Samstag, 30. November 2019

Der blutleere Karneval der liturgischen Revolution

Harte Worte; aber sie sind mir gestattet, weil harte Worte darüber zuvor schon andere gebraucht haben, Große der Kirche, so die Kardinäle Ottaviani und Bacci, so Kardinal Ratzinger.
50 Jahre lang Novus Ordo: Orietur Occidens blickt zurück.

Dienstag, 26. November 2019

Donnerstag, 7. November 2019

Umgang mit Mißbrauch in der Kirche

Mons. Werner Thissen, emeritierter Erzbischof von Hamburg, hat über den Umgang mit sexuellem Mißbrauch im Bistum Münster gesprochen, dessen Personalwesen er in den frühen achtziger Jahren vorstand, dessen Generalvikar er in den späten achtziger und den neunziger Jahren war.
In diesem Gespräch mit der Bistumszeitung hat er Fehler eingestanden, die in Wirklichkeit nicht einfach seine persönlichen Fehler waren, sondern im Personalwesen allgemein verbreiteter Brauch, ein Brauch, der auf noch weiter verbreiteten Mißverständnissen vom Wesen von Therapie beruht.
Man hat der Therapie vertraut. Aber Psychotherapie ist kein Sakrament, sie wirkt nicht ex opere operato. Die wesentliche Leistung in einer Therapie ist die des Klienten: er muß therapiefähig sein, die erforderliche Beziehungs- und Introspektionsfähigkeit haben und darüber hinaus den psychischen (sagen wir einmal so:) Humus für Veränderung haben; und er muß sich willentlich und mit allem Einsatz auf die Therapie einlassen. Und selbst dann ist der Therapieerfolg nicht einfach gewährleistet.
Mißbrauchsverdächtige wurden irgendwann wieder in der Pfarrseelsorge eingesetzt, dann nämlich, wenn der Therapeut das für richtig erachtete. Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Alkoholikern; ich weiß, daß ich nicht wirklich vorhersagen kann, ob ein Patient rückfällig wird. Nun hat auch das Verhalten von Pädophilen und Teknophilen Suchtcharakter; bei ihnen ist ebensowenig vorherzusagen, ob sie rückfällig werden (die sexuelle Orientierung auf Kinder und Jugendliche selbst ist im sehr begrenzten Rahmen einer üblichen Therapie nicht aufhebbar).
Damals, in den achtziger Jahren, habe er keine Vorstellung davon gehabt, «was für ein Schaden bei einem jungen Menschen angerichtet wird durch Missbrauch» . Damit nun war er in jenen Jahren wenn nicht in guter, so doch in reichhaltiger Gesellschaft. Das ist mittlerweile (ihn belaste das heute sehr) dankenswerterweise sehr anders; dringend zu wünschen ist, das in den Ordinariaten darüber hinaus der Glaube an die quasi-sakramentale Wirkung von Therapie und an die Allwissenheit der Therapeuten geschwunden ist.

Mittwoch, 6. November 2019

Lohnprellerei

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden: Es bleibt legal ...
Der Chronist von Orietur Occidens referiert.

Dienstag, 5. November 2019

Inkulturation im antiken Patras

Aus den Akten des seligen Apostels Andreas:
Die ganze Stadt [Patras] freute sich über die Genesung des Prokonsuls, und aus den Vororten kamen Menschenmengen, und sie brachten Kranke, die an verschiedenen Krankheiten litten. Er betete für sie, rief den Namen des Herrn Jesus Christus an, legte ihnen die Hände auf und heilte sie alle. Alle Einwohner der Stadt waren von Staunen ergriffen und riefen: «Groß ist die Macht des ausländischen Gottes! Groß ist der Gott, der vom Ausländer Andreas verkündet wird! Heute beginnen wir, unsere geschnitzten Götzenbilder zu zerstören, ihre Haine zu fällen, die götzendienerische Kenntnis der falschen Götzen und der Dämonen zu unterdrücken. Wir erkennen statt dessen den wahren Gott an, der von Andreas verkündet wird; groß ist der Gott von Andreas!» Alle zusammen stürzten sich auf die Tempel, hauten die Götzenbilder in Stücke, zerschlugen sie, vernichteten sie, zerstampften sie, zerstörten sie und verbrannten sie mit dem Ruf: «Genannt werde allein der Gott von Andreas.» Der Prokonsul Lesbius war froh über den Ruf der Menge und und freute sich über die Taten des Volks.
(cod. Vat. GR 807, 6, 1-2; zitiert nach Scuola Ecclesia Mater)