Samstag, 28. Juni 2014

Vom Pilgern zu heiligen Tüchern

gibt es schöne Eindrücke hier ...

und andere hier.

Dienstag, 24. Juni 2014

Liturgie und Hörgeräte

Gleich zwei befreundete Priester berichteten in den letzten Tagen von Ereignissen, die mit (leeren Batterien von) Hörgeräten älterer Messteilnehmerinnen zu tun hatten:

1. Der Zelebrant sagt nach der Gabenbereitung: "Wir singen gleich das Sanctus unter der Nummer 193." - Antwort einer älteren Dame: "Und mit deinem Geiste." In der Ahnung, daß er nicht deutlich genug gesprochen habe, sagt der Priester: EINS - NEUN - DREI" - Antwort der selben Dame: "Wir haben sie beim Herrn."

2. Sonntagsmesse bei Ordensschwestern mit stolzem Altersdurchschnitt. Es ist dort nicht immer üblich, die Messe mit beiden Lesungen zu feiern, was aber an diesen Tag geschieht. Nach der ersten Lesung intoniert die schwerhörige Organistenschwester die Antiphon zum Antwortpsalm, dessen Verse von der Lektorin gelesen werden. Als diese mit der zweiten Lesung fortfährt, bekommt die Organistin das nicht mit und unterbricht die Lesung nach je zwei Versen mit der Antiphon - gnadenlos bis zum Schluß.

Herrlich katholisch!

Samstag, 7. Juni 2014

Pfingsten

Rex caelestis, Paraclite, Spiritus veritatis, ubique praesens omniaque adimplens, thesaurus bonorum et vitam praestans:
Veni et habita in nobis et munda nos ab omni macula et salva, Bone, animas nostras!

Himmlischer König, Beistand, Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort des Guten und Spender des Lebens:
Komm und wohne in uns und reinige uns von allem Makel und mach heil, du Guter, unsere Seelen!

Samstag, 31. Mai 2014

Rechtlos in der Not

Einer Familie, die vom Arbeitsamt abhängig ist, wird die Wohnung gekündigt, weil das Amt die Miete nicht rechtzeitig überweist; die Bank nimmt eine Notsituation zum Anlaß, die Zinsbelastung zu verschärfen. Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.

Die XP-Krise ist überwunden

– Linux ist installiert, das Netz ist wieder frei.
Die Fahrt nach Le Barroux ist nun mit einigen Bildern in den Liturgica zu finden. Und auch die Moralia werden nun neu bevölkert – leider besteht dazu ständig Anlaß.

Montag, 19. Mai 2014

Kondome sind gescheitert

als AIDS-Prophylaxe – die Alternative im Sinne des CDC (Center for Disease Control and Prevention), welches beim US-Gesundheitsministerium ressortiert: nicht etwa Verzicht auf Promiskuität, sondern prophylaktische Medikamente; und die sind teuer.
«Den eigentlichen Urgrund der Political Correktness hat schon Jesus mit dem schönen Wort „Mammon“ bezeichnet», schrieb Thomas Baumann in Moderne Irrtümer und ihre Herkunft / Von Donatisten, Ikonoklasten und anderen Ketzern (Augsburg 2011, S. 72). Das CDC gibt ihm recht.

Freitag, 16. Mai 2014

Die Welt als Beute

– das prognostizierte eins Oswald Spengler für die Zeit nach 2000.
Doch die EU-Kommission will dieses Ziel jetzt schon verwirklichen, nach Maßgabe ihrer neuen Religion die Welt „Investoren“ als Beute überlassen, mittels forcierten Freihandels durch „TTIP“ und „ISDS“, mittels irreversibel sein wollender Privatisierung durch „TISA“.
Dringender Anlaß für eine Petition an den Deutschen Bundestag: TISA-Abkommen stoppen!

Donnerstag, 1. Mai 2014

Durch Provence und Septimanien

Auf der Fahrt, in der Enge des TGV, dann herausgelassen auf einen zugigen Bahnhof irgendwo in der Prairie, lernt man die Vorzüge deutscher Schnellzüge schätzen.
Aber: wenn auch kalt, so ist es doch eine mediterrane Prairie.

Palmsonntag in Le Barroux: in der Chronik von Orietur Occidens wird dieser Besuch geschildert.

Von Gründonnerstag bis Ostern sind wir in Montpellier. Die Kathedrale ein großes, schlichtes gotisches Gebäude. Dort findet man den Hinweis auf die Gottesdienste auch der anderen Kirchen der Stadt, darunter S.te Eulalie mit dem Vermerk: „im extraordinären Usus“.
In S.te Eulalie wirkt das Institut „Christus König und Hoherpriester“. Die Liturgie ist, so wie man es von diesem Institut erwartet, sehr korrekt; es wundert geradezu, daß in die Gründonnertagsmesse das Credo geraten ist (das, natürlich, im auch hier vorhandenen ausführlichen Textheft für das Volk nicht erscheint).

Am Vormittag des Karsamstags komme ich an einer Kirche am Rand der Innenstadt vorbei, S.t Denis. Ich sehe hinein – ein sonderbarer Anblick: einige, zumeist junge Männer in bunter Freizeitkleidung kommen mir entgegengeschlurft. Zwei tragen Kerzen, einer ein Kreuz, einer ein Weihrauchfaß. Was soll das sein? Doch dann höre ich einen Herrn mittleren Alters sagen: «Quand le prêtre chante [er singt]: „Lumen Christi“ ...» Ah ja, jetzt weiß ich es.
In der Osternacht gehen wir in die Kathedrale. Die Gebete zur Feuerweihe sind, meinen begrenzten Französischkenntnissen zufolge, etwas ungewöhnlich; dazwischen wird immer wieder «Joyeuse Lumière» gesungen. Ein schöner Text ja; aber wenn man den östlichen Gesang des «Phôs hilarón» in Erinnerung hat, klingt es hier doch wenig ansprechend.
«Lumen Christi» – das höre ich hier nicht. Als wir wieder in die Kirche gelangt sind, höre ich den Diakon (es ist wohl doch, wenn ich recht sehe, ein Priester im Meßgewand) bereits singen. Habe ich das Exsultet, habe ich den Beginn der Präfation versäumt? Jedenfalls höre ich nichts dergleichen, auch nichts, was dem normalen Text, der normalen Melodie ähnelt. Statt dessen wird immer wieder die «Lumière» besungen, und immer, wenn der Diakon dieses Wort singt, schwenkt das Publikum seine Kerzen. Gesänge folgen von französischer Klangpracht; nur das Gloria ist ein schlichter Choralgesang. Prächtig ist auch das Alleluja – es wird freilich nicht vom Bischof gesungen, folgt nicht dem nicht so sehr prächtigem als vielmehr eindrucksvollem überlieferten Melos. Anstelle der Keuschheit der klassischen gregorianischen Melodien und Riten, die sich ruhig, behutsam, doch markant allmählich steigern, hier forcierte Solennité.
Doch ich erlebe auch Erfreuliches: die Kommunion wird nur von Priestern ausgeteilt (daß Laien in Prozession Kelch und Patene zur Opferung zum Altar tragen, daran führt in französischen Kirchen anscheinend kein Weg mehr vorbei). Das Schönste: zwei junge Frauen werden getauft.

Samstag, 12. April 2014

Kann man das heute noch so sagen?


Barmherziger Gott,
du wirkst das Heil der Menschen zu jeder Zeit;
in diesen Tagen aber bist du uns besonders nahe.
Trage Sorge für dein Volk,
schütze die Getauften
und alle, die sich auf die Taufe vorbereiten.

Beim Beten der Tagesoration des Samstags der fünften Fastenwoche stolpere ich: Wieso ist Gott uns in diesen Tagen besonders nahe? 

Ich wittere, daß hier Aggi Ornamento, der berühmte pastorale Besserwisser der 1960er Jahre, das lateinische Original „zeitgemäß“ aktualisiert und einfühlsam an die Verständnisfähigkeit „der Leute“ angepaßt hat, interessiere mich natürlich für die lateinische Vorlage und finde in meinem Missale Romanum die Originaloration:

Deus, qui omnes in Christo renatos

genus electum et regale sacerdotium fecisti,

da nobis et velle et posse quod praecipis,

ut populo ad aeternitatem vocato

una sit fides cordium et pietas actionum.

(übrigens im Ordo Originis die Oration nach der 10. Prophetie in der Ostervigil)

möglichst wörtlich übersetzt:

Gott, der du alle in Christus Wiedergeborenen
zu einem erwählten Volk und einem königlichen Priestertum gemacht hast,
gib uns, sowohl zu wollen als auch zu können, was du vorschreibst,
damit das zur Ewigkeit berufene Volk
eins sei im Glauben der Herzen und in der Barmherzigkeit der Taten.

Kann man das heute noch so sagen?

Und: Was hat das mit der offiziellen Übersetzung des deutschen Meßbuches zu tun?

Ad fontes!


Nachtrag:

Eben erhielt ich den Hinweis, daß die Orationen in der editio tertia des Missale Romanum von 2002 zum Teil umgestellt worden sind. Die in der älteren Fassung von 1975, die ja der offiziellen deutschen Übersetzung zugrundeliegt, am Samstag der 5. Fastenwoche vorgesehene ist in die Messe "Pro electione seu seu inscriptione nominis" (Eingliederung in die Kirche, erste Katechumenenmesse) gewandert. Ihr Text lautet:

Deus, qui, licet salutem hominum semper operaris, 
nunc tamen populum tuum gratia abundantiore laetificas, 
respice propitius ad electionem tuam, 
ut piae protectionis auxilium 
et regenerandos muniat et renatos.

Was so übersetzt werden kann:

Gott, der du das Heil der Menschen immer wirken kannst,
doch nun dein Volk mit noch überfließenderer Gnade erfreust,
sieh gütig auf deine Erwählung,
daß die Hilfe heiligen Schutzes
sowohl denen, die wiedergeboren werden sollen, zukomme
als auch den Wiedergeborenen.

Da ist die offizielle Übersetzung schon näher am Original - ich muß also etwas Abbitte leisten, obwohl: Kann man besser machen.

Samstag, 5. April 2014

Welche Ausländer genießen Menschenrechte?

Offiziellen bundesdeutschen Rassismus durch die Hintertür notiert der Chronist von Orietur Occidens.

Samstag, 29. März 2014

Annus novus incepit


stilo quidem florentino. Quare omnibus lectoribus ex animo exoptamus – licet nimis tarde, cum sit jam quintus dies – annum bonum felicem faustum fortunatumque.

Quare et libellum Ewald & Ewald proximo anno editum publico interretis praestamus – iterum tarde, postquam jam egregius Oecodomon necnon reverendus domnus ad Tiliam singulos ipsorum textus istic publicaverunt.

Quantopere instabat admonere ministros sĉtae Ecclesiae ut veram doctrinam enuntient vero sermone! Ecce: hoc factum est.

Quantopere instabat jactare taedium insaniae politice correctam se ducentis! Ecce: hoc factum est.

Politisch korrekte Sumpfblüten

Rassismus durch die Hintertür zeigen „politisch korrekte“ Kräfte im Berliner Abgeordnetenhaus. Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.

Freitag, 14. Februar 2014

Samstag, 1. Februar 2014

Sie wissen es also doch

Die „Jakobivesper“ in unserer altehrwürdigen Stadtkirche bietet ein schönes Stück Oekumene. Der Chronist von Orietur Occidens war dabei.

Samstag, 18. Januar 2014

Was haben die neue Liturgie und die Händies gemein?

Es klingt ja lustig, aber Traditio Liturgica hat dabei doch Spannendes zu sagen.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Der Bahnkunde als Feind

ist der Titel eines Artikels – nicht ohne Grund.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Wie der Geist des Konzils das Licht der Welt erblickte


Die Bilanz, die Kardinal Siri über die Arbeiten der ersten Periode zog, war beunruhigend:
"Das Konzil hat enthüllt:
dass sich eine vage Form von Leitung der Kirche abzeichnet, die von der deutschsprachigen Gruppe und deren Verwandten oder Nachbarn repräsentiert wird. Diese ist auch aliquatenus organisiert. Es ist ein sehr partieller Versuch, von dem man nicht mit Sicherheit behaupten kann, dass ihn jemand als klaren und gewollten Plan im Kopf hat, aber er ist in den Fakten enthalten;
dass es eine Wut auf die Vernunft, die Theologie und das Recht gibt. Man siehe das Ziel des Kerygmalismus, das oft darin besteht, Tradition, Ecclesia etc. zu eliminieren. Dies geschieht eher unbewusst als bewusst, wird aber gestützt durch fehlende Intuition derjenigen, die möglichst alles an die Protestanten, die Orthodoxen etc. anpassen wollen;
dass in vielen Fällen die Literatur, nicht die Theologie vorherrschend ist. Viele schöne und auch gute Ausführungen sind literarische Betrachtungen des Dogmas und behandeln dieses nicht an sich; dass man von einer Theologia nova spricht und dass ihr Konzept und auch ihr Ziel ziemlich obskur und eventuell gefährlich erscheinen. Der Terminus Theologia nova ist von einem belgischen Theologen auf dem Konzil geprägt worden.
Das Klima, das diese erste Phase der Debatte kennzeichnete, wurde von Melissa Wilde als „kollektive Erregung“ bezeichnet. Mit diesem Terminus definiert der Soziologe Durkheim „den Zustand, in dem sich die Menschen befinden, wenn ... sie glauben, in eine Welt versetzt zu sein, die von derjenigen, die sie vor Augen hatten, völlig verschieden ist“. Dieser seelische Zustand ist aus Sichtweise der Soziologen die Frucht interpersonaler Beziehungen einer großen Gruppe von Personen, die zum ersten Mal zusammengekommen sind und ihrem ,Zusammensein‘ in einem Klima der Euphorie einen Sinn zusprechen. „Ein euphorischer Zustand“, erklärt nochmals Wilde, „ist das Ergebnis Zusammenkommens von Individuen, in diesem Fall, um Ehre zu erweisen, um zu diskutieren und um sieh für die Veränderung einer altehrwürdigen Institution, an die alle glühend glauben, einzusetzen.“
Dieses Phänomen ist unter den Historikern wohlbekannt. Ronald A. Knox hat eine gründliche Studie über den „religiösen Enthusiasmus“ erstellt und darin aufgezeigt, dass das Modell des „charismatischen Enthusiasmus“ ein seit den Zeiten der montanistischen Häresie stets wiederkehrendes Modell darstellt. Die Briefe von Msgr. Helder Cämara scheinen ein typisches Beispiel für dieses Klima der Selbsterhöhung zu liefern, die mit wenig geistlicher Unterscheidungsgabe dem Wirken des ,Heiligen Geistes‘ zugeschrieben wurde. Es überrascht daher nicht, wenn viele Bischöfe, die während des Konzils von P. Rocco Caporale interviewt wurden, ihre persönliche Erfahrung der ersten Sitzungsperiode auf den ,Heiligen Geist‘ zurückführten. In dieser Sitzungsperiode begann der ,Geist des Konzils‘ zu einem ,locus theologieus‘ zu werden.

Aus: Roberto de Mattei
Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte
Stuttgart (2) 2012

Donnerstag, 9. Januar 2014

Nagelprobe für den Freien Markt

I. Herr Riester hat als zuständiger Minister die Altersvorsorge teilweise dem Markt überantwortet.

II. In Großbritannien herrscht heutzutage für Mietwohnungen der Freie Markt.

Die Folgen sind notiert in der Chronik von Orietur Occidens.

Der Kardinal und ich

– beide haben wir am Fest der Erscheinung (wir hatten uns im Dom zu Köln zum Hochamt getroffen) die Veröffentlichung der Festtermine vergessen. Ich habe es nun nachgeholt.

Samstag, 28. Dezember 2013

Wiederholt sich Unheil aus der Kirchengeschichte?

Das Unheil der Franziskaner der Immaculata schmerzt; und es lädt zu einem unschönen Vergleich ein. Lest Näheres bei Orietur Occidens!