Dienstag, 27. März 2007

Gehorsam - oder: Auf einmal ist man altmodisch

Nachdem der Heilige Vater in seinem postsynodalen Schreiben SACRAMENTUM CARITATIS zur Verwendung des Lateinischen in der Liturgie aufgerufen hat, will ich dies als Pfarrer in unserer Pfarrei umsetzen.
Gestern kamen mir die Meßdiener zuvor: An unserer Saktristeitür hängen Vorbereitungsgebete zur Heiligen Messe, deutsch und latein, die ich bisher "aus pastoralen Gründen" mit Meßdienern, Lektor und Kommunionhelfer immer auf deutsch gebetet habe. Gestern sagten die vier Meßdiener (etwa 12 Jahre alt):" Jetzt beten wir das aber auf Latein!" Ihre Aussprache war zwar suboptimal (nach dieser Schallplatte, die ein humanistischer Lateinlehrer damals in Pompei gefunden haben will, obwohl ich nach wie vor nicht glauben will, daß selbst die alten Römer je so gesprochen haben) - aber immerhin.
Nun werden wir in der Osternacht von der Präfation bis zum Vaterunser in der Muttersprache der Kirche feiern.
"Man muß eben mit der Zeit gehen - und antik sein."

Kommentare:

  1. Stimmt!

    Und wenn dann die Tage das Motu Proprio zur Missa Tridentina kommt, hier könnt ihr schon mal - Gratis - Ministrantenbücher bestellen:

    „Lernbüchlein für Ministranten“
    Detaillierte Anleitung zum Ministrieren der stillen Messe im klassischen römischen Ritus mit praktischer Hilfe zur korrekten Aussprache der lateinischen Antworten. 24 Seiten.

    P. Martin Ramm FSSP, Ludretikonerstr. 3, CH-8800 Thalwil

    p.ramm@fssp.ch

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  2. Na ja, anscheinend ist es tatsächlich so wie Bruno Jonas es gestern abend beim "Scheibenwischer" formulierte: "die Leute wollen gar nicht mehr alles verstehen, es gibt wieder einen Trend zum Geheimnisvollen." Na, toll!

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