Samstag, 27. April 2019

«Wieso wir schöne Kirchen brauchen»

fragte vorgestern Nolite timere; und sie meinte: «Manchmal scheint bei modernen Architekten und Künstlern geradezu ein Vergnügen daran da zu sein, den Leuten Hässliches vorzusetzen und Erwartungen an sakrale Kunst zu enttäuschen ...». Stimmt; doch dazu gesellen sich noch die Architekturtheoretiker und -Kritiker.
Es gibt im Netz eine Straße der Moderne: «Moderne Kirchen aus 100 Jahren / Entdecken Sie ausgezeichnete Architektur, beeindruckende Bauten und kühne Konstruktionen. ... Lassen Sie sich inspirieren: Räume für Gottesdienste und Orte der Stille laden Sie ein, unterwegs anzukommen.» Was aber auf diesen Seiten zu finden ist, sind großenteils ebenjene Scheußlichkeiten, über die sich Nolite timere zu Recht ereifert. Ein Beispiel: weil dort zeitweise Angehörige wohnten, war ich gelegentlich in St. Bonifatius in Sachsenhausen; die Kirche ist so, daß ich mich dann lieber auf den Weg zu den Kapuzinern jenseits des Mains gemacht habe. Die Straße der Moderne aber wähnt dort «eine Rauminszenierung, die St. Bonifatius eine einzigartige Würde und dem Architekten eine überregionale Bekanntheit verlieh.» Die beigegebenen Photos freilich zeigen die Häßlichkeit des Raums nur ansatzweise.
Ein Gegenbeispiel: Aus ähnlichem Grund war ich manchmal in Baden-Baden. Etwa auf halbem Weg zwischen zwei alten Kirchen, der Stiftskirche in der Stadtmitte und der Cistercienserinnenkirche in Lichtenthal, steht eine moderne Kirche, St. Joseph. Von außen unansehnlich, zeigt sie im Inneren durch die Zentralarchitektur und besonders die prachtvolle Wirkung der farbfrohen Fenster eine großartige Wirkung. Wiederum, nun in umgekehrter Richtung, zeigen die Photos im Netz die Wirkung des Raums nur ansatzweise. Diese moderne Kirche aber wird von der Straße der Moderne ignoriert.

Was mich freut, ist, daß, indem Nolite timere als Beispiel für eine schöne neue Kirche alten Stils eine russisch-orthodoxe Kirche zeigt, sie einen Konterpart setzt zu ihrem „Rant“ (laut Wörterbuch: „Geschimpfe, Gezeter“) gegen die von uns getrennten Ostkirchen.
Allerdings wird solcher leicht künstlich oder verspielt. Eine Kirche, die neu ist, aber weder modern noch alten Stils, sondern einfach Kirche sein will, sehe ich in Le Barroux.

Donnerstag, 25. April 2019

Scheintodhypothese

Rechtzeitig zu Ostern geht die Scheintodhypothese durch die Medien.
Der Chronist von Orietur Occidens referiert und bewertet.

Dienstag, 23. April 2019

Das treffendere Wort

Scheinbar kleine Dinge, die stimmen, die treffen, die gut tun.
Zweimal hat der Chronist von Orietur Occidens in den österlichen Festmessen berichtenswertes Gutes erlebt.

Montag, 22. April 2019

Sonntag, 21. April 2019

Karfreitagsprozession in Jerusalem


In der Jerusalemer Grabes- und Auferstehungskirche wird am Karfreitag diese Prozession gehalten.

Samstag, 20. April 2019

In dubio pro veneno?

Eine Abmahnung, ein Verbot durch einstweilige Verfügung gegen eine Organisation, die ein Gutachten des Bundesinstituts veröffentlicht hatte, das die Krebsrisiken von Glyphosat behandelt.
Das Gute daran: durch Anfrage bei diesem Institut ist das Gutachten dem einzelnen zugänglich.
Und das Insektensterben, das den Obstbau gefährdet, wird weiter vorangetrieben.
Der Chronist von Orietur Occidens hatte zuvor schon über den staatlichen Umgang mit den Risiken von Glyphosat geschrieben; nun sind zwei Nachträge angezeigt.

Ein langer Weg zur Karfreitagsliturgie

– er hat sich gelohnt (aber bis vor kurzem bedurfte es keiner solchen Umwege).
Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.

Dienstag, 16. April 2019

Lebendige Gotik

Nach Hause gekommen war ich in der Freude über die Meßfeier, die ich gerade erlebt hatte, da traf mich die Nachricht, die ich zunächst kaum wahrzuhaben vermochte.
Notre Dame

Montag, 15. April 2019

Liturgie sonntags und alltags

Ein Hochamt am Palmsonntag und eine schlichte Werktagsmesse – der Chronist von Orietur Occidens berichtet zweimal.

Samstag, 6. April 2019

Christlich-abendländische Alternative für Deutschland

"Christlich ist es eben nicht, das Leichte und Bequeme des Mitschreitens in der eigenen Gruppe gegen die anderen anzunehmen, sondern christlich ist es, dagegen aufzustehen. Christlich ist es, sich um das Verstehen des anderen zu mühen, auch wenn die eigene Gruppe davon enttäuscht ist. Christlich ist es, über die Grenzen hinweg immer wieder das Begegnen, das Verstehen zu suchen. Und dies geht uns hier an: beginnend in der Familie, im Zueinander der verschiedenen Berufe, im Zueinander der verschiedenen Sprachgruppen, die wir gerade hier, in München, kennen. Immer wieder müssen wir allen Einwänden und Vorwürfen zum Trotz als Christen den Mut haben, solche Grenzen zu überschreiten, im andern den mir vom Herrn gesandten Bruder zu erkennen, den Weg zu beschreiten, der Christus selber ist."

Joseph Kardinal Ratzinger, damals Erzbischof von München-Freising, später Papst Benedikt XVI., in seiner Predigt anläßlich der Heiligsprechung von Bischof Johann Nepomuk Neumann in St. Michael in München am 22. 6. 1978. 
Aus: Kardinal Joseph Ratzinger. Heiligenpredigten, hg. von Stephan Otto Horn, München 1997 

Montag, 1. April 2019

Mathematische Sensation – entdeckt durch IT

Durch IT („Intelligence technology“) wurde eine mathematische Sensation entdeckt:
2×2 ist nicht genau gleich 4, sondern 3,999 999 98!