den Unitariern über, gerne geschlossen! Dort dürft Ihr glauben, was immer Ihr wollt, Ihr dürft Riten vollziehen, welche und an wem Ihr immer wollt.
Die alte katholische Kirche ist ja eigentlich nur noch für eine Minderheit da, die nämlich, die das Heil bei ihrem Herrn finden wollen – um die braucht Ihr Euch ja nicht zu kümmern.
Tschüß!

Ein Kaplan, der Liebe zur Liturgie zeigt

«Die Kirche ist mehr als die Summe ihrer Kapläne», stöhnte man vor einem halben Jahrhundert. Heute ist es sehr anders: ganz häufig sind es die Kapläne, auf die man viel Hoffnung setzen darf.
Erlebnisse der letzten Wochen laden zu Anerkennung ein.

Dienstag, 11. Oktober 2022

Todesstrafe im Katechismus der Katholischen Kirche

Heute vor fünf Jahren hat Papst Franziskus I. eine Ansprache gehalten, von der ein Satz in den Katechismus der Katholischen Kirche gelangt ist: dieser Satz erklärt die Todesstrafe für unzulässig.
Es ist schwierig, dieser Neuformulierung des Paragraphen 2267. des KKK zu widersprechen, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, es solle die Todesstrafe befürwortet werden. Nun aber, nach fünf Jahren, sei es unternommen: Dogmenverkündigung auf kaltem Weg?