Mittwoch, 13. Oktober 2010

Menschen zum Wegwerfen

«Zum ersten Mal weltweit ist in den USA ein Patient mit einer Injektion embryonaler Stammzellen behandelt worden. ... Die Forscher des Unternehmens Geron verbinden damit die Hoffnung, dass ... und womöglich ... kann.» Es geht um eine Rückenmarksverletzung. «Voraussetzung ist, dass die Rückenmarksverletzung erst wenige Tage zurückliegt und ...»
«Auch über dieses Krebsrisiko erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse» – nicht über das, dem Menschen normalerweise ausgesetzt sind, sondern über das durch Injektion embryonaler Stammzellen erzeugte Krebsrisiko.
So sieht die aktuelle Bilanz des jahrelangen Bemühens aus, mit embryonalen Stammzellen medizinische Wunder zu wirken; Argument für den «Verbrauch» embryonaler Stammzellen war regelmäßig, daß damit die schwersten allgemeinbekannten Krankheiten geheilt werden könnten.
So sehr die ungedeckten Versprechungen, mit denen Stimmung gemacht wird für den Mißbrauch embryonaler Stammzellen, auch empört – der allgegenwärtige Protest gegen diesen Mißbrauch («Verbrauch»), ebenso wie der gegen die Präimplantationsdiagnostik, greift dennoch zu kurz: «Die Embryonen, aus denen die Stammzellen gewonnen wurden, stammen nach Angaben des Unternehmens von Eltern, die nach In-vitro-Fertilisationen übrig gebliebene, nicht in die Gebärmutter eingesetzte Embryonen gespendet hatten», lese ich.
Hierin liegt der eigentliche Skandal: daß bei In-vitro-Fertilisation überzählige Embryonen – Menschen – zum Wegwerfen hergestellt werden.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

«Stuttgart 21» und Rechtssicherheit

Der Arbeitgeberpräsident hat Verlässlichkeit und Rechtssicherheit angemahnt, die baden-württembergische Regierung stimmt bei: um der Rechtssicherheit willen stehe sie fest zu «Stuttgart 21».
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Sinne von § 12 des Denkmalschutzgesetzes. Wenn Regierung und Konzern von ihm wesentliche Teile abreißen, Bürger aber ihn schützen wollen: wer steht da für Rechtssicherheit ein?

Donnerstag, 30. September 2010

Höhere Mieten für die Mullbinden ums Haus

Die Bundeskanzlerin hält um der Wärmedämmung willen höhere Mieten für gerechtfertigt, so ist heute dank dpa allüberall zu lesen. Wie der «Hartz IV»-Empfänger nun aber diese höheren Mieten bezahlen soll, erfahre ich nicht. Mit den 5 € etwa, die ihm vor einigen Tagen zusätzlich zugestanden wurden? Oder sollen wieder die Gemeinden einspringen, deren meiste freilich selber schon lange kein Geld mehr haben? Oder hat die Bundeskanzlerin doch gesagt und dpa es nur nicht weitergegeben, daß der Bund die höheren Kosten trägt, die seine Kanzlerin propagiert?

Mittwoch, 29. September 2010

"Abhängen zwischen Himmel und Erde"!

«Hängebrücke, Flying Bridge, Hangelseile und andere Elemente ermöglichen in zehn Metern Höhe eine ganz neue Erfahrung im Kirchenraum. Der Hochseilgarten bietet in kombination mit dem Kirchenraum die Möglichkeit für Gruppendynamik, Selbsterfahrung und Spiritualität» [Junge Kirche Essen].

Wir sind doch alle so kinderfreundlich – da müssen wir doch wohl alle daran arbeiten, daß die Welt ein großer Kindergarten wird! – ?
Zugegeben, ich weiß, daß es Kindern Spaß macht, die Füße auf den Tisch zu legen, schließlich war ich auch mal ein Kind. Aber richtigen Spaß macht es vor allem, weil sie das eigentlich nicht dürfen; wenn sie es dann doch dürfen, wird es bald langweilig. Und wenn die Kirche zu einem großen Kindergarten gemacht wird, wird sie auch bald langweilig werden (wie experimentell schon längst nachgewiesen).
Letztlich sehnen sich Kinder nach einer Welt jenseits des Kindergartens. Und ich plaidiere für eine Kirche, die sich solcher Sehnsucht wert zeigt.

Et recreetur Laurentius Rhenanius

Samstag, 25. September 2010

«Menschenrechte» gegen die Religionsfreiheit

Der «Europäische Gerichtshof für Menschenrechte» liebt es offensichtlich, im Namen der «Menschenrechte» gegen die Menschenrechte, hier konkret die Religionsfreiheit, vorzugehen. Der Chronist ereifert sich über einen aktuellen Fall.

Samstag, 18. September 2010

Wo immer im nördlichen Europa der Papst erscheint,

da wird protestiert – das scheint unvermeidlich. Interessant ist, wer in der Koalition von «Koalition aus Menschenrechtlern, Atheisten» und all den üblichen Verdächtigen an prominenter Stelle auftaucht: aus dem Wilden Norden Irrlands kommt zum Protestieren der durch eine ganz besondere Art von Menschenrechtsengagement bekannte Pastor Ian Paisley mit 60 weiteren Presbyterianerhäuptlingen.

Mittwoch, 8. September 2010

Orietur Occidens im Radio

Radiogespräche finde ich schwierig. Ich kann weniger gut vorbereitet sein als bei einem Vortrag, habe weniger Zeit zum Überlegen als bei einer Diskussion; und die Zeit ist immer zu kurz (obschon das Domradio damit ja eher großzügig ist).
Nein, recht zufrieden bin ich nicht. Dennoch seien unsere Sendezeiten der bloggözesanen Öffentlichkeit mitgeteilt (ich hoffe, daß andere weniger kritisch sind als ich).

Mittwoch, 1. September 2010

«Bildung

ist für mich ein hohes Gut; ich bin immer dafür, auch Menschen aus armen Familien den Weg zu bahnen zu höchstmöglicher Bildung.
Aber Bildung gegen die Wirtschaftskrise, gegen die Verarmung immer weiterer Schichten der Bevölkerung?»
hatte ich einmal gefragt;
Wieder gibt mir die tageszeitung eine Antwort. In Berlin gibt es ein Kulturzentrum für Obdachlose und Arme. Irgendwo in einem längeren Artikel darüber ist zu lesen:
«Da ist der ehemalige Banker, der bei uns seinen preiswerten Kaffee trinkt und unsere Computerarbeitsplätze nutzt, um seine Erinnerungen aufzuschreiben; da ist der Diplommathematiker, der obdachlos ist; da ist der ehemalige Jurist und der ehemalige und gar nicht so erfolglos gewesene Unternehmer. ... oder einem arbeitslosen Mann mit Mietproblemen. Er hat Religion studiert und war später Koch, der redet nicht nur über seine drohende fristlose Kündigung, er redet auch mit mir über Joachim von Fiore und über Savonarola.»

Montag, 30. August 2010

Ferien und Frontalunterricht

Wenn auch der Stil miserabel ist, so ist es nichtsdestoweniger erfreulich, daß jemand es einmal sagt: Lehrer bleiben gegen alle Interventionen der Modepädagogik beim Frontalunterricht, weil diese Art des Unterrichts unersetzlich ist.
Und, wohl angestoßen durch den mißlungenen Versuch des US-Präsidenten, bessere Staatsschulen zu schaffen, ist bei Frau Charim dankenswerterweise nachzulesen, daß Ferien besser sind als das stete Bemühen, Kinder zu Tode zu «fördern».

Latte macchiato

Aufklärung in drei Bildern

Donnerstag, 26. August 2010

Mittwoch, 18. August 2010

Der Pastor

Sonntagsmesse in der kleinen Großstadtkirche. Der Pastor ist ein frommer, volksmissionarisch hochengagierter Priester. Schon vor Beginn der Messe kommt er herein, sieht nach dem Rechten, holt die Kinder nach vorne, führt ein in das, was kommt. Während der Messe achtet er darauf, das Volk mitzunehmen, spricht es immer wieder zur gegebenen Zeit an, gibt die Antworten – nach den Lesungen etwa – besonders laut, damit alle mitgerissen werden. Und immer ist er betont locker.
Mit anderen Worten: kaum sind die Kinder in der Kirche, sehen sie sich schon von ihm herumkommandiert; das Volk bekommt ständig gesagt, wo es lang geht. «Sò!» hört man ihn sagen, wenn ein notwendiger liturgischer Teil überstanden ist und er sich wieder direkt an die Leute wenden kann. Mal muß er hier, mal dort sein – dazu, auf dem Weg den Altar zu beachten (das Tabernakel steht sowieso auf der anderen Seite), ist da keine Zeit mehr.
So sieht jeder, auf wen es hier ankommt. Wer aber Raum zur Andacht, zum Gebet sucht, hat es nicht leicht. Und wer sich in der Kirche nicht gern dirigieren läßt oder wer den Herrn Pastor nicht so sehr interessant findet, bleibt weg.
Etliche kommen aus der weiteren Umgebung, die der Pastor mit seinem missionarischen Einsatz gewonnen hat. Aber derer, die wegbleiben, aus dem eigenen Pfarrbezirk, sind mehr.

So lautete ein längst gelöschter Beitrag in der Chronik. Fast anderthalb Jahrzehnte lang habe ich in seiner Pfarrei gelebt, bin in dieser Zeit gern auch anderswohin, oft aber in seine Kirche zur Sonntagsmesse gegangen. Messen bei ihm an nichtstaatlichen Festtagen allerdings habe ich gemieden, seit ich einmal hatte erleben müssen, daß wir auch zur Wandlung sitzenbleiben sollten – das sei irgendwie urchristlich.
Man konnte nett mit ihm reden; doch greifen ließ er sich nicht. Einmal fiel ein Feiertag auf einen Samstag. Meine Planung, wann ich wo an welcher Messe teilnehmen konnte, war etwas schwierig; ich fragte ihn, ob die Messe am Samstagabend eine Messe zum Fest oder eine Vorabendmesse zum Sonntag sei. Es war nicht zu erfahren; ich verstand nur, daß es pastoral sei, daß die Messe so irgendwie beides sei.
Noch kein Jahr war ich von dort weggezogen, als er abgesetzt wurde: einige Opfer hatten sich gemeldet, die als Kinder von ihm als Kaplan mißbraucht worden waren; er gestand sofort. Als ich auf Besuch wieder in meine frühere Pfarrei kam, war man dort recht niedergeschmettert. Nur ein älterer Herr mißbilligte die Absetzung: die Übergriffe seien doch schon 25 Jahre her. Was soll es noch – ich habe seinen Satz nicht richtiggestellt: 25 Jahre lang haben die Opfer gewartet, bis es ihnen gelungen ist, die Übergriffe offenzulegen.
Im Nachhinein wurde auch von Beschwerden gesprochen, daß er bei Beichtgesprächen mit Schülern zu sehr im Sexuellen kramte, von der Verwunderung, daß er Wert darauf legte, Kinder nackt zu taufen, auch wenn sie nicht mehr ganz klein waren.
Doch Verdacht geschöpft hatte niemand. Wie sollte es auch anders sein – einem Priester (und nicht nur einem Priester) bringe ich, und nicht nur ich, ein Grundvertrauen entgegen. Und bei vielen, gerade auch bei Kindern, war er sehr beliebt gewesen.

Dezidiert zeitgenössisch

Ein Interview mit dem Architekten von «Stuttgart 21», dem Neubau der Stuttgarter Hauptbahnhofanlage, zeigt so exemplarisch, was «moderne» Denkweise ist, daß es sich lohnt, sein denken und Argumentieren zu analysieren und unter «Liturgica» (!) zu publizieren.

Dienstag, 17. August 2010

Die Macht der Popindustrie

über Menschen, über ihre Einstellungen, über ihr Leben wird sichtbar durch eine Universitätsstudie. Sie vermag deren Ideale zu bestimmen.
Lest nach beim Chronisten!

Marktwirtschaft auf den Spuren der Planwirtschaft

Wieder einmal erweist sich die freie Marktwirtschaft als Fortsetzung der sozialistischen Planwirtschaft mit anderen Mitteln. Lest nach beim Chronisten!

Urlaub!

Endlich kann ich mich wieder meinen Pflichten als Balator widmen.
(Ich bin doch zu dem Schluß gekommen, daß das englische «to blog» «blöken» bedeutet, wenn auch wortgeschichtlich noch nicht alles ganz klar ist; also ist ein «Blogger» auf Latein ein «Balator».)
Einiges habe ich mittlerweile geschafft, einiges erlebt. Zum Beispiel einen Ausflug nach
Halle a.d. Saale
Was Coesfeld für die Münsteraner Bischöfe war, Bonn für die Kölner Erzbischöfe, das war für die Magdeburger Halle: eine friedliche Residenz irgendwo auf dem Lande. Darum gibt es dort auch einen Dom, der freilich später der Reformation und schließlich gar den Reformierten in die Hände gefallen ist.
Bemerkenswert ist die Kanzel, noch aus katholischer Zeit. Die Basis bilden, wie so oft, die vier Evangelisten. Hier aber sind sie durch einen fünften ergänzt: Moses!
Und den Weg hinauf säumen die Kirchenväter. Kardinal und Bischöfe haben die Reformation heil überstanden; Papst Gregor d.Gr. jedoch wurde die Tiara abgeschlagen.
(Leider hatte ich keinen Photoapparat zur Hand; aber es gibt eine Gelegenheit im Netz, sich zur Kanzel durchzuklicken.)
In der Marktkirche unserer lieben Frau gibt es unter der Orgelempore zwei «Ratsstuben» von der Wende des XVII. Jahrhunderts. Das eigentliche Motiv ihrer Errichtung ist unbekannt; genutzt wurden sie als Zuflucht für Mütter mit unruhigen Kindern. Unter der Empore der Nordseite gibt es zudem für reiche Familien separierte «Betstuben» mit Fenstern zum Kirchenraum, die man öffnen und natürlich auch schließen konnte. So ließen sich lange protestantische Predigten ertragen.

Nach Hause zurückgekehrt, erwartete mich dann ein erfreuliches Erlebnis. Als ich am Sonntagmorgen in die Propstei kam, erschrak ich zuerst etwas, weil die Aktenordner für Lieder der Kinder- und Jugendgottesdienste auslagen. Aber es ist nun ein neuer Kaplan da, der uns auch einen Jugendgottesdienst schadlos überstehen ließ. Selbst der Gesang war nicht zu beanstanden. Nur nach dem Friedensgruß folgte «Der Himmel geht über allen auf»; aber von meiner Sorge, das solle das Agnus Dei ersetzen, befreite mich der Kaplan, der gleich darauf «Lamm Gottes» zu sprechen begann.
Sicher, nach der Kommunion legten einige Laienbeteiligte noch eine kleine Orgie von Kindergeburtstagsspiritualität ein; aber dieses Problem stelle ich der Zukunft anheim.

Samstag, 24. Juli 2010

Mein Gymnasium

In Hamburg ist gerade von der stimmberechtigten Bevölkerung der Versuch zurückgewiesen worden, die Gymnasialbildung zu stutzen. Um des Gymnasiums willen bin ich zufrieden mit diesem Ergebnis; glücklich damit aber bin ich nicht, weil es wirklich Mißstände gibt, gegen die diese Reform als freilich untaugliches Mittel eingesetzt werden sollte.

Als ich aufs Gymnasium kam, waren Schüler aus der Unterschicht nicht benachteiligt. Meine Großväter waren Bergleute, mein Vater Schneider, er arbeitete in einem Bekleidungshaus, damals im Arbeiterstatus. In meiner Volksschulklasse war auch der Sohn der reichsten Unternehmerdynastie der Stadt. Um aufs Gymnasium wechseln zu können, mußte man einige Tage an einem Probeunterricht dort teilnehmen. So ging ich selbstverständlich aufs Gymnasium über, und der Unternehmersohn hat es nicht einmal versucht (was seiner Laufbahn als Unternehmer natürlich keinen Schaden tat).
Wir hatten drei Sprachen zu lernen, davon Latein all die neun Jahre hindurch. Außerdem konnten wir weitere Sprachen in Arbeitsgemeinschaften lernen; ich wählte Hebräisch und Französisch.
Natürlich gab es Dinge an unserer Schule, die mich mißfielen; aber insgesamt sah ich mich bestens auf den Weg der Bildung geführt, zu eigenem Denken ermutigt und sogar geistlich gefördert. Mißachtung hatten die Schüler aus der Unterschicht nicht zu fürchten; und der Unterricht war so angelegt, daß wir keiner häuslichen Hilfe bedurften.

Was ist anders geworden? Ich sehe, daß nunmehr etwa an Sprachen weniger gelernt wird und dennoch das Lernpensum gestiegen ist durch detailliertere Wissensanforderungen in manchen eher peripheren Gebieten. Ich höre, daß elterliche Hilfe zunehmend selbstverständlich vorausgesetzt wird (aus der Schulpsychologie weiß ich: Eltern für die Schularbeit Mitverantwortung übernehmen zu lassen ist pädagogisch abträglich). Ich höre, daß Kinder aus der Unterschicht heute gerade vor humanistischen Gymnasien zurückschrecken, aus Sorge, dort könnte teure Markenkleidung die soziale Norm sein, könnten teure Klassenreisen angesetzt werden – beides war in meiner Schulzeit kein Thema.
Und in meiner Schulzeit war es möglich, auch noch nach der 5. Volksschulklasse aufs Gymnasium überzugehen. Das bedeutete, daß die Begabungen unauffälligerer Schüler in der 5. Klasse, da nun die begabtesten nicht mehr dabei waren, sichtbar werden konnten und so auch sie noch aufs Gymnasium gelangten.

Ich habe auch erlebt, daß die Gesamtschule für begabte Immigrantenkinder wirklich einen Vorteil bedeutet. Aber ich habe auch an deren Unterrichtskonzept gelitten, als ich solchen Schülern Nachhilfe in Mathematik erteilt habe: der Stoff war inhaltlich anspruchsvoll, aber von der Formelsprache der Mathematik stand viel zu wenig zur Verfügung – nicht etwa, daß die Schüler sie zu wenig begriffen hätten: ich konnte an den Büchern sehen, daß versucht wird, hochkarätigen Stoff auf stark vereinfachtem formalem Niveau zu unterrichten und so ihn scheinbar zu erleichtern, tatsächlich aber zu erschweren. Ein solches in Gesamtschulen angewandtes Konzept kann auch für Immigrantenkinder nicht wirklich geeignet sein (was wäre gewesen, wenn ich nicht zur rechten Zeit zur Verfügung gestanden hätte?).
Auch der Weg für Immigrantenkinder zum Abitur ist also durch eine Gesamtschule nicht recht bereitet – das Gymnasium ist auch für sie notwendig. Ihnen den Weg dorthin zu erleichtern bleibt eine ungelöste Aufgabe.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Öffentliche Mittel für private Patente

Eine Studentin macht einen sinnvollen Vorschlag – und er wird von einer renommierten Hochschulklinik angenommen!
Und ganz nebenbei erfahre ich, daß Forschungsergebnisse, an denen staatliche Einrichtungen maßgeblich beteiligt waren, bedingungslos der Privatindustrie überlassen werden, die daraus dann Patente machen kann.

Freitag, 16. Juli 2010

Die Bilder der Apostel

In einer römischen Katakombe habe ich einmal eine Zeichnung gesehen, wohl noch aus der Märtyrerzeit, die, obwohl ohne Beschriftung, leicht als Portrait des Apostels Petrus zu erkennen ist. Offensichtlich hat es in der Urkirche eine bildliche Tradition gegeben, durch die uns die Gesichtszüge einiger Heiliger überliefert worden sind.
Aus nur wenig späterer Zeit ist nun eine prachtvolle farbige Darstellung entdeckt worden.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Die Ethik der Ethikkommissionen

Ein Psychotherapeut steht oft vor der Frage: will jemand Therapie machen, um sich mit deren Hilfe zu ändern, oder will er sie machen, um sich nicht ändern zu müssen? Ebenso gibt es die Frage: konsultiert jemand eine Ethikkommission, um sich mit deren Hilfe ethisch zu verhalten, oder konsultiert er sie, um sich nicht ethisch verhalten zu müssen?
Lest nach beim Chronisten!