Freitag, 24. August 2012

Wo herrscht militante Ausländerfeindlichkeit?

Ständig noch neue Nachrichten von der «NSU» genannten Terrorzelle, die eine Reihe von Morden an Ausländern begangen hat. Zur gleichen Zeit erinnert man sich an die Serie ausländerfeindlicher Anschläge, die heute vor zwanzig Jahren mit dem Brandanschlag in Rostock-Lichtenhagen einen Höhepunkt fand.
Was hilft gegen Ausländerfeindlichkeit, fragt der Chronist von Orietur Occidens; und er weiß eine einfache Antwort.

Ein falscher Freund

Der anstehende US-amerikanische Wahlkampf bewegt auch hierzulande die Menschen. Dabei moniert der Chronist von Orietur Occidens die Gefahr, daß, weil der eine Kandidat – zu Recht – abgelehnt wird, der andere unkritisch bejubelt wird und dabei ideologische Contrebande ins christliche Glaubensverständnis gerät.

Montag, 20. August 2012

Was ist «’s»?

Eine Kampagne der Bundesregierung, gemeint ist mit ihr: für Kondomgebrauch. An sich schon nicht gut katholisch; aber: wofür wird eigentlich geworben? Der Chronist von Orietur Occidens geht der Frage nach, mit klarem Ergebnis.

Samstag, 18. August 2012

«Und man siehet die im Lichte»

– nämlich diverse Laien hochaktiv im Chorraum in der Festmesse zum Fest der Aufnahme Marias in den Himmel. Der Chronist von Orietur Occidens denkt dabei an Brecht.

Dienstag, 7. August 2012

Sind Kinder für die Eltern oder Eltern für die Kinder da?

Reproduktionsmedizin – Kinder werden produziert: die einen, um dann ausgetragen zu werden, die anderen zum Wegwerfen. Daran hat man sich gewöhnt; nur noch, wenn mittels «PID» entschieden werden soll, welches Kind geboren, welches weggeworfen werden soll, kocht noch der Meinungsstreit hoch. Leihmutterschaft: auch daran hat man sich gewöhnt. Aus Argentinien nun gibt es ein neues Beispiel für möchte-gern-elterliche Bedürfnisse; der Chronist von Orietur Occidens stellt es dar.

Samstag, 4. August 2012

Das Beschneidungsverbot

ist antisemitisch – ist menschenrechtswidrig – ist totalitär: große Worte, doch gut begründet vom Chronisten von Orietur Occidens.

Aus dem Urlaub zurück

Der Chronist hat gesehen, wie schön Augsburg ist. Dabei hat er auch verschiedenartige Eindrücke von moderner Sakralkunst bekommen.

Sonntag, 29. Juli 2012

Komplet im Original - lateinisch deutsch

Die Komplet, das Nachtgebet der Kirche, in der "originalen" Fassung des Römischen Breviers von 1568, zum Singen eingerichtet, lateinisch-deutsch, findet sich hier.

Eine freundliche Empfehlung des Heftkespastoralverlages.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Die neue Tafel in Yad Vashem

Der Apostolische Nuntius in Israel ist zufrieden mit der Auswechselung der verleumderischen Informationstafel in Yad Vashem über das Handeln Papst Pius’ XII. während der Scho’a – der Chronist von Orietur Occidens ist es nicht; er weiß das zu begründen.

Montag, 2. Juli 2012

Wie oft noch muß die Schwarze Legende
gegen Papst Pius XII. widerlegt werden?

Den neusten Versuch verdanken wir dem jüdischen Forscher Gary Krupp; «katholisches.info» berichtete. Leider führt die angegebene Dokumentationsseite in ein Chaos; daraus habe ich die beiden ausdrucksstärksten Belege herausgefischt – ich hoffe aber, es gibt noch bessere Fischer.

Sonntag, 1. Juli 2012

Freitag, 15. Juni 2012

Absurdes Theater

Papst Benedikt wünscht die Einheit, der Generalobere der Piusbruderschaft, Mgr. Fellay, ebenso.
Und dann: Der Bruderschaft wird eine «lehrmäßige Präambel» vorgelegt, es folgt Antwort auf Antwort, auch einmal ein Ultimatum, nach dem es – natürlich – weitergeht wie zuvor. Mgr. Fellay ziert sich, verwendet in seiner Antwort kritische Formulierungen – mit «Irrtümern des Konzils» wird er von kath.net zitiert –, die der Papst – wen wundert’s? – ablehnt.
Und in der Zwischenzeit veröffentlicht eine österreichische «Pfarrerinitiative» einen «Aufruf zum Ungehorsam», «Priester und Diakone der Erzdiözese Freiburg» fordern einen «Aufbruch jetzt!» im Ungeist des Theologen-Memorandums, das ZdK treibt seine übliche billige Romkritik. Hat Rom nicht andere Sorgen als «lehrmäßige Präambeln»?
Absurdes Theater! Und dennoch haben beide recht. Mgr. Fellay: er muß vermeiden, daß die anderen Bischöfe der Bruderschaft von der Einheit, die er zu erreichen sich bemüht, abspringen und so die Spaltung fortbestünde, nur mit verschobener Bruchlinie. Der Papst: wenn er zugestünde, daß einige Formulierungen des II. Vaticanum sehr mißverständlich sind, und daß das kein Zufall ist, so würden sich einige Winkel unserer Kirche in einen Hexenkessel verwandeln – und ich fürchte, große Teile der Kirche in Deutschland würden zu diesen gehören.
Beten wir dafür, daß letztlich Papst Benedikt und Mgr. Fellay ihr Werk gelingt!

Was treibt die EU im Kosovo?

Die Kosovo Property Agency: eine Vollstreckungseinheit im Kosovo, straff unter ausländischer Kuratel, wie die englische Sprache des Namens zeigt. Die Regie führt die Eulex, «der größte zivile Einsatz in der Geschichte» der EU, die «mehr als 400 Justizbeamte ... ins Land geschickt» hat.
Was treibt diese Einheit? Sie setzt (zum Beispiel) arme Familien, die kein Geld für Miete haben, aus ihrer Wohnung heraus, auf die Straße. «Wenn wir kommen, gibt es keine Diskussionen mehr.»

Mittwoch, 13. Juni 2012

Der Mythos vom friedlichen Buddhismus

(iterum)
«Die Spannungen hatten sich entladen, nachdem zehn muslimische Pilger während einer Busreise am 3. Juni von einem buddhistischen Mob umgebracht wurden. Anlass war die Vergewaltigung und Ermordung einer Buddhistin Ende Mai, für die drei muslimische Männer verantwortlich gemacht worden waren. Der Mob hatte angenommen, die mutmaßlichen Täter befänden sich in dem Bus», lese ich.

Flaggen

sind für Schiffe geschaffen, nicht für Autos.

Dienstag, 5. Juni 2012

Das Europa des Bundespräsidenten und das meine

«Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt, hat er die Aufklärung erlebt, gar eine Reformation?» lese ich Joachim Gauck zitiert. Verstehe ich den Bundespräsidenten recht, daß ein Islam, der eine Reformation erlebt hätte, mehr zu Europa gehörte als ein einfach nur islamischer Islam? Verstehe ich ihn recht, daß «erlebt» nicht nur heißt, trauriger Zeuge geworden zu sein, sondern auch davon betroffen gewesen zu sein?
Ich selber meine nicht, daß der Islam zu Europa gehöre, doch habe ich zuviel Respekt vor dem Gewissen muslimischer Menschen, als daß ich ihnen vorschreiben wollte, welcher Art ihr Islam sein solle, dem sie anhängen (wohl habe ich eine Meinung, welcher Religion sie besser angehörten).
Doch zurück zum Herrn Bundespräsidenten: meint er dann etwa auch, daß Christen mehr zu Europa gehören, wenn sie eine Reformation «erlebt» hätten?
Mir scheint, das Europa des Herrn Bundespräsidenten ist nicht das meine – mein Europa ist aus der Veredlung der griechisch-römischen Kultur durch ein gänzlich unreformiertes Christentum gebildet worden.

Dienstag, 22. Mai 2012

Bedarf an einer «lehrmäßige Präambel»

«Wir wollen vor allem, dass wiederverheiratete Geschiedene die Eucharistie bekommen können, dass die katholischen Laien an den Entscheidungen in der Kirche beteiligt werden und dass das Priesteramt für Frauen und Verheiratete geöffnet wird», so ein Pfarrer der österreichischen Pfarrer-Initiative in einem Interview.
Und:«Unsere Initiative vereint etwa zehn Prozent der Pfarrerschaft in Österreich. Wir spüren in der Hierarchie eine Menge Nervosität. Gleichzeitig werden erste Gesinnungsfreunde ähnlicher Initiativen in der Slowakei und in Irland drangsaliert. Man droht diesen Pfarrern, ihnen ihr Amt zu entziehen, wenn sie nicht schweigen.»

Ich wünsche da keine Drohungen, sondern die Verpflichtung, eine «lehrmäßige Präambel» zu unterschreiben, für alle Pfarrer der Pfarrer-Initiative, mit der nachkonziliären Professio fidei – « .. Außerdem hange ich mit religiösem Gehorsam des Willens und des Verstandes den Lehren an, die der Papst oder das Bischofskollegium vorlegen, wenn sie ihr authentisches Lehramt ausüben, auch wenn sie nicht beabsichtigen, diese in einem endgültigen Akt zu verkünden.»

Mittwoch, 16. Mai 2012

Warum eigentlich

muß die Piusbruderschaft und nicht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz eine «lehrmäßige Präambel» unterschreiben?

Dienstag, 15. Mai 2012

Die Piusbruderschaft: Worum geht es? Um wen geht es?

Seit langem wird immer deutlicher: Papst Benedikt bemüht sich um die Einheit – die Piusbruderschaft ziert sich – es häufen sich Kommentare, aus der Einheit werde nichts werden.
Doch nun, seit wenigen Wochen, wird klar, daß die Weichen von beiden Seiten auf die Einheit hin gestellt sind. Allerdings: jetzt zeigen sich Spannungen innerhalb der Piusbruderschaft. Jetzt, da die Hoffnung auf Einheit größer ist als je seit 1988, droht sich die Bruderschaft zu spalten.

Worum geht es?
Die Einheit der Kirche ist vom Herrn gewollt; es ist klar, daß die Piusbruderschaft sie braucht.
Aber auch die Kirche braucht sie: sie kann nicht einfach auf so viele Priester verzichten – Priester, zu denen man jedenfalls sehr viel mehr Vertrauen haben kann als zu den Pfarrern der österreichischen «Pfarrerinitiative» mit ihrem „Aufruf zum Ungehorsam“ oder zu den Theologen des «Theologen-Memorandum 2011».
Darüber hinaus ist auch rein menschlich jede Spaltung von Übel: sie zwingt zumindest jeden, der Priester werden will, sich zu entscheiden zwischen zwei Seiten, obgleich an keiner der beiden nur Schlechtes wäre. Hat man sich aber entschieden, so läuft man, ganz menschlich, Gefahr, um im Einklang mit der eigenen Entscheidung zu bleiben («Dissonanzvermeidung»), die andere Seite nur noch ablehnend wahrzunehmen, das Gute an der anderen Seite ebenso wie das weniger Gute an der eigenen nur mehr wenig zu bemerken. Man läuft, ganz menschlich, Gefahr, Argumente nur noch von der eigenen Seite zu beachten. So werden beide Seiten einseitiger.

Um wen geht es?
Bischof Bernard Fellay, der Generalobere, will die Einheit, P. Schmidberger, der Obere des deutschen Distrikts und frühere Generalobere, ebenso. Doch die drei anderen Bischöfe wenden sich dagegen; kürzlich ist ein Brief von ihnen an den Generalrat veröffentlicht worden, zusammen mit der Antwort von Mgr. Fellay und seinen Assistenten.
Was nun ist von diesen drei Bischöfen zu befürchten?
Mgr. Richard Williamson ist in der Öffentlichkeit diskreditiert durch seine weitgehende Leugnung der Scho’a; in den Gemeinden der Piusbruderschaft stoßen zudem seine überzogenen Forderungen (ein jeder bete täglich drei Rosenkränze) auf Unwillen.
Mgr. Alfonso de Galerreta ist der unauffälligste der Bischöfe; von ihm ist eher nicht zu erwarten, daß er die Initiative zur Spaltung ergriffe.
Es geht vor allem um Mgr. Bernard Tissier de Mallerais: hochintelligent, hochgebildet, zutiefst integer. Er plaidierte 1988 gegen die Bischofsweihe; nach den Erfahrungen der Jahre danach zeigt er sich intransigent. Er ist es, der, im Verein mit den beiden anderen, einen beträchtlichen Teil der Bruderschaft und ihrer Gemeinden in die Spaltung führen könnte. Und doch ein Mann, wie ihn die Kirche braucht.
Es hat Mgr. Fellay, es hat kürzlich P. Simoulin in einem sorgfältig argumentierenden Text inständig zum Gebet um die Einheit aufgerufen. Ich schließe mich ihm an.
Die Ligamina verdanke ich dem Portal zur katholischen Geisteswelt und Motu Proprio: Summorum Pontificum. Zur Frage der Konzilsanerkennung bietet Laurentius Rhenanius einen trefflichen Kommentar.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Hebammen in Bedrückung

Einmal hatte ich die Gelegenheit, eine Klasse werdender Hebammen zu unterrichten. Es waren junge Frauen, die durch ihr Engagement, ihre Klugheit beeindruckten.
Nun erfahre ich, daß Hebammen heutzutage oft nur einen Stundenlohn erhalten, den kein anständiger Mensch seiner Putzfrau zumuten würde. Die gewichtigste Ursache: die Haftpflichtversicherung kostet sie heute etwa das Dreieinhalbfache dessen, was vor nicht einmal zehn Jahren zu zahlen war – und was auch schon sehr viel war. Das Gesundheitsministerium «sieht aber keinen akuten Handlungsbedarf ... Man erwarte vielmehr von den Krankenkassen, „dass auch der ... zu erwartende Anstieg der Prämien im Rahmen der Vergütungsverhandlungen angemessen berücksichtigt wird“.
Also: der Staat schafft einer Rechtsprechung Raum, die Hebammen auch ohne abnorme Leichtfertigkeit zu untragbaren Schadensersatzleistungen verurteilt; er mutet ihnen zu, sich zu kaum tragbarem Preis dagegen haftpflichtversichern zu lassen. Wenn es aber darum geht, Hebammen es zu ermöglichen, trotzdem ihrem Beruf nachzugehen, so «erwartet» die Regierung, daß die Krankenkassen da einspringen, sie selber läßt den Dingen ihren Lauf.
Und so geben immer mehr freiberufliche Hebammen ihren Beruf auf oder beschränken sich auf andere Aufgaben, leisten keine Geburtshilfe mehr. Nur die Zahl der in Kliniken angestellten Hebammen steigt, dort also, wo die Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt vorangetrieben wird.
Lest auch, was vor einiger Zeit schon der Chronist von Orietur Occidens zu diesem Thema geschrieben hat.