Sonntag, 9. November 2008

Mittwoch, 5. November 2008

Dienstag, 4. November 2008

Beiläufig nur

erfährt man gelegentlich wunderliche Eigenheiten unseres Rechtsstaates. Zweierlei etwa las ich ganz am Rande in der tageszeitung eines einzigen Tages:
• Gegen Maßnahmen des Bahnvorstandes, die den Eindruck erwecken können, Männern ebendieses Vorstandes mehr zu nützen als den Bahnfahrern, gebe es keine Weisungsmöglichkeit des Bundes, obwohl der Bund hundertprozentiger Eigentümer des Unternehmens ist. «Das Aktienrecht mache es auch einem Eigentümer schwer, Einfluss auf operative Entscheidungen zu nehmen», erfährt man vom Sprecher des Verkehrsministers.
Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht, das hierzulande gerne überbewertet wird derart, daß der andere Satz des Grundgesetztes, daß Eigentum verpflichtet, zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll, hintangestellt wird. Nun aber erfahre ich, daß dem Aktienrecht nach das Recht des Eigentümers ebenso wie das Wohl der Allgemeinheit zurückzustehen hat gegenüber der Macht der Funktionäre.
• Geldstrafen werden gerechterweise nach Tagessätzen bemessen. Jedoch lese ich nun, daß das Strafgesetzbuch den Tagessatz auf höchstens 5.000 € begrenzt. Der Tagessatz, den etwa der Vorstandsvorsitzende der Bahn zu zahlen hätte (über sein Einkommen hat gerade der andere Artikel aufgeklärt), betrüge also relativ nur wenig mehr als die Hälfte des Tagessatzes eines Sozialhilfeempfängers.

Samstag, 18. Oktober 2008

Pro multis = für alle!

Eben eigentlich ja gerade nicht mehr!

Ein Musterbrief an den zuständigen Bischof findet sich hier.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Brauchen wir Mafiamitarbeiter im Justizministerium?

Der Chronist scheint zurückzukehren; er ist schon im September angekommen. Lesen Sie seine Überlegungen über die Mitarbeiter bundesdeutscher Ministerien!

Sonntag, 28. September 2008

Da gibt´s das Blog für die außerordentliche Form

und das Blog für die ordentliche Form....

aber die Frage aller Fragen könnt Ihr in der Umfrage dieses Blogs beantworten!

Donnerstag, 25. September 2008

Unser Stadtteil soll öder werden II.

Wir hatten uns schon in Worten ereifert; Sie können aber auch Bilder sehen von dem bedrohten Gebiet - und auch sehen, was man dagegen zu tun sucht.

Montag, 22. September 2008

Eine große Wallfahrt

Wie man das in der Diaspora so macht: Hier!

Donnerstag, 11. September 2008

Nach den Tragödien folgt das Satyrspiel

Nachrichten eines Tages:
Der südossetische Präsident erklärt, Südossetien wolle nicht unabhängig werden, sondern sich mit Nordossetien vereinigen und so Teil der Russischen Föderation werden. Daraufhin erklärt der russische Außenminister, Südossetien werde unabhängig bleiben. Darauf nun erklärt der südossetische Präsident, er sei mißverstanden worden, natürlich wolle Südossetien unabhängig bleiben.
So etwas also nennt man Unabhängigkeit.

Donnerstag, 4. September 2008

Mensch Clemens

Eine katholische Blogger-Initiative antwortet dem protestantischen Liedermacher und Pfarrer Clemens Bittlinger auf dessen Papstgesang: hier.

Freitag, 29. August 2008

Nachrichten aus Eriwan

Unter diesem Titel ist in einem Blog ein Reisebericht aus Armenien zu finden, den ich empfehlen kann.

Montag, 25. August 2008

Latein im Fernsehen

und das in Deutschland: Hier!

Samstag, 23. August 2008

Es ist eigenlich so einfach!








oder vielleicht:

Fac rubrum - dic nigrum!

Dienstag, 5. August 2008

Zweierlei Maß

Aufstand in der SPD: Herr Clement soll ausgeschlossen werden, weil er vor der Landtagswahl in Hessen, öffentlich davon abgeraten hatte, die Spitzenkandidatin seiner Partei, Andrea Ypsilanti, zu wählen. So etwas nennt man gemeinhin parteischädigendes Verhalten, und dafür gilt wohl in allen Parteien der Ausschluß als angemessene Reaktion. Einen besonderen Haut goût bekommt die Sache dadurch, daß Herr Clement seine Ablehnung von Frau Ypsilanti mit ihrem energiepolitischen Kurs begründete – er sitzt im Aufsichtsrat von «RWE-Power».
Aber die Parteigrößen der SPD protestieren gegen seinen Parteiausschluß.
Zum Vergleich: schon im April wurde, weil er vor der Landtagswahl in Niedersachsen zur Wahl der Linken aufgerufen hatte, Detlev von Larcher, ehemaliger SPD-Bundesabgeordneter, ehemaliger SPD-Unterbezirksvorsitzender, umgehend aus der SPD ausgeschlossen.
Damals aber protestierte keine der Parteigrößen. Hier wird also mit zweierlei Maß gemessen. Der mir erkennbare Unterschied ist der, daß Herr von Larcher, der sich nur bei Attac engagiert, nicht bei RWE, keinerlei Haut goût zu bieten hat, sondern sich letztlich, wenn auch reichlich über die Bande gespielt, für das Wohl seiner Partei einsetzen will.
Einen interessanten Vorschlag macht der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Andres, der den Parteiausschluß für eine Abrechnung mit der Agenda 2010 hält: „Aber wenn man das will in der SPD, dann müssen sie auch mich ausschließen, Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier, Ulla Schmidt – also das ganze Kabinett. “
Na, denn man tau!

Wieder gute Nachrichten

Auf Mailand bezieht sich «Summorum pontificum ja eigentlich gar nicht; Aber nichtsdestoweniger trägt es auch dort Früchte.

Freitag, 1. August 2008

«Wer soll diese Plörre saufen?»

fragte die tageszeitung auf der Titelseite. Dazu findet man einen Artikel – samt Leserbrief –, der erklärt, wieso immer mehr Bier einen faden Einheitsgeschmack bietet, sowie eine kleine Übersicht, welche Biersorten bereits zu den allergrößten Konzernen gehören. Und schließlich beim Chronisten eine Betrachtung über Bier auf dem freien Markt.

Die Grenzen unseres Rechtsstaats

Todesstrafe und Folter sind bei uns abgeschafft. Der Chronist aber äußert Zweifel, ob dem wirklich so ist.

Unser Stadtteil soll öder werden

– das ist der offizielle Zweck (wörtlich: «lichte Umgebung»), weshalb der Stadtbezirk Eimsbüttel an der bisher beliebten Isebek-Uferpromenade etliche Bäume fällen lassen und durch Beton und übersichtliche Ziersträucher ersetzen will. 240 000 € will der Bezirk dafür springen lassen.
Daß in Hamburg gespart werden muß, ist wohlbekannt; nun erfährt man wieder einmal, wofür gespart werden muß.