Samstag, 9. Mai 2020

Kirche und katholische Universitätstheologie

Die Kirche:
«Dieselbe heilige Mutter Kirche hält fest und lehrt, daß Gott, der Ursprung und das Ziel aller Dinge, durch das natürliche Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Gewissheit erkannt werden kann. „Denn was von Ihm unsichtbar ist, seit Erschaffung der Welt, ist durch die Werke zu begreifen und wird so geschaut“ (Röm. 1,20)
(Conc. Vat. I, Const. Dogm. „Dei Filius“, Cap. 2. De revelatione)

Magnus Striet, Professor für Fundamentaltheologie
an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau:
«Diese [die Gesellschaften] sind schon deshalb notwendig säkular, das heißt, sie können schon deshalb nicht auf Religion basieren, weil ihnen nicht nur faktisch, sondern auch aus intellektuellen Redlichkeitsgründen die Gewissheit Gottes abhandengekommen ist.»
(Striet kritisiert Benedikt: Gesellschaften nicht religionsfeindlich)

Ich verlange von niemandem, daß er den katholischen Glauben teilt – der Herr allein ist Richter –; aber daß ein katholischer Theologieprofessor dem früheren Papst Benedikt, vorwirft, daß er an diesem Glaube festhält, ist geschmacklos.

Im selben Artikel schreibt Professor Striet: «Man stelle sich einmal vor, ... habe es nie gegeben. ... Kann es sie in der Zukunft nicht dennoch geben? Man stelle sich vor, nie habe es in der Kirchengeschichte ... gegeben ... Kann eine solche Anerkennung in Zukunft nicht doch erfolgen?»
«Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die den Menschen vor der erniedrigenden Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein», befand Gilbert Keith Chesterton (gratias Laurentio Rhenanio). Könnte denn eine Kirche mit der Haltung, die Professor Striet da entworfen hat, dieser Sklaverei noch entrinnen?

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