Ein ehemaliger Schüler eines Täters berichtet der taz: «„Meine Freunde und ich waren immer sehr fasziniert von diesem Mann, weil er im Vergleich zu den meisten anderen Jesuiten sehr fortschrittlich dachte.“»
Ein anderer Schüler auf die Frage «Warum haben die Schüler nichts unternommen?»:
«„Wir waren links und hatten ganz andere Interessen, als irgendwelchen Gerüchten nachzugehen.“»
Dienstag, 9. Februar 2010
Freitag, 5. Februar 2010
Sehr geehrter Herr Otto Kallscheuer,
in der tageszeitung habe ich ein Interview mit Ihnen gelesen über die Fälle sexuellen Mißbrauchs am Canisius-Kolleg und an anderen Jesuitenschulen. Sie setzen für die Aufklärung dieser Verbrechen einige Hoffnung aufden Rektor des Canisius-Kollegs, P. Mertes – ob zu recht, kann ich nicht beurteilen – und auf die deutschen Ordensprovinz.
Auffällig ist, daß Sie diese Gelegenheit nutzen, ausgerechnet Papst Benedikt abzubügeln, der energischer als seine Vorgänger sich bemüht, allem sexuellen Mißbrauch in katholischen Einrichtungen Einhalt zu gebieten; Sie sprechen von «Papst Benedikts verdammt unglücklicher Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Williamson». Sie seien Katholik, Philosoph und Politikwissenschaftler, lese ich. Als einigermaßen informierter Katholik werden Sie wissen, daß Sie da eine Unwahrheit weitergeben. Bischof Williamson ist nicht rehabilitiert worden, sondern begnadigt; auch betraf diese Begnadigung nicht ihn als Einzelperson und schon gar nicht als «Holocaust-Leugner», sondern die Bischöfe der Piusbruderschaft insgesamt, sie betraf ihr Vergehen gegen die Kirchendisziplin.
Die gegenwärtig inkriminierten Mißbrauchsfälle sind ab 1971 geschehen, seitdem die paulisextanischen Reformen zu greifen begonnen haben, seitdem der Jesuitenorden «eher individualistisch, modernistisch, um nicht zu sagen liberal» geworden ist, seit der Entwicklung also, der die Piusbruderschaft sich widersetzt hat.
Ich will die Verhältnisse in Ordensschulen und -heimen in der Zeit zuvor keineswegs beschönigen. Wie jeder Katholik mit langjähriger Kirchenerfahrung weiß ich, daß es dort verschiedenartigste Charaktere gab, Ordensfrauen und -männer von großer Güte und Freundlichkeit ebenso wie wahre Drachen – und mir scheint, daß sich dort gerade die Extreme. häuften. So war Lieblosigkeit bis hin zu Brutalität leider nicht selten – ich habe da von üblen Dingen gehört, und einige solche Fälle sind ja in den letzten Jahren endlich ans Licht gekommen.
Dennoch erscheint es mir nicht als zufällig, daß gerade solche Fälle sexuellen Mißbrauchs vom liberal gewordenen Jesuitenorden berichtet werden und eben nicht von der Piusbruderschaft.
Hier nun aber den gar nicht involvierten Papst Benedikt in schlechteres Licht zu rücken als etwa die deutsche Ordensprovinz der Jesuiten, erscheint abwegig.
Darum bitte ich Sie höflichst, daß Sie Ihre Äußerungen über den Papst zurücknehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Peregrinus
Auffällig ist, daß Sie diese Gelegenheit nutzen, ausgerechnet Papst Benedikt abzubügeln, der energischer als seine Vorgänger sich bemüht, allem sexuellen Mißbrauch in katholischen Einrichtungen Einhalt zu gebieten; Sie sprechen von «Papst Benedikts verdammt unglücklicher Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Williamson». Sie seien Katholik, Philosoph und Politikwissenschaftler, lese ich. Als einigermaßen informierter Katholik werden Sie wissen, daß Sie da eine Unwahrheit weitergeben. Bischof Williamson ist nicht rehabilitiert worden, sondern begnadigt; auch betraf diese Begnadigung nicht ihn als Einzelperson und schon gar nicht als «Holocaust-Leugner», sondern die Bischöfe der Piusbruderschaft insgesamt, sie betraf ihr Vergehen gegen die Kirchendisziplin.
Die gegenwärtig inkriminierten Mißbrauchsfälle sind ab 1971 geschehen, seitdem die paulisextanischen Reformen zu greifen begonnen haben, seitdem der Jesuitenorden «eher individualistisch, modernistisch, um nicht zu sagen liberal» geworden ist, seit der Entwicklung also, der die Piusbruderschaft sich widersetzt hat.
Ich will die Verhältnisse in Ordensschulen und -heimen in der Zeit zuvor keineswegs beschönigen. Wie jeder Katholik mit langjähriger Kirchenerfahrung weiß ich, daß es dort verschiedenartigste Charaktere gab, Ordensfrauen und -männer von großer Güte und Freundlichkeit ebenso wie wahre Drachen – und mir scheint, daß sich dort gerade die Extreme. häuften. So war Lieblosigkeit bis hin zu Brutalität leider nicht selten – ich habe da von üblen Dingen gehört, und einige solche Fälle sind ja in den letzten Jahren endlich ans Licht gekommen.
Dennoch erscheint es mir nicht als zufällig, daß gerade solche Fälle sexuellen Mißbrauchs vom liberal gewordenen Jesuitenorden berichtet werden und eben nicht von der Piusbruderschaft.
Hier nun aber den gar nicht involvierten Papst Benedikt in schlechteres Licht zu rücken als etwa die deutsche Ordensprovinz der Jesuiten, erscheint abwegig.
Darum bitte ich Sie höflichst, daß Sie Ihre Äußerungen über den Papst zurücknehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Peregrinus
Mittwoch, 3. Februar 2010
St. Blasius – die Fastenzeit naht
Nur noch zwei Wochen – dann kommt die Zeit, da man als guter Christ kein Fleisch mehr ist, und, wenn man es streng nimmt, auch keine Eier. Wenn man dann nicht ganz karg leben will, wird man nun mehr Fisch essen.
Und da hilft der heilige Bischof und Märtyrer Blasius, der auf dem Weg zum irdischen Richter ein Kind heilte, welches an einer verschluckten Gräte würgte. Der frühestmögliche Termin für den Aschermittwoch ist der 4. Februar; St. Blasius wird am 3.Februar gefeiert.
So ist stets Gelegenheit, uns rechtzeitig durch den Blasiussegen vor Gräten zu schützen – ich konnte dankenswerterweise schon die Gelegenheit nutzen; hier in Obersachsen ist das leichter als zuvor in der hanseatischen Metropole.
Und da hilft der heilige Bischof und Märtyrer Blasius, der auf dem Weg zum irdischen Richter ein Kind heilte, welches an einer verschluckten Gräte würgte. Der frühestmögliche Termin für den Aschermittwoch ist der 4. Februar; St. Blasius wird am 3.Februar gefeiert.
So ist stets Gelegenheit, uns rechtzeitig durch den Blasiussegen vor Gräten zu schützen – ich konnte dankenswerterweise schon die Gelegenheit nutzen; hier in Obersachsen ist das leichter als zuvor in der hanseatischen Metropole.
Dienstag, 19. Januar 2010
Bloggözesanentreffen in Köln
Zwei Wollpullover überm Wollhemd, Jacke, Schal (dick!), Wintermantel, drei Paar Strümpfe und so weiter – so läßt sich ein winterliches Pontifikalamt im Kölner Dom doch aushalten. Eine Sängerin veredelt GL-Lieder mit schmälzender Stimme. So sind wir eingestimmt auf das Jahresgedenken für den Gründer von «Kirche in Not», die uns daraufhin zum Mittagsimbiß einlädt. Die Länge der Schlangen läßt uns dann doch weiterziehen; aber jedenfalls haben wir im Maternushaus unter dem Zeichen des heiligen Thomas von Aquin, dem Ochsen, begonnen.

Und so feiert die Bloggözese, heute vertreten durch den Einstiegsdroguisten Dybarth, Maxistranten, Dilettantum, Stanislaum (der freilich zu spät kommt, um noch auf den offiziellen Photos zu erscheinen) und Peregrinum, sich selbst.
Allerdings sind die offiziellen Photos ein Problem. Man drückt irgendeinem freundlichen Menschen den Apparat in die Hand mit der Bitte, das Photo zu machen. «Wo muß ich drücken?» – Hm! Erst die Brennweite wählen, dann halb drücken wegen des Autofokus, dann durchdrücken – wer solche Apparate kennt, dem braucht man das nicht lange zu erklären; aber freundliche Menschen kennen solche Apparate eben nicht. Also: «Hier bitte drücken!»
Erster Versuch:

Dilettantus, Maxistrant, Dybart, Peregrinus
Zweiter Versuch:

Peregrinus, Dybart, Maxistrant, Dilettantus
Dritter Versuch:

Dybart, Maxistrant, Dilettantus, Peregrinus
Was aber dabei alles gesprochen wurde, das kann ein einfaches Positum eines Blogs nicht fassen. Wer aber selbst solches erleben möchte, sei herzlich eingeladen zur außerordentlichen Venner Messe am Quatembersamstag in der Fastenzeit, den 27. Februar dieses Jahres, nach der auch die neuen E&E-Hefte entkorkt werden.
Und so feiert die Bloggözese, heute vertreten durch den Einstiegsdroguisten Dybarth, Maxistranten, Dilettantum, Stanislaum (der freilich zu spät kommt, um noch auf den offiziellen Photos zu erscheinen) und Peregrinum, sich selbst.
Allerdings sind die offiziellen Photos ein Problem. Man drückt irgendeinem freundlichen Menschen den Apparat in die Hand mit der Bitte, das Photo zu machen. «Wo muß ich drücken?» – Hm! Erst die Brennweite wählen, dann halb drücken wegen des Autofokus, dann durchdrücken – wer solche Apparate kennt, dem braucht man das nicht lange zu erklären; aber freundliche Menschen kennen solche Apparate eben nicht. Also: «Hier bitte drücken!»
Erster Versuch:
Dilettantus, Maxistrant, Dybart, Peregrinus
Zweiter Versuch:
Peregrinus, Dybart, Maxistrant, Dilettantus
Dritter Versuch:
Dybart, Maxistrant, Dilettantus, Peregrinus
Was aber dabei alles gesprochen wurde, das kann ein einfaches Positum eines Blogs nicht fassen. Wer aber selbst solches erleben möchte, sei herzlich eingeladen zur außerordentlichen Venner Messe am Quatembersamstag in der Fastenzeit, den 27. Februar dieses Jahres, nach der auch die neuen E&E-Hefte entkorkt werden.
Donnerstag, 14. Januar 2010
Programmhinweis
Am morgigen Freitag sendet das domradio um 21 Uhr den bereits vielfach in der Blogoezese erwähnten Vortrag von Weihbischof em. Dr. Klaus Dick:
„Die liturgische Spiritualität von Papst Benedikt XVI. im Lichte des Zweiten Vatikanischen Konzils“
„Die liturgische Spiritualität von Papst Benedikt XVI. im Lichte des Zweiten Vatikanischen Konzils“
Mittwoch, 6. Januar 2010
Was heißt C M B?
Mal höre ich «Kaspar, Melchior, Baltassar», mal «Christus mansionem benedicat». Das eine ist der genuine Text, das andere ein volkstümliche Umdeutung. Klar; aber was ist was?
Die moderne Tendenz geht dahin, «Christus mansionem benedicat» für ursprünglich zu halten; aber ich möchte es sicher wissen. Darum schlage ich im Rituale Romanum nach. Dort finde ich im Appendix unter «De benedictionibus – benedictiones non reservatæ» die «Benedictio Cretæ in festo Epiphaniæ».
Da steht:
«Benedic, Domine Deus, creaturam istam cretæ ... ut quicumque ... vel in ea in domus suæ portis scripserint nomina sanctorum tuorum Gaspari, Melchioris et Baltassar, per eorum intercessionem et merita, corporis sanitatem et animæ tutelam percipiant. Per ...»
Köln hat gewonnen, die moderne Tendenz hat verloren.
Die moderne Tendenz geht dahin, «Christus mansionem benedicat» für ursprünglich zu halten; aber ich möchte es sicher wissen. Darum schlage ich im Rituale Romanum nach. Dort finde ich im Appendix unter «De benedictionibus – benedictiones non reservatæ» die «Benedictio Cretæ in festo Epiphaniæ».
Da steht:
«Benedic, Domine Deus, creaturam istam cretæ ... ut quicumque ... vel in ea in domus suæ portis scripserint nomina sanctorum tuorum Gaspari, Melchioris et Baltassar, per eorum intercessionem et merita, corporis sanitatem et animæ tutelam percipiant. Per ...»
Köln hat gewonnen, die moderne Tendenz hat verloren.
Dienstag, 5. Januar 2010
Ostertermin
Meiner traditionalistischen Gesinnung getreu veröffentliche ich wieder zum Fest der Erscheinung die Ostertermine, habe dabei mit Freude gesehen, daß Westen und Osten in diesem Jahr wieder einmal übereinstimmen. Und dieser gemeinsame Ostertermin liegt auch wieder in den Tagen der Ungesäuerten Brote der Juden.
Zunächst aber allen ein segensreiches Fest der Erscheinung des Herrn und auch der Heiligen drei Könige!
Zunächst aber allen ein segensreiches Fest der Erscheinung des Herrn und auch der Heiligen drei Könige!
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