Montag, 30. Juli 2018

«Religion oder ...»

Unter diesem Titel streitet Claudia Sperlich gegen eine Trennung von Christus und Kirche, gegen die Behauptung, letztere sei «Religion» und zu verwerfen.
Die Autorin widerlegt diese Behauptung mit schöner Klarheit. Dabei konzentriert sich ganz auf deren einen, freilich besonders wichtigen Aspekt: man könne Christus trennen von der Kirche oder auch vom Glaubensleben des Alten Bundes – das ist in der Tat abwegig und unchristlich.
Doch hat jene Behauptung noch einen zweiten Aspekt. Es geht um den Begriff der Religion – es könnte ja jemand sagen, die Ablehnung von Religion sei berechtigt, nur die Ausweitung dieses Begriffs auf Kirche und Tempel sei falsch.
Doch diese Ablehnung von Religion bezieht sich ausdrücklich (Claudia Sperlich zitiert es) auf Karl Barth. Ihr liegt eine radikal protestantische Sicht zugrunde, die jeden «sogenannten guten Kern im Menschen» leidenschaftlich ablehnt; sie leugnet jeden Sinn darin, daß der Mensch selber Gott sucht, und erst recht jede eigene Möglichkeit des Menschen, Gott zu erkennen – ebendas wäre dann „Religion“.
Aber das I. Vaticanum (Constitutio dogmatica de fide catholica, cap.2: De revelatione; KKK. 36) hat völlig anders gelehrt – ganz im Sinne der Heiligen Schrift (Weish. 13, 1-9; Röm. 1, 18-20): «Die heilige Mutter Kirche hält fest und lehrt, daß Gott, der Ursprung und das Ziel aller Dinge, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen gewiß erkannt werden kann.»
Und von Papst Pius IX. (Encyclica Quanto conficiamur moerore) wissen wir, «daß die, die an unüberwindbarem Unwissen um unsere heiligste Religion leiden und die das Naturgesetz und seine Gebote, die in aller Herzen von Gott eingeprägt sind, eifrig zu beachten bereit, ein ehrbares und richtiges Leben führen, durch das Wirken der Macht des göttlichen Lichtes und der Gnade das ewige Leben erlangen können, weil Gott, der aller Sinn, Gemüter, Überlegungen und Haltungen einfach betrachtet, prüft und erkennt, seiner höchsten Güte und Milde gemäß keineswegs duldet, daß jemand mit ewigen Strafen bestraft würde, dem keine freiwillige Schuld vorzuwerfen ist.»
Der katholische Glaube steht für Religion ein; und er erkennt zwar nicht andere Religionen an, wohl aber die religiöse und moralische Suche von Nichtchristen.

Woher kommt der Segen?

Diese Frage stellt sich dem Chronisten von Orietur Occidens (oder vielmehr: wird ihm durch liturgischen Einfallsreichtum gestellt) binnen kurzer Zeit nun zum zweiten Mal.

Samstag, 21. Juli 2018

Der Tag der Meßfeier

Der Herr hat «der Kirche ein sichtbares Opfer hinterlassen, durch das jenes blutige, das [nur] einmal am Kreuz zu vollziehen war, gegenwärtig gemacht wird» (Cc. Trid., Sessio XXII, Cap. 1; KKK 1366).
So feiert die Kirche Tag für Tag, vor allem aber an jedem Sonntag, die Messe, die Eucharistiefeier; Qurbana, Opfer nennen die syrischen Christen sie bis heute.

Aber warum am Sonntag? Der Tag des Kreuzesopfers war ja der Freitag.

Und doch ist von Anfang an der Sonntag der hauptsächliche Tag der Meßfeier. Schon in der Apostelgeschichte ist er bezeugt (20, 7); und in der Didaché, jenem Glaubensbuch, das wohl schon aus dem I. Jahrhundert stammt, steht es ausdrücklich, verstärkt durch einen Pleonasmus: «Katà kyriakèn dè Kyríou synachthéntes klásate árton kaì eucharistésate, proexomologesámenoi tà paraptómata hymôn, hópos katharà he thysía hymôn êi – Jeweils am Herrentag [Sonntag] des Herrn kommt zusammen, brecht Brot und dankt, nachdem ihr zuvor eure Sünden gebeichtet habt, damit euer Opfer rein sei» (14).

Der Freitag ist der Tag des Todes Christi. Doch Er ist auferstanden, seinen toten Leib gibt es nicht mehr. Was wir in der Kommunion empfangen, ist der Leib des lebendigen Herrn. Der Seher der Apokalypse sieht ein Lamm wie geschlachtet in der Mitte des Thrones stehen (5, 6), lebendig. Daher ist der natürliche Tag der Meßfeier der Sonntag, an dem Er auferstanden ist.

N.B. Kommunion: auch diese Bezeichnung – koinonía, communicatio (die längere Form des Wortes) – findet sich schon im Neuen Testament, verbunden mit Brotbrechen, jenem urchristlichen Ausdruck für die Meßfeier (Apg 2, 42; I. Cor. 10, 16).

Mittwoch, 11. Juli 2018

Ein Zaun um den Unglauben

Ein bekannter Topos moderner Bibelwissenschaft ist, daß die synoptischen Evangelien erst nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 geschrieben worden sein könnten, weil sie von Jesu Vorhersage dieses Ereignisses berichten (Mtth. 24; Mc. 13,1; Lc. 21,5 ff.), welche ein Vaticinium ex eventu sei.
Daß das sachlich nicht gerechtfertigt ist, ist schon von vielen aufgezeigt worden (im Netz etwa aus dem Hollerbusch). Nur: was ist das Motiv für diesen Topos?
Er setzt offenkundig voraus, daß der Glaube der Evangelien unwahr sei, daß es also auch keine echten Prophezeiungen Jesu geben könne. Daß nun glaubensferne Ansichten leichter zu begründen sind, wenn man die Evangelien spät datiert, den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Aposteln und den Evangelien aufreißt, leuchtet ein. Aber deshalb auf solch ein schwaches Argument zurückgreifen?
Wenn ein unvoreingenommener nichtchristlicher Wissenschaftler, ein Parse etwa, ein Hindu- oder Shintoist oder auch ein unvoreingenommener Agnostiker die Evangelien studierte, so ginge er wohl nicht von einer echten Prophetie Jesu aus. Doch er sähe: es wurde angezweifelt, ob man dem Kaiser überhaupt Steuern zahlen dürfe (Mtth. 22,17; Lc. 20,22); man verabscheute es, von römischen Soldaten zur Begleitung verpflichtet zu werden (Mtth. 5,41 – angareúein ist ein militärrechtlicher Fachausdruck; vgl. 27,32; Mc. 51,21); einer der Apostel – Simon – war ein Zelot, ein Widerstandskämpfer. Daß es unter diesen Umständen zu einem Aufstand gegen Rom kommen könnte, daß ein solcher mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Heiligtums der jüdischen Nation enden könnte, lag nicht ferne – daran konnte auch ein Mensch ohne prophetische Eingebung denken.
Warum also nicht auch Jesus?
Das rabbinische Judentum hat einen „Zaun um das Gesetz“ errichtet, der die Einhaltung der Gebote dadurch sichern soll, daß sie weit über ihren eigentlichen Inhalt hinaus ausgedehnt werden. So wurde das Verbot, das Böcklein in der Milch seiner Mutter zu kochen (Ex. 23,19; 34,26; Deut. 14,21), so ausgedehnt, daß Fleischiges und Milchiges nicht zugleich bei einer Mahlzeit gegessen werden dürfen.
Ähnlich hält es der Unglaube. Er verbietet, mit echten Prophezeiungen Jesu zu rechnen. Aber um ihn zu schützen, hat man noch einen Zaun um ihn aufgerichtet: es darf nicht einmal angenommen werden, daß Jesus recht naheliegende Voraussagen gemacht haben könnte.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Ethologie

oder Verhaltensforschung, durch Konrad Lorenz in Deutschland popularisiert, die tierisches Verhalten beschreibt, wird gerne auch gleichsam als Erklärung für menschliches Verhalten herangezogen (was nicht in jeder Hinsicht, wohl aber verallgemeinert, gleichsam zur Grundlage der Psychologie, zu beanstanden ist).
Nun bin ich beim „Gugeln“ nach einem ganz anderen Text auf einen fast zehn Jahre alten Zeitungsartikel von Helmut Höge „über natürliche und politische Ökonomie“ gestoßen, der auf eine ganz Seite verweist: Ethologie ist oft die Projektion politischer Ideologien auf tierisches Verhalten.

Samstag, 30. Juni 2018

Eine vollkommene barocke Altaranlage

fand in einer oberfränkischen Kleinstadt der Chronist von Orietur Occidens: Grund, sie zu zeigen. ihre Besonderheit zu beschreiben, aber auch Anlaß, einen Kontrast anzumerken.

Wieder in der Kirche der Gottesgebärerin Maria und der heiligen Schmuni

Wieder in der Kirche, von der wir vor mehr als sechs Jahren berichtet haben.
Der Priester: Arbeiterpriester aus der Not heraus – die Gemeinde könnte nicht gut den Unterhalt eines Priesters tragen. Der Chor der Diakonissen: nicht da – er ist anderswo geladen.
Welche Bedeutung hat das für die Liturgie? Keine: Liebe und Einsatz des Priesters und aller Beteiligten trägt die Zelebration der Messe in ihrer unverkürzten Feierlichkeit.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Kulturkritik zum Thema der Buttermilch

Sommer – es bedarf jetzt kühler Getränke in größeren Mengen. Was sich anbietet, ist Buttermilch.
Die Wikipedia lehrt (s.v. Latticello), daß dieses Getränk einerseits in der Bretagne (Laezh-ribod), in Deutschland und Skandinavien, andererseits in Afghanistan und Pakistan beliebt ist. Das armenische Tan wird gelegentlich als gesalzene Buttermilch, meistens aber als Ayran beschrieben. Doch was ich in Armenien an Tan getrunken habe, war leicht gesalzene Buttermilch.
Mir ist es jetzt nach langem wieder gelungen, welche zu bekommen. Als ich ein Kind war, war es einfach: der Milchbauer kam, schellte, man ging herunter mit einem großen Topf und bekam welche. Heute kommt der Milchbauer längst nicht mehr; auf dem Markt ist gelegentlich welche frisch, unverpackt zu bekommen, aber der Transport ist aufwendig. Darum bleibt meistens nur die verpackte aus dem Supermarkt. Doch seit Jahren erhält man sie kaum noch in Papiertüten, stattdessen meistens in Plastikbechern, die mit einer Metallfolie verschlossen sind. Und diese Metallfolie verdirbt den Geschmack.
Aufgefallen ist es mir von Anfang an, als ich solche Buttermilch getrunken habe. Um vor Irrtum sicher zu sein, habe ich, als ich vor langen Jahren einmal Buttermilch der selben Herkunft in beiderlei Verpackung gefunden habe, beide nebeneinander getrunken: der Unterschied ist markant.
Und so stellt sich die Frage, wie es sein kann, daß seit so vielen Jahren Buttermilch meistens in jener Verpackung verkauft wird, die die Qualität verdirbt – wer kauft so etwas?
Und was ist denn mit dem Markt, der angeblich etwas regelt?

Mittwoch, 20. Juni 2018

Die gute Gestalt der Meßfeier

« Für Heilige mag es gleichgültig sein, wie die Messe zelebriert wird; sie wissen: der Herr ist da, sie selber sind da, das genügt.
Doch ich bin kein Heiliger; ich brauche, um die Messe als das zu erleben, was sie wirklich ist, eine gute Weise der Zelebration. »
Vieles zu solch guter Weise der Zelebration findet sich bereits in der Ars Celebrandi, der «Zelebrationsschule von Pfarrer Ulrich Terlinden». « Doch nötig ist auch eine Art von Ars Celebrandi aus Laienhand, denn Laien sehen ständig, was Bischöfe und Priester selten sehen: den Gottesdienst vom Kirchenschiff aus. Es geht darum, den Laien den Weg zur Teilnahme an der Liturgie zu ebnen. »
So hat sich in unserem neuesten Heft zu Ehren der heiligen Ewald & Ewald ein kundiger Laie daran begeben, aus seiner Sicht, das heißt aus der Sicht vom Kirchenschiff aus solche Desiderata zusammengestellt.
Nun seien diese Desiderata noch einmal separat, leicht zugänglich ins Netz gestellt.

Montag, 18. Juni 2018

Feste am 15. Juli

Am 15. Juli häufen sich die kirchlichen Feste: das der Apostelteilung, der Befreiung Jerusalems, der Weihe der Grabeskirche und natürlich auch das des heiligen Kaisers Heinrich (letzteres jedenfalls nach traditionellem außerbambergischen Kalender). 

Freitag, 15. Juni 2018

Ökonomische Segensspendung

Eine besondere Art von Ökonomie ist in einer Vorstadtkirche erfunden worden.
Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.

Samstag, 9. Juni 2018

Wozu brauchen wir ein Heimatministerium?

Lange war, sehr kontrovers, von einem Heimatministerium die Rede; und nun gibt es seit Mitte März ein bundesdeutsches «Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat». Doch immer noch wird darüber diskutiert; und immer noch fällt es vielen schwer, von Heimat zu sprechen, ohne den Begriff zu ideologisieren (aus welcher Richtung auch immer).
Wir aber bekennen uns zu unserer Heimat, sei es die westfälische, sei es die niederrheinische, ganz ohne Ideologie.
Und so haben wir uns der Frage gewidmet, wozu wir, ganz unideologisch, ein Heimatministerium brauchen.
Der Chronist von Orietur Occidens gibt die Antwort.

Freitag, 8. Juni 2018

Wie deutsch sind unsere nationalen Rechten?

Ein Photo, das Markus Schreiber bei der AfD-Demonstration in Berlin am 27. Mai 2018 aufgenommen hat, gibt eine Antwort: jedenfalls nicht so deutsch, daß sie die deutsche Orthographie beherrschten. Das Photo zeigt einen Demonstranten, der ein schwarzes Kleidungsstück trägt, darauf in Weiß ein Adler und darunter in Fraktur geschrieben: „Deutschland“.
In Fraktur nun wird „Deutschland“ mit langem S geschrieben; auf seinem Kleidungsstück aber steht es mit rundem S, das in Fraktur nur am Ende des Wortes oder eines Wortteils verwendet werden kann.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Drei Arten von Religiosität

Die erste Art ist die additive Religiosität: ein Mensch lebt sein normales Leben, und dazu kommt dann noch die Religion dazu, zu der er sich bekennt.
Die zweite Art ist die selektive Religiosität: ein Mensch sucht sich aus verschiedenen Religionen aus, was ihn anspricht, einiges an Christentum, einiges an Buddhismus, dazu vielleicht noch etwas Schamanismus, etwas indianische Spiritualität (ob diese etwas mit Indianern zu tun hat, ob ein echter Schamane, ein wirklicher Buddhist daran etwas von seiner Religion erkennen könnte, braucht hier nicht zu interessieren).
Diese zwei Arten der Religiosität haben etwas gemein: in beiden ist die Religion ein Konsumgut; sie passen also gut in unsere Konsumgesellschaft. Sie kosten nicht allzuviel Mühe, und mit ihnen läuft man kaum Gefahr, unangenehm aufzufallen, gar ausgegrenzt zu werden. Darum sind sie sehr beliebt, auch in kirchlichen Kreisen. Man kann aus ihnen auch viel Erbauung ziehen; es ist die gleiche Art von Erbauung, die ein guter Roman, ein gutes Theaterstück vermitteln.
Die dritte Art ist die prinzipielle Religiosität: die Religion ist das Grundprinzip des Lebens. Der Mensch mag darüber hinaus andere Interessen, andere Wünsche haben, doch seine Religion ist ihnen übergeordnet. Um welche Entscheidungen es auch immer geht: die Stimme der Religion ist für den in dieser Art religiösen Menschen die entscheidende.
Das kann allerdings sehr mühsam, sehr unangenehm werden, im äußersten Fall bis zum Martyrium; und man droht sich in der Gesellschaft, auch in weiten kirchlichen Kreisen, unbeliebt zu machen, zu isolieren.
Doch wenn es die wahre, die christliche Religion ist, hat diese Religiosität einen Vorteil: sie führt zum Heil.
Und schon in dieser Welt führt sie dazu, daß der Mensch im Einklang mit dem eigenen Wesen ist, wie es Gott geschaffen hat, und daß er seinem Schöpfer verbunden ist.

Montag, 4. Juni 2018

Zur äußeren Feier des Fronleichnamsfestes

haben wir uns auf den Weg nach Altzella gemacht; und es hat sich gelohnt.
Zur Feier war der Bischof erschienen; aber auch ohne ihn wäre es eine würdige Feier gewesen.
Zur Messe hat ein Jugendensemble entsprechende Lieder gesungen, zur Prozession waren es Fronleichnamslieder. Es gab nur eine Station vor dem Schlußsegen am Zelebrationsaltar; aber da wie dort gab es nur eine Evangelienlesung bei der Station, Gesang, Gebet, Segen; keine Ansprachen, keine Berichte über irgendwelche Gemeindeaktivitäten, keinerlei Pastoralpädagogik.
Ich gedenke, nächstes Jahr wieder dorthin zu fahren.

Freitag, 1. Juni 2018

Evaquinatisches Fronleichnam

Wie schon voriges Jahr ist in unserem obersächsischen Großstädtchen die Fronleichnamsfeier auf den nächsten Sonntag verlegt. Doch am Festtag selbst gibt es nun eine Abendmesse in der Propstei. Und sie hat wirklich vieles von Fronleichnam, Texte des heiligen Thomas werden gesungen, in deutscher Übersetzung: Deinem Heiland, deinem Lehrer wird als Sequenz gesungen (nach neuem Usus vor dem Alleluja). Es gibt nach der Messe eine kurze Zeit der Anbetung; vorher werden die ersten Strophen der modernen Fassung von Preise, Zunge gesungen, danach zum sakramentalen Segen als deutsches Tantum ergo die beiden letzten.
Während der Anbetung wird nicht etwa wieder eine Sakramentsandacht gesprochen, sondern von der Orgel das Ave verum gespielt in der Vertonung von Mozart – diese Vertonung ist ja so bekannt, daß man den Text mithören kann, auch wenn er nicht gesungen wird.

Allerdings wird Preise, Zunge nur mit der Ett-Melodie aus dem XIX. Jahrhundert gesungen, was verbunden mit der neuen Textfassung etwas verwirrt. Und Deinem Heiland, deinem Lehrer wird mit keiner der bekannten Melodien gesungen, sondern einer, die es meiner Recherche nach sonst noch in Bayern gibt.

Bei der äußeren Feier des Festes am Sonntag jedoch droht sich das zu wiederholen, was voriges Jahr zu erleben war.
Daß das kein Einzelfall ist, zeigten Berichte aus Berlin.
Aber an diesem Tag ist auch eine Fronleichnamsfeier im Klosterpark Altzella mit dem Bischof angesagt, auf die ich hoffe.

Montag, 28. Mai 2018

Zum Dreifaltigkeitsfest


Quelle: Rheinische Post (Ausgabe Kleve), 25. Mai 2018

Dienstag, 22. Mai 2018

Eine Bereicherung des Festhochamts

in edler Einfachheit (Sacrosanctum Concilium 34) konnte am Pfingstsonntag der Chronist von Orietur Occidens erleben.

Freitag, 18. Mai 2018

Diakoninnen?

Das Testamentum Domini kannte, die syrisch-antiochenische Kirche kennt bis heute Diakoninnen (oder Diakonissen). Nichts könnte die lateinische Kirche daran hindern, ebenso Diakoninnen zu weihen. Natürlich wären diese Frauen keine weiblichen Diakone (→ Der Diakonat von Frauen), natürlich hätten sie nicht die Vollmacht, das Evangelium oder das Exultet zu singen oder die Kommunion auszuteilen. Aber so wie in der syrisch-antiochenischen Kirche – dort dienen sie als Sängerinnen – könnten sie sinnvolle Aufgaben übernehmen.
Dennoch erschiene mir solch eine Weihe gefährlich, nicht der Sache wegen, sondern wegen des drohenden Mißbrauchs.
Das bestätigt ein Interview aus Anlaß des jüngsten Katholikentags mit Bernhard Vogel, dem früheren Katholikentagspräsidenten. «Bei vielen Streitthemen wie der Öffnung der Priesterweihe für Verheiratete und Frauen hat sich die katholische Kirche aber nicht bewegt», wurde da gesagt. Auf diese Bemerkung antwortete er: «In der Tat bedürfen viele der Forderungen, die schon in Essen und in der Synode diskutiert wurden, auch heute noch einer befriedigenden Lösung. ... Bei der Öffnung der Priesterweihe für Frauen halte ich es für realistisch, zu erreichen, dass Frauen zunächst zum Diakonat zugelassen werden.»
Solch einer Haltung Raum zu gewähren hieße, die Kirche auf einen abschüssigen Weg zu weisen.

Erstkommunionfeier

Die Messe wird in guter Form zelebriert, die Lieder sind, wenn auch NGL, doch nicht zu flach, in der Predigt wird manches Treffende gesagt.
Aber ...
Der Chronist von Orietur Occidens berichtet.